Ein Kriegsschicksal, das berührt

Französischer Zeitzeuge berichtet aus seiner bewegenden Kindheit

Am Donnerstag, den 14.02.2019, hatte das Grimmels die große Ehre, Herrn Francis Boulouart begrüßen zu dürfen. Die Schüler des Leistungskurses Q2 Französisch von Kathrin Noll und Geschichte Q2 von Peter Malz sowie der Französischgrundkurs Q2 von Nadja Kring nahmen an diesem sehr persönlichen Vortrag teil.  

Als Sohn einer französischen Mutter und eines deutschen Wehrmachtssoldaten wurde Herr Boulouart 1943 während des Zweiten Weltkriegs geboren. Während seiner Kindheit als „enfant maudit“ („verdammtes Kind“) hatte er aufgrund seines deutschen Vaters mit starker Anfeindung und Diskriminierung zu kämpfen. Über zwei Stunden nahm sich Herr Boulouart Zeit, um den Schülern von seiner bewegenden Geschichte zu erzählen, die alle mit großem Interesse verfolgten. Tim Metschan fungierte dabei als Übersetzer und ermöglichte es somit auch denjenigen Zuschauern, die kein Französisch verstanden, dem Vortrag zu folgen.

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Russland im Winter

Grimmels zum Gegenbesuch in Istra 

Russland im Februar? Viel Schnee und Temperaturen um -20 Grad hatte man uns gesagt, als wir uns entschieden hatten den Schüleraustausch des Grimmelshausen-Gymnasiums Gelnhausen mit der Lermontowschule in Istra im Winter durchzuführen. Nachdem der Besuch der russischen Schülerinnen und Schüler im vergangenen September in Gelnhausen erfolgt und in diesem Kontext das 25-jährige Jubiläum des Austauschs begangen worden war, stellten wir uns nun auf den harten russischen Winter ein. Tatsächlich herrschte eine Woche vor unserem Abflug noch sibirische Kälte mit Tiefsttemperaturen von -28 Grad, verbunden mit heftigem Schneefall, sodass wir die wärmsten Kleidungsstücke in den Koffer packten, die wir zu Hause finden konnten.  
Nun konnte es losgehen. Angekommen am Moskauer Flughafen Domodedowo wurden wir von unseren russischen Freunden und den beiden Organisatorinnen Larissa Lindina, die den Austausch von Anbeginn leitet, und Olga Ionova, selbst ehemalige Teilnehmerin am Schüleraustausch, herzlich in Empfang genommen. Uns erwartete in den nächsten zehn Tagen ein überwältigendes Programm, angefangen mit der offiziellen Begrüßung an der Partnerschule, die seit dem letzten Besuch im September 2016 umfassend modernisiert und erweitert wurde. Zunächst hieß die Schulleiterin, Irina Malykh, die Deutschen herzlich willkommen, dann richtete der Landrat, Herr Wicharew, Grußworte an die Gäste und betonte dabei die Relevanz des Austausches für den Kreis Istra. Auch die Leiterin des Bildungsamtes, Frau Nikolajewa, sagte ihre Unterstützung der zukünftigen Austausche zu. Auf deutscher Seite hob Fachbereichsleiterin Frau Sabine Hartmann im Namen der Schulleitung den Beitrag des Schüleraustauschs für die Völkerverständigung hervor. Umrahmt wurde die Veranstaltung durch ein beeindruckendes Unterhaltungsprogramm, bestehend aus Tänzen, Gesangseinlagen, Folkloregruppen und dem Jugendblasorchester der Stadt Istra, über das das Fernsehen im gesamten Moskauer Gebiet berichtete.  

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Europe Calling

Die europäische Union hat sich zum Ziel gesetzt den Austausch zwischen Lehrkräften und SchülerInnen aus ganz Europa zu fördern mithilfe des Programms Erasmus+. Um die verschiedenen Möglichkeiten transparenter zu machen und mögliche Projektpartner zu finden, gibt es immer wieder Fortbildungen auf internationaler Ebene. Maike Körner, Englisch- und Französischlehrerin am Grimmels, konnte für fünf Tage an einer solchen Veranstaltung in Dublin teilnehmen, zusammen mit 29 anderen EuropäerInnen aus 13 Staaten. Neben einem sehr konstruktiven kontinuierlichen Austausch über Schule im Allgemeinen und dem Fremdsprachenlernen im Besonderen, wurde den Teilnehmern zwei laufende Projekte an irischen Schulen vorgestellt, welches einen Besuch dieser miteingeschlossen hat. Auch wurden mögliche Projektideen gesammelt und in Arbeitsgruppen an diesen gearbeitet, sodass es hoffentlich bald für mehr Mitglieder der Schulgemeinde heißt Europe here we come.

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„Morgendämmerung…“

Verabschiedung von Alexander Spahn am 1.2.2019

In anderem äußeren Rahmen als aus den vergangenen Jahren gewohnt, nämlich in der hellen und freundlichen GGG-Cafeteria, wurde am Freitag, dem 1.Februar, der langjährige Beauftragte für Öffentlichkeitsarbeit am Grimmelshausen Gymnasium Alexander Spahn in den Ruhestand verabschiedet.

Man hatte für die Veranstaltung bewusst die lockere und kurzweilige Form eines Stehempfangs gewählt, und außer den Mitgliedern des Kollegiums waren an diesem Vormittag auch zahlreiche Pensionäre erschienen, darunter der ehemalige Schulleiter des GGG Heiner Kauck. Für das leibliche Wohl der Gäste hatte Ingrid Ström ein leckeres Tapas-Buffet vorbereitet, und Christine Heinrich beschallte den Raum im Hintergrund mit dezenter Jazzmusik.

Fast in Form einer Talkshow ließ Schulleiterin Tina Ruf die dienstliche Biografie von Alexander Spahn Revue passieren, der nach zwölfjähriger Tätigkeit an der Gesamtschule in Wächtersbach (heute: Friedrich August Genth Schule) für sechs Jahre an der Deutschen Schule in Valencia/Spanien unterrichtet hatte, bevor er im Sommer 1998 zurück ans GGG kam. Neben seiner Unterrichtstätigkeit war er hier während der vergangenen 15 Jahre für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit  zuständig.

Alexander Spahn bedankte sich bei Tina Ruf für die Würdigung und auch für die Bereitschaft, am GGG bewusst neue Wege einzuschlagen, beispielhaft zu erkennen bei der Ausgestaltung dieser Veranstaltung. Er begrüßte unter den Gästen insbesondere seine Familie, die an diesem Vormittag mitgekommen war, speziell seine fünf Monate alte Enkeltochter Johanna, und die – wie er sagte – „Mitglieder seiner Selbsthilfegruppe aus der physikalischen Sammlung mit ihrem Kurator Norbert Bechtold“.

Anstelle einer Abschiedsrede trug  er ein kurzes selbstverfasstes Gedicht aus dem Bereich der Naturlyrik vor mit dem Titel „Morgendämmerung In der Aue“.

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Besuch bei Freunden

Schülergruppe des Grimmels derzeit zu Gast in Istra / Besuch dauert bis 12. Februar

Schon am Moskauer Flughafen wurden die Grimmels unter Leitung von Franziska Wöll und Mark Adrian und in Begleitung von Fachbereichsleiterin Sabine Hartmann und der ehemaligen Kollegin Irine Lanz herzlich in Empfang genommen.

Der Auftakt in die interkulturelle Woche bildete der offizielle Empfang in der Schule, wo unter anderem der Landrat, Herr Wicharew, Grußworte an die Gäste richtete und dabei die Relevanz des Austausches für den Kreis Istra besonders hervorhob. Auch die Leiterin des Bildungsamtes, Frau Nikolajewa, sagte ihre Unterstützung der zukünftigen Austausche zu. Umrahmt wurde die Veranstaltung durch ein beeindruckendes Unterhaltungsprogramm, bestehend aus Tänzen, Gesangseinlagen, Folkloregruppen und dem Jugendblasorchester der Stadt Istra.

Neben der Hospitation im Unterricht wurden kulturelle Highlights geboten. So besuchte die Schülergruppe den Moskauer Kreml und die Rüstkammer sowie die Tretjakow-Galerie. Neben Erkundungen in Istra (Kloster Neu-Jerusalem und dem Museum Neu-Jerusalem) konnte die Fabergé-Ausstellung besucht werden.

Es fanden auch mehrere Projekte statt. Zum Beispiel bauten und programmierten die Schülerinnen und Schüler einen eigenen Roboter und lernten in einem anderen Workshop russische Tänze, die dann auch am Abschiedsfest kommenden Montag vorgeführt werden.

Über die gesamte Dauer des Aufenthalts arbeiten die Austauschpartner an individuellen Projekten, die ebenso am letzten Abend präsentiert werden.

„Ich bin unserer Schule – beiden Schulen – sehr dankbar dafür, dass sie uns die Möglichkeit bieten, an einem deutsch-russischen Austausch teilzunehmen. Die Erfahrungen, die wir hier machen, sind einmalig. Wir erleben hier eine ganz neue Kultur, wie wir sie in Deutschland nicht kennen. Das Programm mit den vielen Ausflügen ist sehr gut organisiert und wir bekommen tolle Einblicke in die russische Kultur und Geschichte.“, sagt Hannah Falkenberg aus der 10.2

Trotz der zum Teil kalten Temperaturen fühlen wir uns wärmstens aufgehoben und danken dem Organisationsteam Larissa Lindina und Olga Ionova bereits jetzt für die tolle Zeit in Russland.

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Bärenherz-Besuch am Grimmels

Klasse 6.6 spendet 420 Euro                                                   

Am Donnerstag, den 24. Januar 2019, besuchten uns, die Klasse 6.6 des GGG, Herr und Frau Wagner, die ehrenamtlich bei der Stiftung Bärenherz arbeiten. Diese Stiftung sammelt Spenden für schwerstkranke Kinder von 0-18 Jahren. Bärenherz fördert Einrichtungen zur Entlastung von Familien mit Kindern, die unheilbar erkrankt sind und nur noch eine begrenzte Lebenserwartung haben. Diese Stiftung versucht spielerisch, die Kinder von ihren Gedanken zu befreien und ihnen so noch ein paar schöne Tage, ja manchmal auch ein paar schöne Jahre zu bereiten. Manchen Kindern ermöglichen die Spenden noch einen letzten Wunsch, zum Beispiel ein Fußballspiel in einem Stadion zu erleben. Aber auch den Familien der kranken Kinder kann mithilfe der Spenden geholfen werden.

Anfang Dezember 2018 fand wieder die gelungene „Grimmels-Weihnacht“ statt, bei der die Klasse 6.6 von Tine Heinrich an einem Stand selbstgebackene Plätzchen sowie einige selbstgebastelte weihnachtliche Dekorationsartikel verkaufte. Unsere Klasse entschied sich sehr rasch, das eingenommene Geld der Stiftung Bärenherz zu übergeben.

Nach einem kurzen Film über das Handeln von Bärenherz durften wir noch ein paar Fragen stellen, die uns Herr und Frau Wagner ausführlich beantworteten. Danach überreichten wir ihnen einen Scheck mit dem Geldbetrag von 420€. Wir freuen uns, mit einem kleinen Beitrag anderen Kindern in Not ein wenig helfen zu können.

 

Louisa Bös 6.6                                                         

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Zeitzeugenveranstaltung mit Francis Boulouart

„Mein Vater war ein deutscher Soldat“ / „Mon père était un soldat allemand“

Das Grimmelshausen Gymnasium, das Verschwisterungskomitee Clamecy-Marling-Gelnhausen und ANEG laden am Mittwoch, 13. Februar, von 19:00 bis ca. 21:30 Uhr im Gebäude D (Neue Mensa) des Grimmelshausen Gymnasiums zu einer öffentlichen Veranstaltung mit dem französischen Zeitzeugen Francis Boulouart ein.

Francis Boulouart ist eines von geschätzt zwei Millionen in den Besatzungsgebieten geborenen Kindern. Im Frankreich der Nachkriegsjahre nannte man die Kinder französischer Frauen und deutscher Besatzungssoldaten „enfants de boche“. Seit Jahren setzt Francis Boulouart sich als Betroffener öffentlich mit diesem schwierigen Thema auseinander. Aufgrund der fürchterlichen Verbrechen des NS-Regimes wurden die Kinder der deutschen Besatzungssoldaten, obwohl sie keinerlei Schuld trugen, lange Zeit ausgegrenzt und diskriminiert. Heute berichtet Francis Boulouart als Mitglied der ANEG (Association Nationale des Enfants de la Guerre) in Frankreich und Deutschland über sein Leben. Im Oktober letzten Jahres erhielt er vom deutschen Botschafter in Paris einen Orden für seine langjährigen Verdienste um die deutsch-französische Freundschaft.

Der Vortrag von Herrn Boulouart baut auf einer Videopräsentation (mit deutschen Untertiteln) auf sowie Ausführungen zu seiner Lebensgeschichte. Sein französischer Vortrag und die anschließende Fragerunde werden übersetzt von Frau Maryline Lenhard, Vorsitzende des Verschwisterungskomitees, und Herrn Tim Metschan, Schüler des Leistungskurses Französisch (Q2) am Grimmelshausen Gymnasium. Die deutsche Sektion der ANEG wird an diesem Abend vertreten sein durch Frau Ingrid Schmitt.

Ab 18:30 Uhr und nach der Veranstaltung gibt es Gelegenheit zum Gespräch an der Bar, wo Schülerinnen und Schüler des diesjährigen Abiturjahrgangs Snacks und Getränke anbieten.

Der Eintritt ist frei. Parkplätze stehen direkt neben der Mensa (Zufahrt über die Frankfurter Straße) sowie an der Turnhalle der Schule zur Verfügung.

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Forschung am Unheilbaren

Bio-LK Q3 des Grimmels beschäftigt sich mit dem Thema „Multiple Sklerose“

Multiple Sklerose (MS), eine neurodegenerative Erkrankung des Immunsystems, schränkt viele der zum Teil noch jungen Betroffenen radikal ein. Ursächlich wird unter anderem der Abbau von isolierenden Bestandteilen der Nervenzellen beschrieben. Folgen der dadurch langsameren bis ausbleibenden Weiterleitung von Signalen sind Seh- und Gleichgewichtsstörungen, Taubheitsgefühle sowie Lähmungserscheinungen, die je nach MS-Form schubweise oder kontinuierlich folgend auftreten können. Was genau dazu führt, dass das Immunsystem die eigenen Nervenzellen angreift, lässt Forscher nach wie vor rätseln.

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