{"id":36023,"date":"2017-11-07T13:48:02","date_gmt":"2017-11-07T12:48:02","guid":{"rendered":"http:\/\/grimmels.de\/wordpress\/?p=36023"},"modified":"2017-11-07T13:48:02","modified_gmt":"2017-11-07T12:48:02","slug":"workshop-gewaltfreie-kommunikation-mit-der-e-01","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/grimmels.de\/wordpress\/workshop-gewaltfreie-kommunikation-mit-der-e-01\/","title":{"rendered":"Workshop \u201eGewaltfreie Kommunikation\u201c mit der E 01"},"content":{"rendered":"<p>(von Christine Bischoff)<\/p>\n<p><em>\u201eDepression ist die Belohnung f\u00fcrs Bravsein!&nbsp; Aber wenn Sie sich besser f\u00fchlen wollen, dann m\u00f6chte ich Sie bitten, herauszufinden, was Sie sich w\u00fcnschen. Was genau sollen andere Menschen tun, damit Ihr Leben besser wird.?\u201c&nbsp; MARSHALL B. ROSENBERG <\/em><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/grimmels.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/GFK.gif\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-36024\" src=\"https:\/\/grimmels.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/GFK-200x300.gif\" alt=\"\" height=\"300\" width=\"200\" srcset=\"https:\/\/grimmels.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/GFK-200x300.gif 200w, https:\/\/grimmels.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/GFK-100x150.gif 100w, https:\/\/grimmels.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/GFK-683x1024.gif 683w\" sizes=\"(max-width: 200px) 100vw, 200px\" \/><\/a>\u201eDie Idee der gewaltfreien Kommunikation ist zwar gut, aber im wirklichen Leben nicht umsetzbar. Wir haben nicht gelernt, so zu sprechen und die Menschen um uns herum auch nicht\u201c, so einige Reaktionen auf einen Textauszug, der Gegenstand der Deutsch-Klausur der E01 war. Ist das wirklich so, und was ist dran, an dem Konzept der gewaltfreien Kommunikation?&nbsp;<\/p>\n<p>Die Deutsch- und Geschichtslehrerin der Klasse, Christine Bischoff, bot den Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern der E01 die Gelegenheit, dieses Kommunikationskonzept n\u00e4her kennenzulernen und selbst ausprobieren zu k\u00f6nnen. Deshalb lud sie die Journalistin und GFK-Trainerin Miriam Schenk-Bandar, \u00fcbrigens auch ehemalige Sch\u00fclerin des Grimmels, zum Abschluss der Unterrichtseinheit \u201eKommunikation und Sprache\u201c zu einem vierst\u00fcndigen Workshop ein.<\/p>\n<p>\u201eWertsch\u00e4tzende Kommunikation\u201c, so Schenk-Bandar, \u201ebeginnt immer bei uns selbst und hat mit Verbindung zu tun.\u201c Um dies ersp\u00fcren zu k\u00f6nnen, begann der Workshop mit einer Wahrnehmungs\u00fcbung: Mit geschlossenen Augen sollten die Teilnehmer ihre momentane Befindlichkeit ersp\u00fcren und Vorstellungsbilder wachrufen, was Verbundensein f\u00fcr sie bedeutet. Im Austausch dar\u00fcber wurde deutlich, dass die Grundbed\u00fcrfnisse aller einander \u00e4hneln.&nbsp;<\/p>\n<p>Rosenberg geht von einem positiven Menschenbild aus, davon, dass Menschen als soziale Wesen den Wunsch haben, miteinander in Verbindung zu treten und Verbindung zu sp\u00fcren. Gef\u00fchle sind ihm zufolge Ausdruck dessen, wie es um die eigenen Bed\u00fcrfnisse bestellt ist.<\/p>\n<p>Daher ist ein Bewusstwerden \u00fcber die eigenen Gef\u00fchle sowie die innere Haltung Grundlage einer wertsch\u00e4tzenden \/ gewaltfreien Kommunikation.&nbsp;<\/p>\n<p>Die Methode beginnt beim eigenen Ich und l\u00e4uft \u00fcber vier Schritte, die Schenk-Bandar mit Bodenankerpunkten visualisiert und im Verlauf des Workshops immer wieder abschreitet:<\/p>\n<ol>\n<li>Schritt: Die Beobachtung, die keine Bewertung sein soll.&nbsp;<\/li>\n<\/ol>\n<p>Mit dem neutralen Blick einer Kamera wird die Situation beschrieben, m\u00f6glichst ohne Reizw\u00f6rter (wie \u201eimmer\u201c, \u201enie\u201c, \u201ejemals\u201c,\u2026) und Interpretationen (\u201eDu bist faul.\u201c) zu verwenden.<\/p>\n<ol start=\"2\">\n<li>Schritt: Die eigenen Gef\u00fchle.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Sie entstehen laut Rosenberg durch erf\u00fcllte oder nicht erf\u00fcllte Bed\u00fcrfnisse. So k\u00f6nnen andere Menschen Ausl\u00f6ser, aber nicht Ursache der Gef\u00fchle sein.<\/p>\n<ol start=\"3\">\n<li>Schritt: Die eigenen Bed\u00fcrfnisse.<\/li>\n<li>Schritt: Die Bitte, die keine Forderung sein soll.&nbsp;<\/li>\n<\/ol>\n<p>Eine Bitte soll nach M\u00f6glichkeit im Hier und Jetzt erf\u00fcllbar sein. Wichtig ist, dass Bitten, im Unterschied zu Forderungen, ein Nein erlauben und sich die Gespr\u00e4chspartner auf Augenh\u00f6he begegnen.<\/p>\n<p>Empathie entsteht, wenn man das&nbsp; vierschrittige Modell auch beim Gegen\u00fcber anwendet Hier sind aktives Zuh\u00f6ren und Pr\u00e4senz von gro\u00dfer Wichtigkeit: \u201eDu musst nicht tun, sei einfach nur da.\u201c<\/p>\n<p>Nachdem die Teilnehmer das Konzept n\u00e4her kennengelernt hatten, gingen sie in Kleingruppen, um an Gespr\u00e4chsbeispielen aus dem eigenen Alltag das Konzept durchzuspielen.<\/p>\n<p>Wie bereichernd und wohltuend wertsch\u00e4tzender Kommunikation sein kann und welche Perspektiven und sie er\u00f6ffnen kann, wurde in dem Workshop deutlich und hat sicher in dem oder anderen Teilnehmer etwas bewegt und bewirkt.&nbsp;<\/p>\n<p>Wer mehr erfahren m\u00f6chte:<\/p>\n<ul>\n<li>Gut strukturiert und \u00fcbersichtlich und sehr praxisorientiert ist Rosenbergs Buch \u201eGewaltfreie Kommunikation. Eine Sprache des Lebens\u201c<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(von Christine Bischoff) \u201eDepression ist die Belohnung f\u00fcrs Bravsein!&nbsp; Aber wenn Sie sich besser f\u00fchlen wollen, dann m\u00f6chte ich Sie bitten, herauszufinden, was Sie sich w\u00fcnschen. Was genau sollen andere Menschen tun, damit Ihr Leben besser wird.?\u201c&nbsp; MARSHALL B. ROSENBERG \u201eDie Idee der gewaltfreien Kommunikation ist zwar gut, aber im wirklichen Leben nicht umsetzbar. 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