{"id":44896,"date":"2020-05-06T12:12:18","date_gmt":"2020-05-06T10:12:18","guid":{"rendered":"http:\/\/grimmels.de\/wordpress\/?p=44896"},"modified":"2020-05-06T12:12:18","modified_gmt":"2020-05-06T10:12:18","slug":"freiheit-und-menschenwuerde-am-beispiel-des-films-greenbook","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/grimmels.de\/wordpress\/freiheit-und-menschenwuerde-am-beispiel-des-films-greenbook\/","title":{"rendered":"Freiheit und Menschenw\u00fcrde am Beispiel des Films \u201eGreenbook\u201c"},"content":{"rendered":"<p><strong>Achte Klassen des Grimmels n\u00e4herten sich in Projektarbeit diesem wichtigen Thema<\/strong><\/p>\n<div id='gallery-1' class='gallery galleryid-44896 gallery-columns-2 gallery-size-medium'><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon portrait'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/grimmels.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/greenbook2.jpg'><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"218\" height=\"300\" src=\"https:\/\/grimmels.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/greenbook2-218x300.jpg\" class=\"attachment-medium size-medium\" alt=\"\" srcset=\"https:\/\/grimmels.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/greenbook2-218x300.jpg 218w, https:\/\/grimmels.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/greenbook2-109x150.jpg 109w, https:\/\/grimmels.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/greenbook2.jpg 744w\" sizes=\"(max-width: 218px) 100vw, 218px\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/div><\/figure><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon portrait'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/grimmels.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/greenbook1.jpg'><img decoding=\"async\" width=\"218\" height=\"300\" src=\"https:\/\/grimmels.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/greenbook1-218x300.jpg\" class=\"attachment-medium size-medium\" alt=\"\" srcset=\"https:\/\/grimmels.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/greenbook1-218x300.jpg 218w, https:\/\/grimmels.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/greenbook1-109x150.jpg 109w, https:\/\/grimmels.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/greenbook1.jpg 744w\" sizes=\"(max-width: 218px) 100vw, 218px\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/div><\/figure>\n\t\t<\/div>\n\n<p><em>In einer Zeit der sozialen Umbr\u00fcche, Vorurteile und wachsendem Populismus kann man sich nicht fr\u00fch genug mit dem Thema des Alltagsrassismus auseinandersetzen. Betrachtet man die Ereignisse des Jahres 2019, die nicht spurlos an der Sch\u00fclergemeinschaft vor\u00fcbergegangen sind, wie z.B. die \u00dcbergriffe in Chemnitz oder den Amoklauf in Halle, wird die Notwendigkeit einer Konfrontation umso dringlicher.<\/em><\/p>\n<p>Somit besch\u00e4ftigten sich die 8. Klassen im Februar, zu Beginn des zweiten Halbjahres, im Rahmen des Ethik-Unterrichts und der Sch\u00fclerinitiative \u201eSchule ohne Rassismus\u201c mit dem Projekt zum Thema \u201eFreiheit und Menschenw\u00fcrde am Beispiel des Films &#8222;Greenbook&#8220;. Dabei konnten sie sich im au\u00dferschulischen Kontext mit einem aktuellen Spielfilm dem Thema ann\u00e4hern.<\/p>\n<p>Im Laufe der Projektarbeit erschlossen sich die Sch\u00fcler*innen nicht nur den Gegenstand des Films, Rassismus in den USA der fr\u00fchen 60er Jahre, sondern konnten dar\u00fcber hinaus die Problematik der Protagonisten auf die Gegenwart \u00fcbertragen und kritisch reflektieren. Durch eine kreative und produktorientierte Phase konnten sie im Miteinander nicht nur ihre kooperative, sondern auch die Sozialkompetenz f\u00f6rdern.<\/p>\n<p>Beispiele f\u00fcr die erfolgreichen Resultate der beiden Lerngruppen findet Ihr\/finden Sie in den drei Rezensionen.<\/p>\n<p><em>Paulina Cruz und Ekaterina Leo<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Filmrezension zu \u201eGreen Book\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Der Film \u201eGreen Book-eine besondere Freundschaft\u201c, produziert von Peter Farrely, kam im Jahr 2018 erstmals in den USA in die Kinos, ab 2019 wurde er dann ebenfalls in Deutschland ausgestrahlt. Der Film ist ab 6 Jahren freigegeben und behandelt das Thema \u201eRassismus und Freundschaft\u201c in dem Genre \u201eDrama und Kom\u00f6die\u201c. Er stellt ebenfalls die Situation im Jahr 1962 in den S\u00fcdstaaten der USA dar, da zu diesem Zeitpunkt die Menschen dort sehr rassistisch waren und viele Vorurteile gegen\u00fcber dunkelh\u00e4utigen Menschen hatten. Ich habe den Film mit meiner Klasse im Kino gesehen und wir behandelten ihn zum Thema \u201eSchule ohne Rassismus\u201c. Es folgt der Inhalt des Films und danach werde ich meine Meinung dazu erl\u00e4utern.<\/p>\n<p>In dem Film geht es um Dr. Don Shirley, welcher ein sehr erfolgreicher Pianist ist und mit seinem Trio auf einer Reise durch die USA auf dem Weg in die S\u00fcdstaaten ist. Dazu fehlt ihm nur noch ein Fahrer, welcher ihn auf diesem Weg begleitet und die gesamten Auftritte organisiert. Tony Lip, ein Italo-Amerikaner, erf\u00e4hrt von dem Beruf und meldet sich bei ihm. Zu diesem Zeitpunkt wei\u00df er allerdings noch nicht, dass Dr. Don Shirley ein Dunkelh\u00e4utiger ist. Als er das erf\u00e4hrt, wei\u00df er, dass es zu Problemen kommen w\u00fcrde, aber dass es zu so gro\u00dfen Schwierigkeiten kommt, h\u00e4tte er allerdings nicht gedacht. Begeistert ist Tony allerdings nicht, dass sein Chef ein Dunkelh\u00e4utiger sein sollte, er selbst ist n\u00e4mlich ein Rassist und will erst gar nicht f\u00fcr ihn arbeiten, da seine Familie aber gro\u00dfe Geldprobleme hat und der Job gut bezahlt werden w\u00fcrde, willigt er ein. Ein ernstes Thema wird so mit Witzen und lustigen Szenen dargestellt. Der Film begleitet einen durch die Reise der beiden unterschiedlichen Menschen, die sich dann doch besser verstehen als man gedacht h\u00e4tte.<\/p>\n<p>Wenn man diesen Film schaut, wird es einem definitiv nicht langweilig, er ist spannend und abwechslungsreich gestaltet. Die einzelnen Szenen spielen mit den Gedanken und Gef\u00fchlen der Zuschauer. Am Anfang des Filmes gibt es eine Szene, in der Tonys Familie Besuch von zwei dunkelh\u00e4utigen Arbeitern hat. Als diese dann aus einem Glas getrunken haben und Tony die Gl\u00e4ser danach wegschmei\u00dft, denkt man, es sei schon sehr gemein und rassistisch. In dem Film gibt es dann leider noch weitere, viel schlimmere Situationen, in denen in diesem Fall Dr. Don Shirley gemein, ungerecht und rassistisch behandelt wird. In manchen Situationen denkt man sich wirklich, so kann kein Mensch sein, so gemein, unfair und verletzend gegen\u00fcber Don. Dass die Sachen, die gesagt oder gemacht werden, Don verletzt haben, wird im Laufe des Films sehr deutlich, er hat eine sehr kalte Ausstrahlung, sein Blick ist immer gleich, er lacht und l\u00e4chelt kaum, nur beim Bedanken nach einem Auftritt. Immer wenn er auf dem Klavier spielt, spielt er mit Gef\u00fchl und Emotionen, das wird deutlich durch seine Mimik und dadurch, wie fest er in die Tasten dr\u00fcckt und welche Melodie das Lied hat, welches er gerade spielt. Er l\u00e4sst jeden Abend eine Flasche Martini auf seinem Zimmer bereitstellen, welche er allein trinkt.<\/p>\n<p>Manche Szenen in dem Film sind traurig und schockieren einen, man ist dar\u00fcber emp\u00f6rt, wie grausam manche Menschen fr\u00fcher waren. Dr. Don Shirley darf nicht einmal auf die normale Toilette gehen, er muss in ein altes, vergammeltes, dreckiges Toilettenh\u00e4uschen aus Holz im Garten in der letzten Ecke gehen, daraufhin weigert er sich, dorthin zu gehen, und sagt, wenn er nicht normal zur Toilette gehen d\u00fcrfe, fahre er zur\u00fcck in seine Pension, welche mehr als 30 Minuten entfernt war, und gehe dort zur Toilette. Anstatt dass der Leiter der Veranstaltung ihn zur Toilette gehen l\u00e4sst, will er, dass er zu der Pension zur\u00fcck f\u00e4hrt und dort gehe.<\/p>\n<p>Tony und Don werden nachts auf den Stra\u00dfen angehalten, weil es verboten ist, dass dunkelh\u00e4utige Menschen nachts auf den Stra\u00dfen unterwegs sind. Weil Tony eines Abends auf der Stra\u00dfe einen Polizisten geschlagen hat, werden die beiden festgenommen, Don hat nicht einmal was getan und wird einfach nur \u201eaus Prinzip\u201c weggesperrt, weil er ein \u201eSchwarzer\u201c sei. Er hat bei einem seiner Auftritte nicht einmal eine Garderobe, stattdessen soll er sich in einer Besenkammer umziehen. In einem Laden will Don in Begleitung von Tony, der ihn nie alleine l\u00e4sst, einen Anzug anprobieren. Als der Verk\u00e4ufer allerdings sieht, ein \u201eSchwarzer\u201c sollte derjenige sein, der den Anzug tragen sollte, nimmt er den Anzug zur\u00fcck. All diese Sachen nimmt Don einfach so hin, er beschwert sich nie, l\u00e4chelt freundlich und bleibt immer h\u00f6flich. Er h\u00e4lt alles, was ihm gesagt wird, was ihm hinterhergerufen wird und was er erlebt, aus. Noch dazu kommt: Er darf nicht einmal in jedes Hotel, jede Bar, Restaurant oder \u00e4hnliches und das ist mit das Schlimmste.<\/p>\n<p>Dazu gibt es das \u201eGreen Book\u201c, eine Art Reisef\u00fchrer f\u00fcr das \u201eReisen mit Schwarzen\u201c, dort stehen alle Orte drauf, wo er \u00fcbernachten oder essen darf, und die Lage der Unterk\u00fcnfte, in denen er seine N\u00e4chte verbringt, sind nicht gerade sehr sauber und vornehm.<\/p>\n<p>Der Film regt einen selbst zum Nachdenken an, wie schrecklich das alles war und wie schlecht es dieser Person geht. In dem Film ist es allerdings nicht nur rassistisch und gemein, sondern auch gleichzeitig spannend, lustig und unterhaltsam. Spannung wird gr\u00f6\u00dftenteils mit Musik erzeugt, und durch die bestimmte Musik f\u00fchlt man auch gleichzeitig die Gef\u00fchle, die die Personen in den Szenen haben. Durch bestimmte Witze, wirkt der Film abwechslungsreich und am\u00fcsant. Spannung wird ebenfalls durch Situationen erzeugt, in denen jemand z.B. telefoniert und daraufhin etwas passiert, wobei man nicht einmal wei\u00df, was geschehen ist oder was gesagt wurde. Oder es geht um etwas, wo man etwas gewinnen oder verlieren kann, unterbricht seinen Satz, h\u00e4lt kurz inne und redet dann erst weiter. In diesem Moment denkt der Zuschauer nach und ist aufgeregt und gespannt, was als n\u00e4chstes passiert. Tony und Don lachen immer mehr zusammen und Tony zeigt Don immer mehr, wie man Spa\u00df hat, wie man Bl\u00f6dsinn macht und wie man sich am\u00fcsiert. Und Don bringt Tony bei, wie man sich vornehm benimmt und wie man sich besser ausdr\u00fccken kann. Beide \u201eerg\u00e4nzen\u201c sich gegenseitig und durch diese Methoden wird Tony immer klarer, dass die Vorurteile gegen\u00fcber Dunkelh\u00e4utigen nicht stimmen. Dadurch, dass Tony auch sieht, wie grausam manche Menschen sind, tut ihm Don leid und er versteht selbst nicht mehr, warum manche Menschen so schrecklich und gemein sind. Durch diese Art und Weise wird Tony zu einem sehr lieben Menschen, der sich auch mit dunkelh\u00e4utigen Menschen gut versteht. Im Laufe des Films sieht man, wie sich die Beziehung der beiden M\u00e4nner \u00e4ndert und wie sich Tony nach der Zeit auch richtig f\u00fcr Don einsetzt. Und nach ein<\/p>\n<p>paar Wochen in dem Film stellt sich Tony immer wieder die Frage, warum Don das alles auch noch macht und wie er das alles kann, immer alles einstecken und dann auch noch immer l\u00e4cheln zu k\u00f6nnen. Er sieht, dass Don eine sehr starke Person ist, und m\u00f6chte wissen, wie er das alles schafft. Darauf gibt es auch eine Antwort, Don m\u00f6chte mit all dem, was er tut, dass er Auftritte gibt, immer l\u00e4chelt und immer h\u00f6flich ist, bewirken, dass die Menschen ihre Meinung gegen\u00fcber Dunkelh\u00e4utigen \u00e4ndern. Er m\u00f6chte zeigen, dass es aufs Herz und den Charakter ankommt, dass das Aussehen und die Herkunft egal sind.<\/p>\n<p>Ich finde, in dem Film wird die Situation in den damaligen USA sehr gut und deutlich dargestellt und durch die Szenen, in denen Rassismus stark auftritt, wird einem auch gezeigt, dass jeder Mensch gleichbehandelt werden sollte und dass Aussehen und Nationalit\u00e4t keinen Einfluss auf etwas haben sollten. Und das ist auch das, was man aus dem Film lernt. Jeder Mensch ist gleich und sollte auch gleich behandelt werden. Man soll ebenfalls keine Vorurteile gegen\u00fcber Menschen haben, die man gar nicht kennt. Denn es gab ja auch die Vorurteile, dass alle \u201ewei\u00dfen\u201c Menschen gleich sind, dass alle die gleiche Meinung \u00fcber \u201eSchwarze\u201c haben. Aber das stimmt nicht und das stimmt auch genauso wenig andersrum. Die Schauspieler haben durch ihre Mimik und Ausstrahlung sehr gut dargestellt, dadurch wird auch alles sehr deutlich und klar.<\/p>\n<p>Ich w\u00fcrde den Film immer wieder jedem weiterempfehlen, man lernt daraus und einem wird einiges klar, au\u00dferdem ist er am\u00fcsant und unterhaltsam. Ich w\u00fcrde den Film ab 12 Jahren empfehlen, da man ab diesem Alter das Thema und all das verstehen und nachvollziehen kann. Nachdem man diesen Film geschaut hat, hat man auf jeden Fall nochmal eine andere Sichtweise auf das ganze Thema. Zum Gl\u00fcck gibt es diese ganzen Situation nicht mehr in der Realit\u00e4t, aber leider ist der Rassismus heutzutage noch sehr stark, noch zu stark. Er sollte \u00fcberall auf der ganzen Welt verschwinden. Denn man sollte nie vergessen, auch das sind Menschen wie wir.<\/p>\n<p><em>Filmrezension von Rike Rieth 8.2<\/em><\/p>\n<p><strong>Filmrezension ,,Green Book\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser, heute reden wir endlich \u00fcber ein spannendes Thema: Filme!&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/p>\n<p>Bestimmt ist euch unser gro\u00dfes Projekt ,,Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage\u201c aufgefallen, zu welchem sich viele Sch\u00fcler, Lehrer, Klassen und Kurse sehr engagiert zeigen, der Ethikkurs des 8. Jahrgengs nicht auszuschlie\u00dfen. Dieser war n\u00e4mlich im Kino (nat\u00fcrlich nur zu Gunsten des Projekts) und hat sich den Film ,,Green Book\u201c angeschaut.<\/p>\n<p>\u201eGreen Book\u201c ist ein Film, der 2018 in den USA gefilmt worden und am 31. Januar 2019 zum ersten Mal im Kino erschienen ist. Die Idee f\u00fcr den Film kam von Peter Farelly und seine Hauptdarsteller waren Mahershallah Ali als Dr. Don Shirley und Viggo Mortensen als Tony Lipp. Da der Film ab 6 Jahren ist, hoffen wir, unser Projekt auch an andere Schulen weitergeben zu k\u00f6nnen. Man kann nie genug \u00fcber das Thema reden, \u00fcber welches dieser Film handelt. Welches Thema, fragt ihr euch? Hier eine kurze Inhaltswiedergabe:<\/p>\n<p>Wie schon die oben genannten Namen zu deuten geben, handelt es sich hierbei nicht um geborene Amerikaner. Der Afroamerikaner Dr. Don Shirley ist ein unglaublicher Pianist, welcher unbedingt auf eine Reise in die S\u00fcdstaaten will, um seine Musik bekannter zu machen. Der Pianist kommt aber nicht drum herum, einen Fahrer f\u00fcr sich einstellen zu m\u00fcssen, Tony Lipp, einen Italo-Amerikaner. Don braucht einen hellh\u00e4utigen Fahrer, besonders f\u00fcr die S\u00fcdstaaten, der Film spielt n\u00e4mlich im Jahr 1962, als das Thema<\/p>\n<p>,,Rassismus\u201c \u00fcberall weit verbreitet war. Schlie\u00dflich begeben sich beide auf die Reise mit dem ,,Negro Motorist Green Book\u201c. Dies ist ein Buch, in welchem Restaurants, Hotels und vieles mehr aufgelistet sind, wo Dunkelh\u00e4utige willkommen sind. Die Reisenden fahren von Staat zu Staat und erleben lebensver\u00e4ndernde Szenen, von diskriminierenden Bleidigungen bis zu ruhigen Momenten, bei welchen beide ihre Zweisamkeit genie\u00dfen.<\/p>\n<p>Da ich euch die Geschichte nun etwas n\u00e4hergebracht habe, hoffe ich, dass ihr euch den Film anschauen werdet! Falls euch das Ganze nicht reicht, hier meine pers\u00f6nliche Meinung:<\/p>\n<p>Der Film wirft anregende Fragen auf und regt zum Nachdenken an. Nicht nur das, sondern man lernt auch dazu. Menschen, die nie mit Diskriminierung in Kontakt getreten sind, k\u00f6nnen sehen, in welcher Lage Dunkelh\u00e4utige waren und zum Teil immernoch sind. Sie k\u00f6nnen versuchen, etwas zu bewegen.&nbsp; Die Umsetzung war nahezu perfekt. Die Details, die immer wieder dazu kamen, waren sehr gut durchdacht. Zu Beginn war der Film zwar langweilig, da man keinen Kontext hatte und keine R\u00fcckgeschichte, auf die man zur\u00fcckgreifen konnte. Aber als sich beide Protagonisten gefunden hatten, stieg die Spannung immer mehr und blieb deutlich weit oben.<\/p>\n<p>Unglaublich unterhaltsam und mitrei\u00dfend war der Film. Die Schauspieler haben diesen Film lebendig gemacht; Don Shirley, der ruhige Mensch, dem nie der Kragen platzt und der alles wei\u00df, und Tony Lipp, welcher sich schon fast wie ein Kind benimmt mit seiner Art der Probleml\u00f6sung. Er braucht immer Dons Zurechtweisung, und so, auch wenn man es kaum glauben mag, sind die beiden ein perfektes Team.<\/p>\n<p>Zum Schluss m\u00f6chte ich den Film gerne weiterempfehlen. Rassismus ist auf jedem Kontinent ein Problem und alle Menschen, denen das Wohl anderer am Herzen liegt, k\u00f6nnten hierdurch vielleicht sogar Unterst\u00fctzung bekommen.<\/p>\n<p><em>&nbsp;<\/em><em>Emina Catic, Jahrgangsstufe 8<\/em><\/p>\n<p><strong>Filmrezension \u201eGreen book\u201c<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wenn er sich nicht grade mit Hotdog-Wettessen ein bisschen Geld dazu verdient, h\u00e4lt sich der Italo-Amerikaner Tony Vallelonga, auch Tony Lip genannt (Viggo Mortensen), zusammen mit seiner Familie durch seine Arbeit als T\u00fcrsteher in einem Club \u00fcber Wasser, jedoch hat dieser aufgrund von Renovierungsarbeiten geschlossen. Nun heuert Dr. Don Shirley (Mahershala Ali) den hellh\u00e4utigen f\u00fcr eine zwei monatige Tournee durch die S\u00fcdstaaten an. Zu seinem Pech ist der ,,Dr.\u201c ein schwarzer und eloquenter Jazzpianist aus einer etwas gehobeneren Schicht, wie er auch schon beim Vorstellunggespr\u00e4ch merkt, als er den schwarzen, in Schale geworfenen Pianisten auf einer Art Thron sieht, jedoch kann er das Angebot aufgrund der gro\u00dfz\u00fcgigen Bezahlung nicht ablehnen. Somit fahren ein Rassist und ein Dunkelh\u00e4utiger, gef\u00fchrt vom ,,Negro Motorist Green Book\u201c, in den 60er zusammen in einem mintgr\u00fcnen Cadillac durch den S\u00fcden der USA.<\/p>\n<p>Die Idee f\u00fcr das Drehbuch hatten Peter Farelley und Nick Vallelonga durch die wahre Geschichte des Vaters von Nick Vallelonga und des weltber\u00fchmten schwarzen Pianisten Dr. Don Shirley. Der im Jahre 2018 ver\u00f6ffentlichte Film kam endlich auch 2019 in die deutschen Kinos. Er brachte Peter Farelley drei \u201eGlobe Awards\u201c ein, unter anderem f\u00fcr die beste Nebenrolle, die Mahershala Ali abr\u00e4umte. Mit Green Book verschaffte Peter sich den Durchbruch. Auch Viggo Mortensen, der bekannt war f\u00fcr seine Rolle des Aragon aus \u201eHerr<\/p>\n<p>der Ringe\u201c, wurde zum erneuten Male nominiert, doch leider wie auch die letzten Male erfolglos. Der Familie des echten Don Shirley gefiel das Drehbuch nicht sonderlich, da der Film ein wenig verharmlosender die Realit\u00e4t darstelle, als es tats\u00e4chlich zu dieser Zeit gewesen sei, jedoch lie\u00df sich Farelley nicht davon abbringen und zeigte uns auf humorvolle und gleichzeitig gef\u00fchlvolle Art und Weise, wie es damals war und wie das Verh\u00e4ltnis der beiden war.<\/p>\n<p>Unterschiedlicher k\u00f6nnten die beiden M\u00e4nner kaum sein. Auf ihrer Reise m\u00fcssen die beiden recht viele H\u00fcrden \u00fcberwinden und den ein oder anderen Polizisten bestechen, um rechtzeitig zu den Auftritten zu kommen. Die zwei lernen sich schnell kennen trotz der Vorurteile, die Tony anfangs hat. Und auch ihre Essgewohnheiten tauschen die zwei aus. Nat\u00fcrlich ist es ein Klischee, dass zwei Menschen, die miteinander reden, relativ schnell merken, dass sie gar nicht mal so unterschiedlich sind. Trotzdem ist es r\u00fchrend zu sehen, wie sie einander inspirieren, und auch komisch, wie sie mit Vorurteilen zu k\u00e4mpfen haben und dennoch ihren Horizont gegenseitig erweitern. So bringt Tony dem eher klassisch lebenden Pianisten ein \u201eFried Chicken\u201c aus dem Pappbecher nahe, w\u00e4hrend der redegewandte Don ihm beim Verfassen von Briefen an die zu Hause gebliebene Frau hilft, damit sie etwas romantischer sind als \u201emanchmal erinnerst du mich an ein Haus\u2026\u201c. Auch am Ende stehen sie vor einer H\u00fcrde. Ob sie es schaffen? Wer wei\u00df \u2026<\/p>\n<p>Der Film regt an vielen Stellen zum Nachdenken an, da es eben als Schwarzer und Homosexueller ziemlich hart war damals und auch heute noch ist. Man hat Mitleid sowohl mit Don Shirley als auch, beim genaueren Betrachten, mit anderen dunkelh\u00e4utigen Menschen. Ich pers\u00f6nlich finde den Film sehr gut gemacht, da er sowohl zeigt, dass es egal ist, wie man aussieht, welche Sexualit\u00e4t man hat, noch woher man kommt, dass man trotzdem sehr gute Freunde werden kann, und er zeigt auch auf eine emotionale Art und<\/p>\n<p>Weise, wie sie sich f\u00fchlen, ganz besonders Don Shirleys Worte ber\u00fchrten mich dabei sehr. Der Film ist sehr unterhaltsam verfasst mit vielen Abwechslungen und auch mit sehr tiefgr\u00fcndigen Szenen, bei denen man auf jedes Detail achten muss. So wird es auch nicht langweilig w\u00e4hrend des Films.<\/p>\n<p>Die Schauspieler selbst wurden nahezu perfekt an die Rollen angepasst. Auch wenn Don anfangs recht arrogant und hochn\u00e4sig auftrat, verstand man schnell, wie er wirklich drauf war. Im Duo waren die zwei ein perfektes Team, wie Vater und Sohn, da Don Tony h\u00e4ufig ermahnen musste. Auch bei ernsteren Szenen kamen beide sehr glaubw\u00fcrdig r\u00fcber. Im Film selbst erzeugte man durch vielerlei Dinge Spannung, wie z.B. wenn eine Szene kam, bei der es nicht klar war, ob sie es schaffen oder nicht, wartete man recht lang auf das Ergebnis. Auch war dreimal eine Szene mit Polizisten und jedes Mal war es anders als<\/p>\n<p>davor und das komplette Gegenteil voneinander. Diese Konstruktionen gefielen mir recht gut. Die Musik war an den richtigen Stellen eingesetzt und regte oftmals zum Tanzen an. Von der Beleuchtung der einzelnen Szenen war es recht klischeehaft gestaltet. Bei negativen oder gar emotionalen Szenen dunkel und regnerisch und bei lustigen oder fr\u00f6hlichen Szenen Sonnenschein und pure Natur, Ich h\u00e4tte mir etwas mehr Abwechslung diesbez\u00fcglich gew\u00fcnscht, aber trotz allem ist es sehr genau und gut umgesetzt worden. Am Anfang war das Kost\u00fcm des Doktors recht \u00fcbertrieben dargestellt, was es aber auch im Endeffekt lustig machte.<\/p>\n<p>Die Geschichte ist somit gut getroffen und auch umgesetzt worden. An manchen Stellen war es etwas komisch und man verstand nicht genau, was grade passiert ist, das w\u00e4re aber auch einer der einzigen wirklichen Kritikpunkte. Ich w\u00fcrde den Film definitiv weiterempfehlen, aber nur Leuten, die mindestens 14 oder \u00e4lter sind, da es schon f\u00fcr uns recht anspruchsvoll war ab und zu. F\u00fcr J\u00fcngere k\u00f6nnte es deshalb ein wenig langweilig sein, f\u00fcr \u00c4ltere bestimmt perfekt. Ich denke aber, dass der Film grunds\u00e4tzlich eher \u00e4ltere Generationen ansprechen sollte.<\/p>\n<p><em>Lea Schmidt, Klasse 8.5<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Achte Klassen des Grimmels n\u00e4herten sich in Projektarbeit diesem wichtigen Thema In einer Zeit der sozialen Umbr\u00fcche, Vorurteile und wachsendem Populismus kann man sich nicht fr\u00fch genug mit dem Thema des Alltagsrassismus auseinandersetzen. 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