{"id":46087,"date":"2021-03-24T18:49:10","date_gmt":"2021-03-24T17:49:10","guid":{"rendered":"http:\/\/grimmels.de\/wordpress\/?p=46087"},"modified":"2021-03-24T18:49:10","modified_gmt":"2021-03-24T17:49:10","slug":"lang-ersehnte-post-aus-england","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/grimmels.de\/wordpress\/lang-ersehnte-post-aus-england\/","title":{"rendered":"Lang ersehnte Post aus England"},"content":{"rendered":"<p><em>\u201eJuchhu, die Briefe sind da!\u201c, jubelt die Klasse 5.3, als ich den gro\u00dfen braunen Umschlag mit englischen Briefmarken \u00f6ffne. Was wie Kommunikation aus dem vergangenen Jahrhundert klingt, war der Beginn eines ganz modernen Kontaktes.<\/em><\/p>\n<div id='gallery-1' class='gallery galleryid-46087 gallery-columns-3 gallery-size-thumbnail'><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/grimmels.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/plymouth01.jpg'><img decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"100\" src=\"https:\/\/grimmels.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/plymouth01-150x100.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" srcset=\"https:\/\/grimmels.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/plymouth01-150x100.jpg 150w, https:\/\/grimmels.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/plymouth01-300x200.jpg 300w, https:\/\/grimmels.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/plymouth01-768x512.jpg 768w, https:\/\/grimmels.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/plymouth01.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/div><\/figure><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/grimmels.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/plymouth02.jpg'><img decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"100\" src=\"https:\/\/grimmels.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/plymouth02-150x100.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" srcset=\"https:\/\/grimmels.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/plymouth02-150x100.jpg 150w, https:\/\/grimmels.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/plymouth02-300x200.jpg 300w, https:\/\/grimmels.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/plymouth02-768x512.jpg 768w, https:\/\/grimmels.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/plymouth02.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/div><\/figure><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/grimmels.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/plymouth03.jpg'><img decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"100\" src=\"https:\/\/grimmels.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/plymouth03-150x100.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" srcset=\"https:\/\/grimmels.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/plymouth03-150x100.jpg 150w, https:\/\/grimmels.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/plymouth03-300x200.jpg 300w, https:\/\/grimmels.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/plymouth03-768x512.jpg 768w, https:\/\/grimmels.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/plymouth03.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/div><\/figure>\n\t\t<\/div>\n\n<p>In noch manchmal holprigem Deutsch konnten die 5.3-ler \u00fcber ihre englischen Briefpartner, auf Englisch \u201epenpals\u201c, lesen. Sorgsam hatte die englische Partnerlehrerin, eine vor 25 Jahren nach Plymouth emigrierte Franz\u00f6sin, die Paare ausgew\u00e4hlt. Denn zun\u00e4chst hatten die Kinder der 5.3 \u00fcber sich geschrieben und konnte die Lehrerin dort \u201ematchen\u201c. So bekamen die Kinder der 5.3 sehr passende Partner: die beispielsweise auch in gro\u00dfen Familien leben, auch Sport m\u00f6gen oder in ihrer Freizeit reiten. Zudem gab es als Pendant zum deutschen Brexit-Klassenfoto \u2013 lauter zusammenmontierte Einzelfotos \u2013 ein Klassenfoto der englischen Kinder in ihren Schuluniformen. Das l\u00f6ste, wie bei jeder neuen Kindergeneration, Erstaunen aus: M\u00fcssen die das wirklich anziehen?<\/p>\n<p><strong>IT-Kenntnisse ganz nebenbei<\/strong><\/p>\n<p>Im IKG-Unterricht konnte ich Computerkenntnisse mit dem Projekt verbinden. Word verwenden, Texte gestalten, Dateien speichern, all das klingt selbstverst\u00e4ndlich, aber muss gelernt werden. Genau wie Internetrecherche: Die Sch\u00fcler \u00f6ffneten vorgegebene Links zur Webseite des Plymouth College und zu Plymouth, sie luden Fotos herunter und f\u00fcgten sie in die Aufgaben ein. Und sie staunten: so eine sch\u00f6ne Stadt.<\/p>\n<p><strong>Die sichere Plattform eTwinning<\/strong><\/p>\n<p>Eigentlich war der Kontakt als rein virtueller Austausch gedacht, doch das Anmeldeprozedere bei der sicheren Plattform eTwinning zog sich \u00fcber Wochen, so dass eben klassische Briefe geschrieben wurden. Als der Kontakt \u00fcber eTwinning alle Pr\u00fcfungsphasen \u00fcberwunden hatte, tauschten die Kinder auf eigenen Webseiten f\u00fcr je zwei Kinder individuelle Weihnachtsgr\u00fc\u00dfe aus. Zudem nahmen einige deutsche Kinder zuhause sehr emotionale Weihnachtslieder auf, denn aufgrund der Pandemie durfte nicht gemeinsam gesungen werden. Einige kopierten ansprechende Weihnachtsgedichte und erstellten eine Sprachaufnahme, so dass ein sehr beeindruckendes Ensemble des deutschen Weihnachtsfestes f\u00fcr die Engl\u00e4nder entstand. Aus England kamen im Gegenzug kleine, sehr sympathische Videos mit pers\u00f6nlichen Gr\u00fc\u00dfen an alle Kinder und einem englischen gemeinsamen Weihnachtslied. Statt gemeinsamem Lied schickte die Klasse 5.3 eine kleine Kiste mit deutschen S\u00fc\u00dfigkeiten nach Plymouth, die einen Tag vor den Weihnachtsferien dort eintraf und wie erwartet f\u00fcr gro\u00dfe Begeisterung sorgte.<\/p>\n<p><strong>Ein gelungenes Experiment<\/strong><\/p>\n<p>Im Januar \u00f6ffnete ich die eTwinning-Seite und erfuhr, dass die englische Schule aufgrund des Brexits nicht mehr dort mitarbeiten konnte. Eine Warnung hatte es nicht gegeben. Gro\u00dfes R\u00e4tselraten auf beiden Seiten des Kanals folgte. Denn Aufgeben war f\u00fcr die Partnerlehrerin und mich keine Option. So holten sie und ich bei den Eltern eine Genehmigung ein und ein von uns zuvor mehrfach geprobtes Experiment begann: In England standen sich ein Laptop und ein PC gegen\u00fcber, auf dem einen das dort verwendete Google-System, auf dem anderen das hier verwendete Teams. Nach Minuten getaktet sprachen die Deutschen und die Engl\u00e4nder live mit ihren Penpals, mit Hilfe eines vorbereiteten Scripts. Die gibt es ja wirklich! war der \u00fcberraschte Tenor der Beteiligten. Und die sprechen Deutsch mit Akzent! Und die sind auch nicht perfekt!<\/p>\n<p><strong>Ideen ohne Ende<\/strong><\/p>\n<p>Damit das Projekt am Leben blieb, waren aber neue Idee notwendig, denn nach wie vor gab und gibt es keine Internetplattform, auf der sich die Kinder schreiben d\u00fcrfen. Deshalb tauschten sich die 5.3 und die zwei beteiligten Klassen in Plymouth anschlie\u00dfend, aktuelles Vokabular aus dem Englischbuch verwendend, \u00fcber ihre Familienstammb\u00e4ume, ihre Wohnungen oder H\u00e4user und ihr Lieblingsessen in Emails aus. Immer wurden beide Sprachen verwendet, damit beide Seiten auch perfekte muttersprachliche Texte erhalten.<\/p>\n<p>Die englische Kollegin und ich sammelten die Emails der Kinder ein, kopierten sie in eine lange und versendeten diese auf dem von den Eltern gestatteten Schulemailweg \u2013 und jeder verteilte die Mails wieder an die entsprechenden Empf\u00e4nger und Empf\u00e4ngerinnen. Das ist ausgesprochen umst\u00e4ndlich und zeitraubend und dauert f\u00fcr die Kinder eigentlich zu lange. Die 5.3 hatte zudem ihre Zimmer gemalt \u2013 kleine Kunstwerke entstanden so &#8211; und auch das wurde nach England geschickt. Und weil Sprachenlernen immer auch kreativ ist \u2013 und die Kollegin sprudelt nur so vor Ideen -, erstellten die deutschen Kinder Kreuzwortr\u00e4tsel in Englisch und Deutsch f\u00fcr ihre Partnerklasse, im Moment noch wartend auf die der Gegenseite. Der Verteilweg ist nach wie vor umst\u00e4ndlich und nicht zeitgem\u00e4\u00df, aber die Datenschutzgesetze zu Recht einhaltend.<\/p>\n<p><strong>Die Schule als beeindruckende Fotostrecke<\/strong><\/p>\n<p>Das Projekt geht weiter, der Kontakt soll unbedingt erhalten bleiben. Gerade fotografieren alle Klassen ihre jeweiligen Schulen, immer in Englisch und Deutsch beschreibend, was zu sehen ist. Das Geb\u00e4ude von au\u00dfen, Schauk\u00e4sten, der Klassenraum, Schulb\u00fccher und Schultaschen. So entsteht eine Galerie des Grimmels aus der Sicht von F\u00fcnftkl\u00e4sslern. Und es tauchen Fragen auf: Wie wird all das in Plymouth aussehen? Nebenbei lernen alle Beteiligten Copyright, denn nirgendwo darf ein Gesicht zu erkennen sein.<\/p>\n<p><strong>Tats\u00e4chlich live miteinander sprechen<\/strong><\/p>\n<p>England war im Lockdown, die Schule bis zum 8. M\u00e4rz geschlossen, sonst w\u00e4re der als Experiment begonnene Chat schon Routine. Doch ab Ende M\u00e4rz wird es einen wiederkehrenden Videotermin geben, montags von 16.45-18 Uhr, jeweils etwa 10 Minuten werden die Kinder im Wechsel mit ihrem Penpal sprechen k\u00f6nnen. Das ist die Zeit in England, wenn die dortigen Sch\u00fcler, die ganztags die Schule besuchen, (die Zeitverschiebung ist eine Stunde) darauf warten, nach Hause zu d\u00fcrfen. Unsere Jungen und M\u00e4dchen sind dann schon lange zuhause und werden ihre Partner und Partnerinnen sicher fragen, wie es ist (How does it feel?), jeden Tag so lange in die Schule zu gehen. \u201eInterkulturelle Kompetenz\u201c hei\u00dft so etwas im Curriculum, Neugier und Weltwissen in der Alltagssprache.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eJuchhu, die Briefe sind da!\u201c, jubelt die Klasse 5.3, als ich den gro\u00dfen braunen Umschlag mit englischen Briefmarken \u00f6ffne. Was wie Kommunikation aus dem vergangenen Jahrhundert klingt, war der Beginn eines ganz modernen Kontaktes. In noch manchmal holprigem Deutsch konnten die 5.3-ler \u00fcber ihre englischen Briefpartner, auf Englisch \u201epenpals\u201c, lesen. 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