Begabte und engagierte Grimmels-Schüler nehmen an Seminaren teil

Projekte werden vom Förderverein „Jugend Aktiv e.V.“ unterstützt

Auch im Jahr 2019 wurde vom Förderverein Jugend Aktiv e.V. ein Förderkurs für begabte und engagierte Schüler angeboten und organisiert. Einer der größten Unterstützer des Vereins und Stifter des Grimmelshausen Gymnasiums, Herr Roland Lacher, präsentierte im September 2019 in einem kurzen Vortrag an unserer Schule den Inhalt und die Vorteile des Programms und informierte interessierte Schüler über die Teilnahmebedingungen und den folgenden Bewerbungsprozess. Nachdem eine Vielzahl an Schülern des Q3-Jahrgangs sich bei Herrn Malz in die Liste der Bewerber eintragen ließen, wählte dieser, gemeinsam mit den Tutoren des Jahrgangs, zwei Kandidaten und zwei Nachrücker für das Programm aus.

Wir vier, Bastian Auerbach, Momoko Köhler, Tobias Rieger und Irmeli Nix, mussten daraufhin unsere Bewerbungsunterlagen, bestehend aus Bewerbungsschreiben, Steckbrief und Empfehlungsschreiben des Tutors, abgeben und erhielten bereits nach kurzer Zeit die Zusage von Herrn Lacher.

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Young leaders Akademie – mehr als nur Lunchpakete?

6 Tage, 116 engagierte Jugendliche, unzählige Erfahrungen – und dann?

Die Young Leaders GmbH bietet jährlich zahlreiche Workshopformate an. Ihnen gemein ist die Weiterbildung engagierter Jugendlicher in verschiedensten Bereichen. Wir, Lorenz und Henrike (Schüler der Q1 des Grimmelshausen-Gymnasiums), hatten die Möglichkeit für sechs Tage nach Berlin zu reisen, um an der Young Leaders Academy teilzunehmen. Im Fokus des Programms standen dabei das Informieren, Trainieren und Diskutieren mit Experten und Gleichaltrigen.

Beispielsweise beschäftigten wir uns mit der Würde des Menschen im Hinblick auf den naturwissenschaftlichen Fortschritt. Unter der Überschrift „Human Dignity, Freedom and Responsibility“ führte uns Professor Nicanor Austriaco aus Providence, USA, in die Welt der bioethischen Fragestellungen ein. Wir diskutierten unter anderem über Organspende und Schwangerschaftsabbrüche – stets im Hinterkopf die Frage: „Was kann und was darf der Mensch?“ Besonders spannend waren Austriacos Ausführungen zum Thema „Gibt es Gott?“ Dabei erhielten wir auch persönliche Einblicke in den Charakter dieses besonderen Menschen. „Ich wollte Wissenschaftler werden, ein Heilmittel gegen Krebs erfinden und den Nobelpreis gewinnen. Doch dann bin ich Gott begegnet“, erzählt er, während ihm Tränen in die Augen steigen.

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Cooles Dysprosium

 Die Sauregurkenzeit zwischen den Weihnachtsferien und den Halbjahreszeugnissen nutzte der Physikleistungskurs der aktuellen Q3 zu einem Praktikumstag an der Gutenberg-Universität in Mainz. Das selbst gewählte Thema des Praktikums entsprach dem Halbjahresthema „Quantenphysik“.
Gleich vier Lehramtsstudenten begleiteten den praktischen Teil unseres Besuchs. Der bestand aus fünf vorbereiteten Versuchsaufbauten, die als Lernstationen von den ebenfalls fünf Schülergruppen durchlaufen wurden.
Mit einigem Stolz konnten unsere Schüler im Feedback zu der Veranstaltung angeben, dass sie diese Versuche aus dem Unterricht bereits kannten und dass unsere Sammlung weitaus modernere Mittel zu Beobachtung und Messung der jeweiligen Effekte bietet, als hier von der Uni zur Verfügung gestellt wurden.

Nach der Mittagspause gab es dann aber doch noch einen Ausflug in die Welt modernster Technik und aktueller Forschung. Von einem Doktoranden konnten die interessierten Schüler erfahren, wie man mithilfe  geeigneter Laserausstattung die Atome eines Dysprosium-Teilchenstrahls zunächst stark herunterkühlen und dann in einer Teilchenfalle für weitere Versuche festhalten kann.
Auch hier kam das Fachwissen aus dem aktuellen Halbjahr sehr gelegen. Der Trick, die Dysprosium-Atome nur Photonen mit einem Impuls entgegen ihrer Bewegungsrichtung absorbieren zu lassen und dann auszunutzen, dass Emission in alle Richtungen erfolgt ist mit der Kenntnis des Compton-Effekts gut erklärbar und so war die physikalische Beschreibung der Funktionsweise der dazu zusammengestellten Versuchsanordnung wesentlich übersichtlicher als die Anordnung selbst.

Der Zeitplan brachte es mit sich, dass An- und Abreise in die alltägliche Rush-Hour fielen und so konnten unser Schüler zusätzlich noch ihre hohe Kompetenz in der Nutzung des ÖPNV nachweisen.

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Crêpes, Croissants, Flammkuchen und Comics

Deutsch – Französischer Tag am Grimmels

Auch in diesem Jahr strömte am 22. Januar ein Duft von Crêpes und Flammkuchen durch das Schulgebäude des Grimmels, um den deutsch – französischen Tag zu feiern. Dieser Tag soll an die Unterzeichnung des Élysée-Vertrags von 1963 erinnern, der die Freundschaft zu unserem Nachbarland Frankreich festigt und der im Jahr 2019 durch den Mainzer Vertrag erweitert wurde.

Es ist mittlerweile Tradition, dass sich alle FranzösischschülerInnen des Grimmels an der Gestaltung dieses besonderen Tages beteiligen. Die Jahrgangsstufe 6 fertigte kleine Kunstwerke an, die „mots images“, die in den Fluren und an den Türen zu bestaunen waren.  Die FranzösischlernerInnen der Jahrgangsstufe 8 versorgten die Schule mit selbstgemachten französischen und deutschen Spezialitäten. Neben Brezeln, Muffins und Croisssants wurden in diesem Jahr auch Flammkuchen und Crêpes verkauft. Dementsprechend lang waren die Schlangen an den Verkaufsständen und leider bekam nicht jeder etwas von den Leckereien ab.

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Naturforschung am Grimmels – die Zweite!

Start der neuen Projektrunde zum „Umweltmonitoring“ der Klassen 7 und Q2

Am 17. und 21. Januar 2020 fanden bereits zum wiederholten Mal zwei Projekttage zum Thema „Biotop- und Artenschutz am Beispiel der Europäischen Wildkatze“ statt, zu deren Umsetzung Frau Susanne Schneider, Naturschutzmanagerin des BUND Hessen, zum wissenschaftlichen Austausch am Grimmels war. In ihrem Vortrag ging es zunächst um die Biologie der Wildkatze. o erfuhren die Schülerinnen und Schüler mehr über arttypische Verhaltensweisen, Abstammung, Habitatansprüche, Vorkommen und Schutzstatus der Wildkatze. Dass die Wildkatze als „besonders geschützte Art“ auf der roten Liste erscheint, ist primär auf anthropogene Einflüsse zurückzuführen. Noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde sie stark bejagt, was zur Ausrottung in vielen Teilen Deutschlands führte. Heute erschweren Straßennetze, Ballungsräume, Bahntrassen und somit die sukzessive Zerschneidung von Lebensräumen den Artbestand. Dass das Thema „Biotop- und Artenschutz“ am Beispiel der Stellvertreterart Wildkatze zahlreiche Fragen der Schülerinnen und Schüler aufwirft, ließ sich im lebhaft gestalteten Expertengespräch mit Frau Schneider bestätigen.

Neben dieser zunächst theoretischen Einbettung besteht die Möglichkeit, freiwillig an zwei jahrgangsübergreifenden Praxismodulen teilzunehmen, bei dem interessierte Schülerinnen und Schüler über zwei Monate hinweg Waldareale analysieren, selbst Biodiversitätsforschung betreiben und so einen möglichst authentischen Bezug zum Projekt herstellen können. Ob und inwiefern sich die Wildkatze ihren Lebensraum in und um Gelnhausen zurückerobert, wird hierbei mittels Umweltmonitoring überprüft. Die so heimliche und scheue Wildkatze kann mit Hilfe der sogenannten „Lockstock-Methode“ und Wildtierkameras nachgewiesen werden. Aufgabe der Schülerinnen und Schüler wird es sein, die aufgestellten Lockstöcke ca. einmal wöchentlich mit Baldrian zu präparieren (Wildkatzen reagieren auf diesen Duftstoff) und diese auf Fellproben zu kontrollieren. Bei der Auswahl der vorgegebenen Waldareale arbeitet die Fachschaft Biologie mit den Förstern Herr Schilling (Forstamt Jossgrund) sowie Herr Rippl (Forstamt Gelnhausen) und Naturschutzbeauftragten der Region zusammen. Im Verlauf der Module bestand ebenso die Möglichkeit, mehr über den Beruf des Försters sowie Ausbildungs- und Studienoptionen in diesem Fachbereich zu erfahren. Miguel T., Schüler des Biologie-Leistungskurses Q1, absolvierte im Juni 2019 ein zweiwöchiges Praktikum bei Herrn Rippl und konnte von seinen positiven Erfahrungen berichten. 

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Juryentscheidung für den Literaturpreis „San Clemente Rosalía-Abanca”

E-Phasenschüler des Grimmels bewerten spanische Literatur

Der LiteraturpreisSan Clemente Rosalía-Abanca”, der von der Partnerschule des Grimmels, der IES Rosalía de Castro in Santiago de Compostela, jährlich verliehen wird, ist nicht nur in Galizien seit 25 Jahren eine Institution, sondern auch überregional anerkannt. Gekürt werden jeweils die besten Romane auf Galizisch, Spanisch und ein Roman eines ausländischen Autors.

Die Besonderheit dieses Preises ist, dass Schülerinnen und Schüler verschiedener Schulen aus Santiago de Compostela selbst und von den Partnerschulen der IES Rosalía de Castro die Jury bilden. Dieses Jahr nahm der Spanischzusatzkurs der E-Phase (Jahrgangsstufe 11) des Grimmels an der Wahl des Romans spanischer Sprache teil.

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Lesen und Relaxen

Ein neuer Sitzsack für die wissenschaftliche Bibliothek

Es war einmal ein Haufen alter Jeanshosen, eine Gardine und ein Reißverschluss. Was damit tun? Diese Frage stellten sich Schüler und Schülerinnen in der Projektwoche. Sie arbeiteten zum Thema “Konsumverzicht durch Nähen“ unter der Leitung von Frau Nolde und Frau Scheithauer an einem Sitzsackbezug aus alten Jeanshosen. Dank zahlreicher Elternspenden auf dem Schulfest konnte für den Bezug eine Füllung gekauft werden. Nun freut er sich über ein neues Zuhause in der wissenschaftlichen Bibliothek und über zahlreiche Besucher.

Vielen Dank an die vielen Helferinnen und Helfer beim Schneiden, Stecken, Nähen und Bügeln, ganz besonders an die Oberstufenschülerinnen Johanna G. und Dorothea K., die das ganze Projekt tatkräftig unterstützt haben.

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Reham Bitar erhält Stipendium für die Initiative „Schülerkolleg International“

Die Schülerin des Grimmelshausen-Gymnasiums berichtet über ihre Teilnahme an dem Programm:

„Im Juni 2019 stieß ich auf die Homepage der Initiative „Schülerkolleg International“, welche im Rahmen eines schwerpunktorientierten Jahresprogramms (z. B. „Fridays for Future“) Workshops anbietet, die zur Zukunfts- und Berufsorientierung dienen. Für die Angebote des Schülerkollegs können sich engagierte und motivierte Schüler/innen  in regelmäßigen Abständen bewerben.

Das diesjährige Programm, an dem ich teilnehme, besteht aus zwei Seminaren, die in Berlin und Brüssel stattfinden. Dort treffen die Schüler/innen auf verschiedene staatliche und private Akteure, die auf unterschiedliche Weise mit dem jeweiligen Jahresthema in Verbindung stehen und bekommen die Möglichkeit, sich mit inspirierenden Persönlichkeiten auszutauschen. Weiterhin werden die Teilnehmer des Programms durch eine/n Mentor/in bei ihrer individuellen Berufsfindung und Studienwahl (auch durch Beratung zum Auslandsstudium) unterstützt.          

In diesem Jahr steht das Programm des Schülerkollegs unter dem Leitthema ,,Fridays for Future‘‘ und somit bildet der Klimawandel den Schwerpunkt des Bildungsprogramms.         

Das erste Seminar hierzu fand vom 13.-17. November in Berlin statt. Im Zuge des ersten Seminartags bekamen die Teilnehmer/innen die Möglichkeit, das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie zu besuchen. Vor Ort hielt Dr. Felix Arnold einen anschaulichen Vortrag über konventionelle Stromerzeugung. Anschließend diskutierten die Schüler/innen mit dem Experten über die politischen Entscheidungsprozesse bzgl. des Klimaabkommens und dem Betrieb von Kohlekraftwerken. Danach berichtete Jochen Wermuth (Wermuth Asset Management GmbH), ein Impact-Investor (dt. wirkungsorientiertes Investieren), von seiner Ausbildungs- und Karrierelaufbahn. Dazu stellte er die verschiedenen Arten von Investoren und die Arbeit seines Unternehmens vor. Er investiert in ökologische und klimafreundliche Unternehmen und setzt sich für eine „grüne Revolution“ ein. Unter dem VW Social-Business-Programm „X-Starters“, nahmen die Schüler/innen an einem „Design-Thinking-Workshop“ zum Thema ökologische Nachhaltigkeit teil. Dort wurde die Gruppe über die aktuelle Umstellung des Betriebes auf Elektro-Autos informiert und entwickelte weiterhin Ideen zur Vermeidung von Plastik in der Produktion. Bei einer Führung durch die Berliner ECF Farm, wurden wir über deren Gründungsmotive und die effiziente wassersparende Produktion von Fisch und pflanzlichen Nahrungsmitteln informiert.

Am zweiten Tag des Seminars durften die Schüler/innen die Atmosfair GmbH besichtigen, die Aufbauprojekte in Entwicklungsländern unterstützt  und Projekte entwickelt, die zu geringeren CO2 Ausstößen in die Atmosphäre führen. Auch in die Arbeit des Potsdamer-Instituts für Klimafolgenforschung durfte die Gruppe „hineinschnuppern“. Verschiedene Forschungsarbeiten und die nachweisbaren Folgen des Klimawandels wurden hierbei erläutert. Kulinarisch und faszinierend war der Besuch eines zero-waste veganen Restaurants in Berlin („Frea“). Das Konzept des Restaurants und die Motivation der Inhaber waren beeindruckend.

Der dritte Tag des Seminars ermöglichte der Gruppe, sich durch „Aurora-Energy-Research“ über den europäischen Energieverbrauch in verschieden Sektoren und über die Tätigkeiten der genannten Institution zur Analytik dessen zu informieren. Über die Umsetzbarkeit und die vielfältigen Möglichkeiten zur Gewinnung erneuerbarer Energien wurden die Seminarteilnehmer ausführlich von den Experten aufgeklärt.

Zum Abschluss des Lehrgangs konnten die Teilnehmer/innen sich von (ehemals) Auslandsstudierenden inspirieren lassen und von deren Erfahrungen (Stipendien, Berufsfindung etc.) profitieren.

Mein Fazit zum Angebot des „Schülerkollegs International“ fällt insgesamt positiv aus. Das Besondere an diesem Seminar war für mich, dass ich direkten Kontakt mit den verschiedenen Akteuren hatte, einschätzen konnte, wie viel zukunftsrelevantes Wissen die Experten bereits haben  und wie/ob eine Zusammenarbeit unter ihnen stattfindet. Ich konnte persönlich erfahren, welche Hindernisse auf dem Weg zur Verwirklichung von Klimagerechtigkeit bestehen, konnte sehen, wie viel Engagement und Veränderungsdrang bereits ein Teil der Gesellschaft zeigt und vor allem wurde mein eigener Anreiz zu aktiver Veränderung und Verbesserung in den gesellschaftlichen und politischen Strukturen bestärkt. Darum möchte ich meine Mitschüler/innen ermutigen, sich für solche Programme und Stipendien zu bewerben. Ihr lernt durch den Kontakt mit zahlreichen anderen Schüler/innen, aufgeschlossener zu werden, erfahrt, wie ihr in dieser Gesellschaft aktiv etwas verändern könnt und findet durch die individuelle Förderung heraus, wie ihr euch persönlich weiterentwickeln und entfalten könnt.“

 

Reham Bitar (Q1, Schülerin des Kunst- und Biologie Leistungskurses)

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