{"id":56192,"date":"2023-10-05T16:32:14","date_gmt":"2023-10-05T14:32:14","guid":{"rendered":"https:\/\/grimmels.de\/wordpress\/?p=56192"},"modified":"2023-10-05T16:32:53","modified_gmt":"2023-10-05T14:32:53","slug":"graffiti-und-street-art","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/grimmels.de\/wordpress\/graffiti-und-street-art\/","title":{"rendered":"Graffiti und Street Art"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-large is-resized\"><a href=\"https:\/\/grimmels.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/streetart.jpg\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/grimmels.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/streetart-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-56193\" width=\"512\" height=\"384\" srcset=\"https:\/\/grimmels.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/streetart-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/grimmels.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/streetart-300x225.jpg 300w, https:\/\/grimmels.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/streetart-150x113.jpg 150w, https:\/\/grimmels.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/streetart-768x576.jpg 768w, https:\/\/grimmels.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/streetart-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/grimmels.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/streetart.jpg 1600w\" sizes=\"(max-width: 512px) 100vw, 512px\" \/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p><em>Kritzeleien an Hausw\u00e4nden sind schon seit 79 n. Chr. aus Pompeji bekannt. Die Parolen waren schon immer Anlass zu \u00c4rger und zu Verfolgung als Sachbesch\u00e4digung. Ihre Eigenarten sind das Diffamierende und <a>Anonyme<\/a> sowie der Anspruch auf eine Reviermarkierung. Seit den 1980-Jahren werden Jugendliche dazu verleitet, nachts mit Spraydosen an von vielen Menschen gesehene Orte zu ziehen, um ihre Komposition aus r\u00e4umlich erscheinenden Buchstaben oder ihre Namen auf W\u00e4nden und \u00f6ffentlichen Verkehrsmitteln zu hinterlassen. Leicht erreichbare und halb\u00f6ffentliche Orte an Betonw\u00e4nden und Geb\u00e4udefl\u00e4chen sind davon insbesondere betroffen.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Manche anonymen Street Artists wurden enttarnt und vor Gericht gestellt, da ihre Werke nicht als Kunst anerkannt wurden (z.B. Harald Naegeli), andere wurden von bekannten Galeristen unter Vertrag genommen, da ihre Werke doch als Kunst gesehen wurden (z.B. Keith Haring).<\/p>\n\n\n\n<p>Seit den 1990-Jahren tauchten als Nachfolger der Graffiti markant gesetzte Stra\u00dfenbilder auf, zum Beispiel gekachelte Computerm\u00e4nnchen (space invadors) oder ans Publikum gerichtete Botschaften, die dieses entz\u00fccken sollen. Die meisten Akteure dieser Art des Graffitis blieben anonym.<\/p>\n\n\n\n<p>So der Sonderfall Banksy, der zu poetischen Ausblicken verhalf und witzige Bilder, wie z.B. englische Polizisten in peinlichen Situationen, auf H\u00e4userw\u00e4nden platzierte. Manche seiner Kopien von bekannten Kunstwerken wurden mit ihren Banksy-typischen Merkmalen neben das Original ins Museum geh\u00e4ngt.<\/p>\n\n\n\n<p>Street Art wurde auch f\u00fcr Politische Zwecke und Propaganda verwendet. In manchen F\u00e4llen mit und in anderen ohne Auftrag eines Systems. <a><\/a><a href=\"#_msocom_1\">[MW1]<\/a>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong><u>Unser Projekt<\/u><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>In Zusammenarbeit mit der Stadt Gelnhausen durfte die 8.2 im Namen der Street Art einen Stromkasten gegen\u00fcber der Stadtb\u00fccherei und eine M\u00fcllklappe beim Philipp Reis Museum mit Graffiti bespr\u00fchen. Es wurden im Unterricht thematisch passende Schablonen angefertigt, die die B\u00fccherei und den Outdoor-Escape Room des Museums \u00fcber Zeitreisen und Philipp Reis veranschaulichen und Kreativit\u00e4t in triste Ecken bringen sollen. Bei dem Projekt gab es nat\u00fcrlich auch Schwierigkeiten, da jede Schablone ausf\u00fchrlich und genau gearbeitet werden musste und daf\u00fcr nicht viel Zeit blieb.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><u>Philipp Reis<\/u><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Johann Philipp Reis (1834 bis 1874) war ein deutscher Physiker und Erfinder. Er wurde in Gelnhausen, Kurf\u00fcrstentum Hessen, geboren.<\/p>\n\n\n\n<p>Philipp Reis hat das erste funktionierende Ger\u00e4t zur \u00dcbertragung von T\u00f6nen \u00fcber elektrische Leitungen und im Zuge dessen das erste Kontaktmikrophon, welches 1861 zum internationalen <em>Telephon<\/em> wurde, erfunden. Au\u00dferdem erfand er die <em>Rollschlittschuhe<\/em>, eine fr\u00fchere Form der Inlineskates.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Lina Hergenr\u00f6ther, 8.2<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Die \u00c4sthetik der \u201eStreet Art\u201c<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p><strong><em>Klasse 8.2 des Grimmels auf den Spuren von Philipp Reis<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><em>Die Klasse 8.2 des Grimmels begab sich im bemerkenswerten Stadtmuseum Gelnhausen am Obermarkt auf die Spuren des vision\u00e4ren Erfinders Philipp Reis und einer subversiven Kunstform, Street Art: Gemeinsam wurden, inspiriert durch eine umfangreiche Einf\u00fchrung von Simone Gr\u00fcnewald, Ideen gesammelt, Entw\u00fcrfe verworfen, neu\u00fcberlegt, gezeichnet und geschnitten. Die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler erkannten, dass Street Art einer sorgsamen Planung bedarf und Street Artists viel Zeit investieren m\u00fcssen, um eine verschl\u00fcsselte Botschaft \u00e4sthetisch transportieren zu k\u00f6nnen (vgl. Bericht von Lina Hergenr\u00f6ther).<\/em><em>&nbsp;<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Das gemeinsame Projekt fand unter der k\u00fcnstlerischen Leitung von Kunstlehrerin Ekaterina Leo und in Begleitung der Klassenlehrerin Tine Heinrich und Pia Hadwiger (FSJ Kultur) zu Beginn des neuen Schuljahrs seinen Abschluss und kann nun am Museum Gelnhausen bewundert werden. Dabei wurden die jungen K\u00fcnstlerinnen und K\u00fcnstler nicht nur von Simone Gr\u00fcnewald von der Stadt Gelnhausen mit leckeren Backwaren verk\u00f6stigt, sondern auch vom Gelnh\u00e4user B\u00fcrgermeister Daniel C. Gl\u00f6ckner mit viel Lob unterst\u00fctzt. Ein gelungener Abschluss zum Start ins neue Schuljahr\u2026\u202f&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><em>Ekaterina Leo<\/em><em>&nbsp;<\/em><em><\/em><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kritzeleien an Hausw\u00e4nden sind schon seit 79 n. Chr. aus Pompeji bekannt. Die Parolen waren schon immer Anlass zu \u00c4rger und zu Verfolgung als Sachbesch\u00e4digung. Ihre Eigenarten sind das Diffamierende und Anonyme sowie der Anspruch auf eine Reviermarkierung. 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