{"id":4234,"date":"2011-06-21T14:20:47","date_gmt":"2011-06-21T13:20:47","guid":{"rendered":"?p=4234"},"modified":"2011-06-21T14:20:47","modified_gmt":"2011-06-21T13:20:47","slug":"marius-kuelp-beim-finale-jugend-debattiert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/grimmels.de\/wordpress\/marius-kuelp-beim-finale-jugend-debattiert\/","title":{"rendered":"Marius K\u00fclp beim Finale \u201eJugend debattiert\u201c"},"content":{"rendered":"<p><strong><big><\/big><big>Fast 50 000 Bewerber hinter sich gelassen<\/big><\/strong><\/p>\n<p><strong>Marius K\u00fclp verpasst knapp Endrundeneinzug beim Bundesfinale von \u201eJugend debattiert\u201c<\/strong><\/p>\n<p><em><strong>B e r l i n \/ G e l n h a u s e n (mk). Marius K\u00fclp, Sch\u00fcler der zehnten Klasse des Grimmelshausen-Gymnasiums, ist dieser Tage beim Bundesentscheid von \u201eJugend debattiert\u201c im Ausw\u00e4rtigen Amt in Berlin angetreten (die GNZ berichtete). Mit einer abschlie\u00dfenden Platzierung auf dem 13. Rang verpasste er zwar den Einzug in die Finalrunde der letzten acht. Doch gibt es keinen Grund, dar\u00fcber Tr\u00fcbsal zu blasen \u2013 immerhin z\u00e4hlte der Wettbewerb in seiner Altersklasse fast 50 000 Teilnehmer.<!--more--><\/strong><\/em><\/p>\n<p>Auf den 16-j\u00e4hrigen Sch\u00fcler aus Hailer warteten in der Vorrunde des zweit\u00e4gigen Bundesfinales zwei Debatten. Drei Fragestellungen waren ihm hierf\u00fcr im Vorfeld zugegangen, auf die er sich argumentativ, sowohl f\u00fcr pro und contra, vorzubereiten hatte. \u201eSollen Kinderrechte im Grundgesetz verankert werden?\u201c und \u201eSollte die n\u00e4chtliche Stra\u00dfenbeleuchtung reduziert werden?\u201c lauteten schlie\u00dflich seine beiden Herausforderungen. Die dritte Fragestellung \u201eSollte bei der Fu\u00dfballweltmeisterschaft der Videobeweis eingef\u00fchrt werden?\u201c war zum Finalthema bestimmt worden.<\/p>\n<p>\u201eDie erste Debatte \u00fcber die Kinderrechte ist nicht gut gelaufen, da hat Marius die Punkte liegen lassen, die es gebraucht h\u00e4tte, um in die Finalrunde einzuziehen\u201c, erz\u00e4hlt Norbert Bechtold, Leiter der Debattiergruppe am Grimmelshausen- Gymnasium, der Marius K\u00fclp zum Wettbewerb nach Berlin begleitet hatte, im Gespr\u00e4ch mit der GNZ. Insgesamt habe Marius eine gute Leistung gezeigt, die sich eigentlich nicht von denen der Finalrundenteilnehmer unterschieden habe.<\/p>\n<p>Er habe allerdings in der ersten Debatte mit strukturellen Problemen zu k\u00e4mpfen gehabt. In dieser hatte Marius K\u00fclp die Contra-Position zugeteilt bekommen und argumentierte eigentlich klar und nachvollziehbar gegen die Aufnahme von Kinderrechten in das Grundgesetz, indem er das Vorhaben als Scheinpolitik entlarvte. \u201eDie Juryvorsitzende hat sich allerdings als entschiedene Bef\u00fcrworterin der Absicht zu erkennen gegeben; da hatte Marius von Anfang an einen schweren Stand\u201c, sagte Bechtold. Es sei eben sehr schwer, gewinnend gegen Grund\u00fcberzeugungen anzuargumentieren.<\/p>\n<p>Zudem hatte Marius das Pech, als Mitstreiter f\u00fcr die Contra-Position einen Landessieger aus Th\u00fcringen zur Seite gestellt zu bekommen, der stets ungeheuer lange referierte. \u201eDieser Junge nahm allen \u00fcbrigen Debattenteilnehmern die Zeit weg, um ihre eigentlich guten Argumentationen vorzutragen \u2013 keiner konnte sich richtig in Szene setzen\u201c, sagte Bechtold. Darunter h\u00e4tte nicht nur Marius, sondern auch die Gegenseite zu leiden gehabt.<\/p>\n<p>Die Jury legte in der Folge allen Beteiligten negativ aus, dass sie dessen Redefluss nicht stoppten. \u201eAber wie h\u00e4tte das denn ausgesehen, wenn Marius seinem eigenen Mitstreiter das Wort abgeschnitten h\u00e4tte \u2013 da war er vielleicht etwas zu h\u00f6flich\u201c, so Bechtold.<\/p>\n<p>Marius blieb in der Beurteilung mit 27 von 60 etwa zehn Punkte hinter seinem Schnitt zur\u00fcck. \u201eWenn er die geholt h\u00e4tte, w\u00e4re deutlich mehr drin gewesen\u201c, meinte Bechtold.<\/p>\n<p>Die zweite Debatte des Tages lief hingegen deutlich besser. Bei der Frage, ob die n\u00e4chtliche Stra\u00dfenbeleuchtung heruntergefahren werden sollte, argumentierte Marius K\u00fclp positiv. Seine Linie: Der Stromverbrauch k\u00f6nnte erheblich gesenkt werden. Mit einer gesteigerten Gef\u00e4hrdung der Bev\u00f6lkerung sei nicht zu rechnen, denn der Mensch w\u00fcrde sich schnell an das neue Lichtniveau gew\u00f6hnen. \u201eMarius ist sehr gut gewesen. Ihm ist lediglich ein Fehler unterlaufen, er hat nicht explizit darauf hingewiesen, dass durch die Reduktion ganze zwei Atomkraftwerke abgeschaltet werden k\u00f6nnten.\u201c Damit w\u00e4re er \u00e4u\u00dferst aktuell gewesen und h\u00e4tte zus\u00e4tzlich punkten k\u00f6nnen, so die Jury, erkl\u00e4rte Bechtold. Trotzdem wurde seine Leistung mit guten 38 Punkten belohnt.<\/p>\n<p>Seine Debattenpartnerin auf der Bef\u00fcrworterseite sei die Sch\u00fclerin Nella Sayatz aus Berlin gewesen, die schlie\u00dflich den zweiten Platz der Gesamtwertung belegte. \u201eMan hat zwischen diesen beiden \u00fcberhaupt keinen Leistungsunterschied bemerkt. Das zeigte mir, dass Marius es durchaus h\u00e4tte schaffen k\u00f6nnen\u201c, sagt sein Lehrer. Der Knackpunkt sei die erste Debatte gewesen. Da h\u00e4tte Marius erst kein Gl\u00fcck gehabt, und dann sei auch noch Pech dazu gekommen, zitierte Bechtold den \u201eFu\u00dfballphilosophen\u201c J\u00fcrgen Wegmann. Nat\u00fcrlich sei es schade, so kurz vor dem Ziel ungl\u00fccklich zu scheitern. Trotzdem habe Marius K\u00fclp eine gro\u00dfartige Leistung vollbracht \u2013 immerhin habe er unter 50 000 Teilnehmern seiner Altersklasse den 13. Platz belegt. Auch sonst habe sich der Trip nach Berlin sehr gelohnt. \u201eMan nimmt von so etwas einfach unglaublich viel an Erfahrung mit \u2013 man w\u00e4chst ein gutes St\u00fcck\u201c, so Bechtold. Marius habe sich au\u00dferdem selbst zum Abschluss noch ein kleines Geschenk bereitet. Bei dem gemeinsamen Fototermin aller Landessieger im Anschluss an die Siegerehrung habe er voller Selbstbewusstsein den sonst stets von Bodyguards umringten Bundespr\u00e4sidenten Christian Wulff ganze f\u00fcnf Minuten lang in ein angeregtes Gespr\u00e4ch verwickelt. Ob Marius K\u00fclp allerdings dem Debattieren auch in Zukunft treu bleiben und vielleicht im kommenden Jahr einen neuen Anlauf bei \u201eJugend debattiert\u201c wagen wird, ist offen. \u201eIch hoffe es jedenfalls, der Junge hat wirklich viel Potenzial\u201c, betont Bechtold.<\/p>\n<p><em>(Quelle: &#8222;Gelnh\u00e4user Neue Zeitung&#8220; vom 11.06.2011)<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Fast 50 000 Bewerber hinter sich gelassen Marius K\u00fclp verpasst knapp Endrundeneinzug beim Bundesfinale von \u201eJugend debattiert\u201c B e r l i n \/ G e l n h a u s e n (mk). 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