{"id":45113,"date":"2020-08-25T19:10:17","date_gmt":"2020-08-25T17:10:17","guid":{"rendered":"http:\/\/grimmels.de\/wordpress\/?p=45113"},"modified":"2020-08-25T19:10:17","modified_gmt":"2020-08-25T17:10:17","slug":"naturforschung-am-grimmels-die-zweite-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/grimmels.de\/wordpress\/naturforschung-am-grimmels-die-zweite-2\/","title":{"rendered":"Naturforschung am Grimmels \u2013 die Zweite!"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Ergebnisse der Projektrunde 2019\/20 zum \u201eUmweltmonitoring\u201c der Klassen 7 und Q2<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery alignleft columns-1 is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\"><ul class=\"blocks-gallery-grid\"><li class=\"blocks-gallery-item\"><figure><a href=\"https:\/\/grimmels.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/wildcat_2.jpg\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"739\" src=\"https:\/\/grimmels.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/wildcat_2.jpg\" alt=\"\" data-id=\"45114\" data-full-url=\"https:\/\/grimmels.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/wildcat_2.jpg\" data-link=\"https:\/\/grimmels.de\/wordpress\/?attachment_id=45114\" class=\"wp-image-45114\" srcset=\"https:\/\/grimmels.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/wildcat_2.jpg 1024w, https:\/\/grimmels.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/wildcat_2-300x217.jpg 300w, https:\/\/grimmels.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/wildcat_2-150x108.jpg 150w, https:\/\/grimmels.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/wildcat_2-768x554.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/figure><\/li><li class=\"blocks-gallery-item\"><figure><a href=\"https:\/\/grimmels.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/wildcat_1.jpg\"><img decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"742\" src=\"https:\/\/grimmels.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/wildcat_1.jpg\" alt=\"\" data-id=\"45115\" data-full-url=\"https:\/\/grimmels.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/wildcat_1.jpg\" data-link=\"https:\/\/grimmels.de\/wordpress\/?attachment_id=45115\" class=\"wp-image-45115\" srcset=\"https:\/\/grimmels.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/wildcat_1.jpg 1024w, https:\/\/grimmels.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/wildcat_1-300x217.jpg 300w, https:\/\/grimmels.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/wildcat_1-150x109.jpg 150w, https:\/\/grimmels.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/wildcat_1-768x557.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/figure><\/li><\/ul><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Am 17. und 21. Januar 2020 fanden zwei Projekttage zum Thema \u201eBiotop- und Artenschutz am Beispiel der&nbsp;<\/em><strong><em>Europ\u00e4ischen Wildkatze\u201c<\/em><\/strong><em>&nbsp;statt, zu deren Umsetzung Frau Susanne Schneider, Naturschutzmanagerin des BUND Hessen, zum wissenschaftlichen Austausch am Grimmelshausen-Gymnasium war. Dabei handelte es sich um die Projekt-Auftaktveranstaltung f\u00fcr die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler der 7. Klasse. In ihrem Vortrag ging es zun\u00e4chst um die Biologie der Wildkatze. <\/em><em>S<\/em>o erfuhren die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler mehr \u00fcber arttypische Verhaltensweisen, Abstammung, Habitatanspr\u00fcche, Vorkommen und Schutzstatus der Wildkatze. Dass die Wildkatze als \u201ebesonders gesch\u00fctzte Art\u201c auf der roten Liste erscheint, ist prim\u00e4r auf anthropogene Einfl\u00fcsse zur\u00fcckzuf\u00fchren. Noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde sie stark bejagt, was zur Ausrottung in vielen Teilen Deutschlands f\u00fchrte. Heute erschweren Stra\u00dfennetze, Ballungsr\u00e4ume, Bahntrassen und somit die sukzessive Zerschneidung von Lebensr\u00e4umen den Artbestand. Dass das Thema \u201eBiotop- und Artenschutz\u201c am Beispiel der Stellvertreterart Wildkatze zahlreiche Fragen der Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler aufwirft, lie\u00df sich im lebhaft gestalteten Expertengespr\u00e4ch mit Frau Schneider best\u00e4tigen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Neben dieser zun\u00e4chst theoretischen Einbettung bestand f\u00fcr die Jahrgangsstufe 7 sowie Q2 die M\u00f6glichkeit, freiwillig an zwei <strong>jahrgangs\u00fcbergreifenden Praxismodulen<\/strong> teilzunehmen, bei dem interessierte Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler von Januar bis M\u00e4rz 2020 Waldareale analysierten, selbst Biodiversit\u00e4tsforschung betrieben und so einen m\u00f6glichst authentischen Bezug zum Projekt herstellen konnten. Ob und inwiefern sich die Wildkatze ihren Lebensraum in und um Gelnhausen zur\u00fcckerobert hat, wurde hierbei mittels&nbsp;<em>Umweltmonitoring<\/em>&nbsp;\u00fcberpr\u00fcft. Die so heimliche und scheue Wildkatze kann mit Hilfe der sogenannten \u201eLockstock-Methode\u201c und Wildtierkameras nachgewiesen werden. Aufgabe der Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler war es, die aufgestellten Lockst\u00f6cke ca. einmal w\u00f6chentlich mit Baldrian zu pr\u00e4parieren (Wildkatzen reagieren auf diesen Duftstoff) und diese auf Fellproben zu kontrollieren. Ebenso konnte eine Projektgruppe eine Wildtierkamera installieren. Bei der Auswahl der vorgegebenen Waldareale arbeitet die Fachschaft Biologie mit den F\u00f6rstern Herr Schilling (Forstamt Jossgrund) sowie Herr Rippl (Forstamt Gelnhausen) und Naturschutzbeauftragten der Region zusammen. Im Verlauf der Module bestand ebenso die M\u00f6glichkeit, mehr \u00fcber den Beruf des F\u00f6rsters sowie <strong>Ausbildungs- und Studienoptionen<\/strong> in diesem Fachbereich zu erfahren. Miguel T., Sch\u00fcler des Biologie Leistungskurses Q3, absolvierte im Juni 2019 ein zweiw\u00f6chiges Praktikum bei Herrn Rippl und konnte von seinen positiven Erfahrungen berichten.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Insgesamt haben sich \u00fcber 50 Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler als \u201eLockstock-Paten\u201c angemeldet, denen an dieser Stelle noch einmal ein ganz herzliches Dankesch\u00f6n f\u00fcr ihr herausragendes und vor allem ausdauerndes Engagement f\u00fcr den Biotop- und Artenschutz gilt. Dar\u00fcber hinaus dokumentierten die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler -wie \u201eechte\u201c Wissenschaftler- ihre Proben und f\u00fchren zudem ein Forschertagebuch, in dem sie besondere Beobachtungen festhalten und sp\u00e4ter auswerten.&nbsp; Bei der Entnahme m\u00f6glicher Fellproben wird dabei ein hohes Ma\u00df an Pr\u00e4zision abverlangt, um die Proben f\u00fcr die DNA-Analysen zu konservieren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die anschlie\u00dfende genetische Analyse der Fellproben wurde in Kooperation mit dem <strong>Senckenberg Institut Gelnhausen<\/strong> in der Arbeitsgruppe&nbsp;<em>Naturschutzgenetik<\/em>&nbsp;von Dr. Carsten Nowak durchgef\u00fchrt. Dieser im MINT-Bereich etablierte Praxisbaustein zielt damit auch auf die Heranf\u00fchrung an naturwissenschaftliche Arbeitsweisen des Faches Biologie ab. Der Leistungskurs Biologie war am 12.02.20 zum wissenschaftlichen Austausch am Senckenberg Institut und konnte somit die Ergebnisse der Proben mitverfolgen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Auswertung der genetischen Analyse ergab, dass die Projektteilnehmerinnen und -teilnehmer insgesamt 19 Wildkatzenproben erfolgreich gesammelt haben. Besonders erfreulich ist hierbei, dass auch im Gelnh\u00e4user Stadtwald Artnachweise erbracht wurden. Auch sind im Rahmen des Sch\u00fclerprojekts erstmalig Aufnahmen von einer Wildkatze im Jossgrund gelungen. Die Ergebnisse zeigen, dass die von den Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler antizipierten methodischen Vorgehensweisen im naturwissenschaftlichen Erkenntnisweg erfolgreich waren. Nat\u00fcrlich hatte sich auch der ein oder andere Artgenosse am Lockstock verirrt, sodass auch Hauskatzen, Hunde und Wildschweine genetisch identifiziert wurden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dass die von den Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern des Grimmels angewandte Methode des Umweltmonitorings auch im Regenwald in Costa Rica Verwendung findet, zeigt sich anhand des seit M\u00e4rz 2019 bestehenden wissenschaftlichen Austauschs mit der <strong>Veragua Forschungsstation in Puerto Lim\u00f3n<\/strong>. Dabei informieren die Biologen vor Ort \u00fcber deren Methoden des Wildtiermonitorings und stehen den Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler f\u00fcr Fragen zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein Dankesch\u00f6n gilt an dieser Stelle allen Kooperationspartnern, die uns f\u00fcr die Fortsetzung des Projekts erneut mit Fachvortr\u00e4gen, Begleitung der Praxistage, Bereitstellung von Materialien usw. weiterhin tatkr\u00e4ftig unterst\u00fctzen: Frau Susanne Schneider (BUND Hessen), Herr Dr. Carsten Nowak (Senckenberg Institut Gelnhausen), Herr J\u00fcrgen Koch (Stadt Gelnhausen), Herr Matthias Schilling (F\u00f6rster Jossgrund), Herr Lukas Rippl (F\u00f6rster Gelnhausen). Ebenso gilt ein Dankesch\u00f6n den Fachlehrer\/innen der Biologie, die im Rahmen ihres Unterrichts und der Projektnachmittage die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler der Jahrgangsstufe 7 und Q2 beraten und betreuen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ergebnisse der Projektrunde 2019\/20 zum \u201eUmweltmonitoring\u201c der Klassen 7 und Q2 Am 17. und 21. Januar 2020 fanden zwei Projekttage zum Thema \u201eBiotop- und Artenschutz am Beispiel der&nbsp;Europ\u00e4ischen Wildkatze\u201c&nbsp;statt, zu deren Umsetzung Frau Susanne Schneider, Naturschutzmanagerin des BUND Hessen, zum wissenschaftlichen Austausch am Grimmelshausen-Gymnasium war. 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