Kanadische Autorin Sharon Bala liest am Grimmelshausen-Gymnasium

Schriftstellerin wurde ausgezeichnet mit dem „Harper Lee Prize for Legal Fiction“

Am 27. Januar 2020 war das Grimmelshausen Gymnasium erneut Schauplatz einer kanadischen Veranstaltung der Extraklasse. Die preisgekrönte Schriftstellerin Sharon Bala las aus ihrem 2018 veröffentlichen Roman The Boat People.

 Verantwortlich für die Organisation und Planung im Vorfeld war Dr. Matthias Dickert, der diese Veranstaltung mit Hilfe der kanadischen Botschaft in Berlin realisieren konnte.

Gäste waren neben Schülerinnen und Schülern der Oberstufe Herr Bürgermeister Daniel Glöckner, Vertreter der Beruflichen Schulen sowie Studentinnen und Studenten eines Proseminars der Philipps-Universität Marburg.

Sharon Bala selbst lebt und arbeitet in Kanada, sie hat ihre familiären Wurzeln aber in Sri Lanka, von wo ihre Eltern nach Kanada emigrierten.

Es ist genau dieser biographische Hintergrund von Bürgerkrieg, Migration und Einwanderung, der von ihr in ihrem Erstlingswerk aufgearbeitet wird und somit eine Aktualität der besonderen Güte besitzt.

Die Zeitschrift `Toronto Star` stellt hierüber fest: „The Boat People is a novel perfectly made for today. It is an important read to pose questions we normally tend to ignore.“ Sharon Bala reflektiert in ihrem Roman somit die weltweite Flüchtlingsthematik.

Angesprochen auf den Titel ihres Werks antwortete sie, dass Eroberer, Einwanderer und Flüchtlinge nach Kanada immer in Booten kamen, und sie verwies historisch hierbei auf Wikinger, Franzosen, Engländer sowie die Gruppe der Flüchtlinge.

Moderiert wurde die Veranstaltung von Frau Angelika Arend, einer ehemaligen Professorin der Universität Victoria. Frau Angelika Arend übersetzte den Roman auch ins Deutsche.

Für alle Zuhörer wurde neben der literarischen auch die politische Bedeutung des Romans offensichtlich. Deutlich wurde im Verlauf der Veranstaltung auch, dass die pädagogische Intention einer solchen Lesung auch darin besteht, Neugierde für das Werk und seine Aussagekraft zu wecken, auch dann, wenn ein Roman nicht im Unterricht behandelt wurde.

Die Schulleiterin des Grimmels, Tina Ruf, und Dr. Matthias Dickert bedanken sich an dieser Stelle ausdrücklich bei der kanadischen Botschaft in Berlin für das Angebot, eine solche Veranstaltung am Grimmelshausen-Gymnasium umsetzen zu dürfen.

Ihr beider Dank geht auch an Herrn Professor Dr. Martin Kuester, den Leiter des Marburger Zentrums für Kanada-Studien, der den Schulstandort Gelnhausen seit Jahren mit verschiedenen Projekten unterstützt.