Einblicke in die Welt der Kelten

Es ist Herbst, eine schöne Jahreszeit auf dem Glauberg – und – Keltenzeit am Grimmels, denn die sagenumwobenen Kelten sind Thema des Geschichtsunterrichts in der Jahrgangsstufe 5. So machten sich am 1.11.2017 die 26 Schülerinnen und Schüler der Klasse 5.6 mit ihren Lehrerinnen Frau Heinrich und Frau Bischoff mit dem Zug auf den Weg nach Glauberg, dabei konnten sie das neue Schülerticket nutzen und so bleiben sich die Kosten für den Ausflug überschaubar und der Aufstieg zum Museum konnte zu Fuß erlebt werden, so kam auch die Bewegung nicht zu kurz.

Was uns im Museum erwartete, war eine interessante Rallye und Archäologie zum Anfassen und Verstehen. Woran liegt es, dass Siedlungsreste oder aufgeschüttete Hohlräume auf Luftbildern anhand abweichender Farbschattierung erkennbar sind? Wie arbeiten Archäologen? Woran erkennt man ein weibliches bzw. männliches Skelett? Wie stellten die Kelten Brustpanzer her und wie stabil waren sie?

Begeistert haben und die filigranen und formschönen Schmuckstücke und Gefäße, die in den Gräbern gefunden wurden sowie die Originalität der Exponate. „Wie viel Wert ist die goldene Halskette?“, wollte einer der Schüler wissen. „Unbezahlbar“, so die Antwort der Expertin, „denn sie ist die einzige Kette dieser Art aus keltischer Zeit, die jemals gefunden wurde.“ Es war interessant, zu erfahren, wie anhand dieser Quellen, Rückschlüsse auf das Leben der Kelten gezogen werden können. Allerdings eröffnen Antworten wieder neue Fragen und so bleibt die Forschung spannend, zumal schriftliche Quellen aus keltischer Perspektive fehlen.

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Exkursion auf den Glauberg

Am Freitag, dem 18.11.2016, sind 51 Grimmels der Klassen 5.5 und 5.3 mit ihren Geschichtslehrern Frau Bischoff und Herr Wintermeyer und ihren Klassenlehrern Herr Höller und Herr Bürker auf den Glauberg gefahren, um die Geschichte der Kelten am historischen Ort zu erkunden.

Auf dem Glauberg lebten vor ca. 3000 Jahren die Kelten. Vor ca. 500 Jahren lebte dort ein berühmter Fürst, gleichermaßen weltlicher Fürst und Druide, dessen Statue den Höhepunkt der Sammlung „Keltenwelt am Glauberg“ bildet. Der Fund war eine Sensation, denn die Sandsteinfigur ist, bis auf die Füße, komplett erhalten und in einem einzigartig guten Zustand. Hinzu kommt, dass unter der Figur eine Grabkammer gefunden wurde, die Schmuckstücke und Waffen beinhaltete, die auf der Sandsteinfigur zu sehen sind. So kamen die Forscher zu dem Schluss, dass die Sandsteinfigur die Darstellung des Keltenfürsten vom Glauberg sein kann. Der Kopfschmuck erinnert an die keltische Wunderpflanze, die Mistel, und weist darauf hin, dass der Fürst möglicherweise auch ein Druide gewesen ist.
All diese Dinge konnten die Schüler in einer Rallye entdecken und erkunden, bevor sie im Rahmen einer Führung noch vertiefende Einblicke in die archäologische Forschung der Frühgeschichte bekamen. Wie erkennt man das Geschlecht eines Skeletts? Wie kann man das Alter herausfinden? Wie die Zeit, in der der Mensch gelebt hat?
Im Rahmen eines Workshops zum Thema experimentelle Archäologie wurden die Grimmels dann selbst aktiv und mahlten Mehl mit Mühlen aus der Altsteinzeit, der Zeit der Kelten und der Jetztzeit und verglichen die Ergebnisse.
Das zum Teil unter großen Mühen und Anstrengungen gemahlene Mehl nahmen wir mit in die Schule, um darauf keltisches Fladenbrot zu backen. Es schmeckte gut, wie Vollkorncrêpes. Naja, wir haben ein wenig geschummelt und statt eines im Feuer erhitzen Steines einen „Crêpemaker“ genutzt und auch Eier und Milch haben wir hinzugefügt. Hühner und Schafe hatten sie ja auch, die Kelten. Zimt haben wir noch darüber gestreut, da jetzt auch die Adventszeit beginnt. Bis zur nächsten Geschichtsstunde wollen wir herausfinden, woher Zimt eigentlich kommt und seit wann es dieses Gewürz bei uns überhaupt gibt.
Zum Abschluss auf dem Glauberg durften die Grimmels die gute Thermik dort nutzen, um Drachen steigen zu lassen.

(Christine Bischoff)

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