Schwalben für die Freiheit

Abi-Gottesdienst unter Corona-Bedingungen auf dem Schulhof des Grimmels

Am vergangenen Donnerstagabend war der sonst eher triste Schulhof des Grimmelshausen Gymnasiums Gelnhausen mit bunten Tüchern und Luftballons geschmückt. Denn trotz der besonderen Umstände konnten die diesjährigen Abiturientinnen und Abiturienten den Abi-Gottesdienst verwirklichen – natürlich mit Abstand!

Kaplan Lämmer und Pfarrer Schomburg führten die Anwesenden durch den Gottesdienst, welcher thematisch von der neu gewonnenen Freiheit handelte. Diese wird, wie zu Beginn im Anspiel deutlich wurde, von den Schüler*innen ganz unterschiedlich genutzt. Die verschiedenen Aspekte wurden in einer besonderen Liedpredigt erneut aufgefasst, in der Pfarrer Schomburg gemeinsam mit einigen Abiturientinnen und Abiturienten die Strophen des Liedes “Gegen den Wind will ich rennen” als Grundlage nutzte, um auf die vielfältigen Seiten der Freiheit aufmerksam zu machen. Während der Predigt wurde das Lied instrumental von einer Band, bestehend aus Klavier, Geige, Gitarre und Cajon, gespielt. Parallel dazu sprach Clara Aschenbach den Text der einzelnen Strophen und sorgte so, auch ohne Gesang, für eine ganz besondere Stimmung und viele Gänsehautmomente.

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Abitur in schwierigen Zeiten

In der Zeit vom 02. Juni bis 05. Juni 2020 fanden die mündlichen Abiturprüfungen am Grimmelshausen-Gymnasium in Gelnhausen statt. Die Schülerinnen und Schüler hatten neben den drei schriftlichen Prüfungen mindestens zwei mündliche Prüfungen abzulegen. Die von der Verordnung gegebene Möglichkeit, statt der zweiten mündlichen Prüfung eine Präsentation zu wählen, wurde von fünf Schülerinnen und Schülern wahrgenommen.

Im diesjährigen Abiturjahrgang ergaben sich durch die besondere Situation aufgrund der Corona-Pandemie einige Veränderungen. Da die Kursphase der Schülerinnen und Schüler bereits vorzeitig am 15. März endete, mussten zahlreiche Absprachen, Bekanntgabe von Terminen und Formalia auf schriftlichem oder digitalem Wege erfolgen.

Trotz dieser Umstände war das erklärte Ziel der Schulgemeinde, den Abiturientinnen und Abiturienten während der Vorbereitung und in den Prüfungen so viel Normalität und Stabilität wie möglich zu gewährleisten. Die ruhige Atmosphäre, unter der die Prüfungen abliefen, konnte hierzu beitragen.

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Luftballons, Lagerfeuer und der Koffer des Lebens

Abi-Gottesdienst des Grimmels in der Peterskirche

Vor dem Altar stand ein großer brauner Koffer. Aus diesem holten Karoline und Ramona zum Anspiel des Gottesdienstes verschiedene Gegenstände und Symbole. Alle standen in Verbindung mit ihrer Schulzeit und besonders mit den letzten beiden Jahren. In kurzen Szenen wurde an die entsprechenden Ereignisse erinnern, wobei auch immer wieder herzhaftes Lachen in der Peterskirche zu hören war. Durchaus ernsthaft und hintergründig wurde dann „aussortiert“ was weiter als Erinnerungen mitgenommen werden soll, oder was auch ganz bewusst am Ende der Schulzeit zurückgelassen werden soll. In einer Aktion wurden alle Abiturienten und die versammelte Gemeinde dazu eingeladen sich selbst zu überlegen, was aus den letzten Jahren als wertvolle Erinnerungen mitgenommen und was auch bewusst abgelegt und zurückgelassen werden soll. Dies konnte jeder auf Kärtchen schreiben und dann symbolisch in den Koffer vor dem Altar ablegen.

In seiner inhaltsstarken Predigt erklärte Kaplan Andre Lämmer, dass Jesus natürlich auch immer im Koffer des Lebens mit dabei sein will. Welche Bedeutung der Glaube im Leben haben kann, erklärte er mit Hilfe eines kleinen Luftballonwettbewerbs. Große Heiterkeit herrschte, als Kaplan Lemmer, Pfarrer Schomburg und Schulleiterin Ruf jeweils einen unaufgeblasenen Luftballon mit ihrer Handfläche in die Höhe befördern sollten. Dies gelang natürlich nur sehr schwerfällig. Die aufgepusteten Luftballons konnten alle drei natürlich viele Male mit der Handfläche in die Luft schlagen. „Der Glaube an Jesus ist wie die Luft in unseren Luftballons. Er will uns im Leben den Umgang mit vielen Situationen erleichtern“, so Kaplan Lemmer. Da dieser Abi-Jahrgang am Grimmels wegen der Umstellung von G8 auf G9 mit 41 Schülerinnen und Schülern ein sehr kleiner ist, konnte der Gottesdienst mit einer Besonderheit enden. Der Abschluss- und Segensteil des Gottesdienstes fand im Rosengarten draußen vor der Peterskirche statt. Hier war in einer Schale ein Lagerfeuer entzündet worden, um dass sich die Gemeinde nach dem Auszug aus der Kirche versammelte. In diesem Feuer wurden die im Gottesdienst beschrifteten Kärtchen verbrannt und so mit dem aufsteigenden Rauch symbolisch Gott übergeben und dann von den Zelebranten der Segen gespendet.

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