„Politischer Herbst“ am Grimmelshausen-Gymnasium

Stärkung der Demokratieerziehung

Seit dem Schuljahr 2019/20 wird am Grimmelshausen-Gymnasium das Projekt „Politischer Herbst“ durchgeführt (die GNZ berichtete), das auf die Stärkung der Demokratieerziehung abzielt und sich an einem Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 06.03.2009 i.d.F. vom 11.10.2018 orientiert, wonach Schule ein Ort sein muss, „an dem demokratische und menschenrechtliche Werte und Normen gelebt, vorgelebt und gelernt werden“. Initiiert wurde das Projekt vom Fachbereich II unter der Anleitung von Studiendirektor Peter Malz, der zusammen mit Studienrätin Christina Heuberger und Studienrat Mark Adrian auch diesmal für die Organisation verantwortlich zeichnet.

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Projekt zum Rassismus gegen Afroamerikaner

Von der Sklaverei bis zur Bürgerrechtsbewegung in den USA

Als Mitglied des Netzwerks „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ setzt sich das GGG aktiv gegen Rassismus ein. Dazu gehört auch, dass sich die Schüler*innen aktiv mit dem bestehenden Rassismus gegen bestimmte Gruppen beschäftigen. Aus gegebenem Anlass der „Black lives matter Debatte“, die zu Beginn des Jahres eine Menge Zuspruch erfuhr, haben sich zwei zehnte Klassen im Fach Geschichte in Zusammenarbeit mit ihrem Geschichtslehrer Herrn Rieth mit der Geschichte der Afroamerikaner auseinandergesetzt – von der Sklaverei bis zur Bürgerrechtsbewegung. Im Rahmen dieser Unterrichtseinheit fand am 28.09.20 eine Kooperation des GGG mit Professor Norbert Finzsch von der Universität zu Köln statt. Herr Finzsch ist em. Professor für Anglo-Amerikanische Geschichte und somit Experte auf dem Gebiet der Geschichte der Afroamerikaner. Die Schüler*innen bekamen so auch einen kleinen Vorgeschmack auf das kommende Universitätsleben: Nach einem kurzen Vortrag zur Thematik von Herrn Finzsch, konnten die Schüler*innen im Dialog mit ihm gezielte Fragen stellen, neue Themengebiete erarbeiten und die Motivation, sich genauer mit der Geschichte der Afroamerikaner beschäftigen zu wollen, nachvollziehen.

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„Politischer Herbst“ am Grimmelshausen-Gymnasium

Seit dem Schuljahr 2019/20 wird am Grimmelshausen-Gymnasium das Projekt „Politischer Herbst“ durchgeführt, das auf die Stärkung der Demokratieerziehung abzielt und sich an einem Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 06.03.2009 i.d.F. vom 11.10.2018 orientiert, wonach Schule ein Ort sein muss, „an dem demokratische und menschenrechtliche Werte und Normen gelebt, vorgelebt und gelernt werden“.

Der 100. Jahrestag der Konstituierung der Weimarer Republik und der Annahme der ersten praktizierten demokratischen Verfassung auf deutschem Boden, der 70. Jahrestag des Grundgesetzes und der 30. Jahrestag der friedlichen Revolution in der DDR im Jahr waren geeignete Anlässe, die herausragende Bedeutung der Erziehung zur Demokratie als Aufgabe schulischer Arbeit hervorzuheben und demokratisches Engagement im Rahmen schulischer Aktivitäten zu würdigen.
Diesbezüglich wurden von den Grund- und Leistungskursen Geschichte verschiedene, mediengestützte Präsentationen erarbeitet und auch Lerngruppen der Sekundarstufe I vorgestellt. Ziel war es, den Schülerinnen und Schülern vor Augen zu führen, dass die Entwicklung Deutschlands zu einem sozialen Rechtsstaat in ohne unsere demokratische Grundordnung und ohne die erfolgreiche friedliche Revolution in der DDR nicht möglich gewesen wäre. Demokratie ist folglich nicht selbstverständlich, sie musste in einem langen historischen Prozess errungen werden und sie muss auch heute vor neuen Gefahren wie dem Rechtsextremismus, dem religiösen Fundamentalismus und dem Linksextremismus bewahrt werden.
Erziehung zur Demokratie steht somit im Fokus des Unterrichtes, so dass die Schülerinnen und Schüler Vorzüge, Leistungen und Chancen der Demokratie erfahren und erkennen, dass demokratische Grundwerte wie Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität sowie Toleranz niemals in Frage gestellt werden dürfen.

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Politischer Herbst am Grimmels endet mit Ausstellung zum 20. Juli 1944

Seit September 2019 konnten sich viele Schülerinnen und Schüler über historische und politische Themen informieren. Dazu zählten u.a. die Vorträge von Professor Becker und Professor Heßelmann über Grimmelshausen und der 30-Jährige Krieg und Professor Hafeneger über den Umgang mit Rechtsextremismus an Schulen. Herr Feroz stellte in einem anschaulichem Vortrag die Kriegssituation durch und mit  Drohnen dar. Parallel dazu veranstalten die Schülerinnen und Schüler der Q3 Geschichtskurse ein Tagesveranstaltung zum Thema 100-70-30: 100 Jahre Weimarer Verfassung, 70 Jahre Grundgesetz und 30 Jahre Mauerfall. Hierbei war es den Geschichtskursen wichtig, einzelne historische Ereignisse vorzustellen und vor allem die demokratischen Grundwerte wie Presse- und Versammlungsfreiheit sowie die persönliche Freiheit hervorzuheben und andere Klassen dafür zu sensibilisieren.

Nun endete das Projekt am 19.11. 2019 mit dem Besuch von Dr. Smend und Dr. Tauber, die sehr eindrücklich über den 20. Juli 1944 referierten, eine Ausstellung zum Widerstand im Nationalsozialismus in Gebäude D eröffneten und mit der Schülerschaft über die katastrophalen Folgen von Nationalismus ins Gespräch kam. Dabei forderten sie die Zuhörer auf, selbst als einzelne/r aktiv zu werden, um populistischen Tendenzen in Schule und Gesellschaft entgegenzutreten  und rechtsextremes Gedankengut zu bekämpfen.

Die Ausstellung kann noch bis zum 12.12. im Gebäude D vor der Wissenschaftlichen Bibliothek besucht werden.

 

Peter Malz für den Fachbereich II

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Meinungsbildung und Demokratiegestaltung am Grimmels

 „Der große Krieg und die Erosion der Kultur“ – ein Vortrag für die Oberstufe

Am 3. September 2019 fand in der Aula unserer Schule ein Vortrag von Professor Dr. Siegfried Becker zum Thema  „Der große Krieg und die Erosion der Kultur“ statt, der auf Initiative von Matthias Dickert zustande gekommen war. Eingeladen waren die Schülerinnen und Schüler der E-Phase und des Q3-Kurses im Fach Geschichte.

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Ausflug des GK und LK Geschichte nach Weimar

Gedenkstätte KZ Buchenwald und Klassikerstadt Weimar – Stätten deutscher Geschichte

Vergangene Woche fand mit diesem Ziel ein eintägiger Lehrausflug des Geschichts-Leistungskurses unter der Leitung von Herrn Malz sowie einem der Grundkurse Geschichte von Frau Scheithauer statt. Zunächst ging es für die etwa 40 Schülerinnen und Schüler auf den Ettersberg, einen Berg etwa 10 Kilometer entfernt von Weimar. Hier ließ das NS-Regime 1937 das Konzentrationslager Buchenwald errichten, in dem bis 1945 mehr als 55.000 Menschen umgebracht wurden. Nach einer kurzen Einweisung durch Herrn Malz und Frau Scheithauer ging es in den heute als Mahn- und Gedenkstätte zum Teil umgebauten Bereich des KZs, in dem vor allem die noch erhaltenen Genickschussanlagen und das Krematorium den Schülerinnen und Schülern die Grauenhaftigkeit  dieses Lagers aufzeigte. Die bedrückende Stimmung setzte sich auch auf dem Gelände der ehemaligen Häftlingsbarracken fort, von denen eine noch erhalten ist. Nach freier Zeit zur Besichtigung der Dauerausstellung über das Lager setzte die Gruppe ihren Rundgang zu einer zweiten Ausstellung fort, die die Nutzung des Lagers vom russischen Geheimdienst NKWD für deutsche Gefangene nach 1945 thematisierte.

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Der Erste Weltkrieg so nah wie selten

Geschichtsleistungskurs Q2 des Grimmels erstellt Ausstellung für den gesamten Jahrgang

Am Dienstag, 12. März, lud der Leistungskurs Geschichte unter Leitung von Peter Malz den restlichen Jahrgang der zwölften Klasse zu einem Rundgang in die Aula ein, der verschiedene Präsentationen über den Ersten Weltkrieg bot. 90 Minuten lang referierten die Kursmitglieder, die sich im Vorfeld allein oder zu zweit auf ein spezielles Thema innerhalb des Krieges vorbereiten konnten und dabei sehr interessante Kurzvorträge über unterschiedlichste Themenbereiche erarbeitet hatten.

So ging es neben grundlegenden Dingen wie der Ausgangssituation und den Folgen für die am Krieg beteiligten Länder oder der Frage, ob der Erste Weltkrieg überhaupt ein „Weltkrieg“ gewesen sei, auch um das alltägliche Leben während des Krieges. Die Rolle der Frau wurde in einem Rollenspiel thematisiert, in dem zwei Schülerinnen wie Frauen vor 100 Jahren angezogen symbolisch Päckchen für ihre Männer an der Front packten. Auch das Leben in Gelnhausen wurde anhand eines Ehepaares und alten Fotografien nähergebracht. Weiterhin gab es Vorträge über Juden im Ersten Weltkrieg, den Einsatz und die Wirkungsweise der Propaganda und die „SMS Emden“, einem deutschen Kreuzer, der im Indischen Ozean zahlreiche Schiffe versenkte, dessen Kapitän aber dennoch als „gentleman of the war“ bekannt war. Militärisch wurde auch die Oberste Heeresleitung unter Erich Ludendorff und Paul von Hindenburg näher beleuchtet, ebenso wie die Gräueltaten im gesamten Krieg. Im Zentrum standen hier Themen wie der Einsatz und die Wirkung von Giftgas sowie die sogenannten „Kriegszitterer“, die eine Folge des jahrelangen Stellungskrieges waren. Aufnahmen aus dem Jahre 1918 boten erschütternde Einblicke in das Schicksal dieser Menschen.

Insgesamt zeigten sich sowohl alle Schüler des Grund- und Leistungskurses als auch alle teilnehmenden Lehrerinnen und Lehrer mit der Ausstellung sehr zufrieden. Alle Vorträge und Visualisierungen behandelten Themen, die normalerweise nicht direkt im Unterricht besprochen werden können, sodass die Besucher der Ausstellung nun über umfassende Kenntnisse über den Ersten Weltkrieg verfügen.

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Gelnhäuser Geschichte(n) zum Anfassen

Fachschaft Geschichte besucht das Zentrum für Regionalgeschichte in Gelnhausen

Einen ungewöhnlichen Ort für eine Fachkonferenz hat sich am vergangenen Donnerstag, 6.12. 2018, die Fachschaft Geschichte am Grimmelshausen-Gymnasium ausgesucht: Im Konferenzraum des Zentrums für Regionalgeschichte informierte sich die fünfzehnköpfige Gruppe um Fachsprecher Mark Adrian über die Möglichkeiten, Bild- und Schriftquellen von Gelnhäuser Familien aus unterschiedlichen Epochen in den Unterricht einzubauen. Die Fachbereichsleiterin des Zentrums, Christine Raedler, stellte nicht nur den organisatorischen Rahmen einer Exkursion dar, sondern informierte auch über geplante Ausstellungen zu lokalgeschichtlichen Themen. Dabei gab die ehemalige Grimmels-Schülerin anhand von verschiedenen historischen Bild- und Schriftdokumenten aus der Zeit des Ersten Weltkrieges Einblicke in die derzeitige Arbeit, die sich der Vorbereitung einer Ausstellung zu diesem Thema widmet.

Im Archiv erhielten die Historikerinnen und Historiker einen Eindruck von der Größe der Präsenzbibliothek: Seit 1976, als die „Heimatstelle“, der Vorläufer des heutigen Zentrums für Regionalgeschichte, gegründet wurde, haben etwa 30 000 Schriften den Weg in die zahlreichen Bücherwände gefunden. Diese sind in den vergangenen Jahren systematisch digitalisiert worden und können teilweise bereits online abgerufen werden.

„Es ist wichtig, dass unsere Schüler nicht nur Einblicke in die Weltgeschichte bekommen, sondern sich auch mit der Geschichte vor der eigenen Haustür kritisch auseinandersetzen!“, betonte Fachsprecher Mark Adrian die große Bedeutung eines solchen Bildungsangebotes. So soll in den nächsten Jahren die Zusammenarbeit zwischen dem Zentrum und dem Grimmels durch verschiedene Projekte, Ausstellungen und Exkursionen weiter intensiviert werden.

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Grimmels-Schüler unternehmen Exkursion in die Altstadt

Am Ende des letzten Schuljahres unternahm der Q2 Geschichtskurs mit seinem Lehrer Herrn Ludwig einen Unterrichtsgang in die Gelnhäuser Altstadt. Im Unterricht hatte sich der Kurs mit der Ausgrenzung, Verfolgung und Vernichtung der Juden durch den NS beschäftigt. Nun wollte man sich kundig machen, was damals in Gelnhausen passierte.

Frau Raedler, Leiterin des Zentrums für Regionalgeschichte des Main-Kinzig-Kreises, erwartete den Kurs an der ehemaligen Synagoge in der Poststraße (früher Judengasse) zu einer Führung an historischen Orten, welche die Ausgrenzung und Drangsalierung der Gelnhäuser Juden zur Zeit des Nationalsozialismus erzählen.

Die Schülerinnen und Schüler waren überrascht von der Geschichte der Synagoge, die den NS überstand, weil sie als Lagerraum genutzt wurde. Sie hörten davon, dass schon 1937 alle Juden Gelnhausen verlassen hatten, weil man sie nicht in Ruhe ließ, sie unter Druck setzte und ihnen nicht nur Hab und Gut nahm, sondern sie auch mit dem Tode bedrohte.

Auf das Schicksal der Juden und weiterer Verfolgter durch die Nationalsozialisten weisen die in der Stadt verlegten Stolpersteine hin. Frau Raedler schilderte anhand dieser das Leben von Menschen, die man verhaftete, verschleppte und schließlich ermordete.

Am Schluss der Exkursion wies Frau Raedler auf dem Schulhof der Augustaschule, dem Vorgänger der Grimmelshausenschule, auf das Schicksal jüdischer Schülerinnen und Schüler des Realgymnasiums hin, die die Schule verlassen mussten, weil sie Juden waren.

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