Ausflug des GK und LK Geschichte nach Weimar

Gedenkstätte KZ Buchenwald und Klassikerstadt Weimar – Stätten deutscher Geschichte

Vergangene Woche fand mit diesem Ziel ein eintägiger Lehrausflug des Geschichts-Leistungskurses unter der Leitung von Herrn Malz sowie einem der Grundkurse Geschichte von Frau Scheithauer statt. Zunächst ging es für die etwa 40 Schülerinnen und Schüler auf den Ettersberg, einen Berg etwa 10 Kilometer entfernt von Weimar. Hier ließ das NS-Regime 1937 das Konzentrationslager Buchenwald errichten, in dem bis 1945 mehr als 55.000 Menschen umgebracht wurden. Nach einer kurzen Einweisung durch Herrn Malz und Frau Scheithauer ging es in den heute als Mahn- und Gedenkstätte zum Teil umgebauten Bereich des KZs, in dem vor allem die noch erhaltenen Genickschussanlagen und das Krematorium den Schülerinnen und Schülern die Grauenhaftigkeit  dieses Lagers aufzeigte. Die bedrückende Stimmung setzte sich auch auf dem Gelände der ehemaligen Häftlingsbarracken fort, von denen eine noch erhalten ist. Nach freier Zeit zur Besichtigung der Dauerausstellung über das Lager setzte die Gruppe ihren Rundgang zu einer zweiten Ausstellung fort, die die Nutzung des Lagers vom russischen Geheimdienst NKWD für deutsche Gefangene nach 1945 thematisierte.

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Der Erste Weltkrieg so nah wie selten

Geschichtsleistungskurs Q2 des Grimmels erstellt Ausstellung für den gesamten Jahrgang

Am Dienstag, 12. März, lud der Leistungskurs Geschichte unter Leitung von Peter Malz den restlichen Jahrgang der zwölften Klasse zu einem Rundgang in die Aula ein, der verschiedene Präsentationen über den Ersten Weltkrieg bot. 90 Minuten lang referierten die Kursmitglieder, die sich im Vorfeld allein oder zu zweit auf ein spezielles Thema innerhalb des Krieges vorbereiten konnten und dabei sehr interessante Kurzvorträge über unterschiedlichste Themenbereiche erarbeitet hatten.

So ging es neben grundlegenden Dingen wie der Ausgangssituation und den Folgen für die am Krieg beteiligten Länder oder der Frage, ob der Erste Weltkrieg überhaupt ein „Weltkrieg“ gewesen sei, auch um das alltägliche Leben während des Krieges. Die Rolle der Frau wurde in einem Rollenspiel thematisiert, in dem zwei Schülerinnen wie Frauen vor 100 Jahren angezogen symbolisch Päckchen für ihre Männer an der Front packten. Auch das Leben in Gelnhausen wurde anhand eines Ehepaares und alten Fotografien nähergebracht. Weiterhin gab es Vorträge über Juden im Ersten Weltkrieg, den Einsatz und die Wirkungsweise der Propaganda und die „SMS Emden“, einem deutschen Kreuzer, der im Indischen Ozean zahlreiche Schiffe versenkte, dessen Kapitän aber dennoch als „gentleman of the war“ bekannt war. Militärisch wurde auch die Oberste Heeresleitung unter Erich Ludendorff und Paul von Hindenburg näher beleuchtet, ebenso wie die Gräueltaten im gesamten Krieg. Im Zentrum standen hier Themen wie der Einsatz und die Wirkung von Giftgas sowie die sogenannten „Kriegszitterer“, die eine Folge des jahrelangen Stellungskrieges waren. Aufnahmen aus dem Jahre 1918 boten erschütternde Einblicke in das Schicksal dieser Menschen.

Insgesamt zeigten sich sowohl alle Schüler des Grund- und Leistungskurses als auch alle teilnehmenden Lehrerinnen und Lehrer mit der Ausstellung sehr zufrieden. Alle Vorträge und Visualisierungen behandelten Themen, die normalerweise nicht direkt im Unterricht besprochen werden können, sodass die Besucher der Ausstellung nun über umfassende Kenntnisse über den Ersten Weltkrieg verfügen.

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Gelnhäuser Geschichte(n) zum Anfassen

Fachschaft Geschichte besucht das Zentrum für Regionalgeschichte in Gelnhausen

Einen ungewöhnlichen Ort für eine Fachkonferenz hat sich am vergangenen Donnerstag, 6.12. 2018, die Fachschaft Geschichte am Grimmelshausen-Gymnasium ausgesucht: Im Konferenzraum des Zentrums für Regionalgeschichte informierte sich die fünfzehnköpfige Gruppe um Fachsprecher Mark Adrian über die Möglichkeiten, Bild- und Schriftquellen von Gelnhäuser Familien aus unterschiedlichen Epochen in den Unterricht einzubauen. Die Fachbereichsleiterin des Zentrums, Christine Raedler, stellte nicht nur den organisatorischen Rahmen einer Exkursion dar, sondern informierte auch über geplante Ausstellungen zu lokalgeschichtlichen Themen. Dabei gab die ehemalige Grimmels-Schülerin anhand von verschiedenen historischen Bild- und Schriftdokumenten aus der Zeit des Ersten Weltkrieges Einblicke in die derzeitige Arbeit, die sich der Vorbereitung einer Ausstellung zu diesem Thema widmet.

Im Archiv erhielten die Historikerinnen und Historiker einen Eindruck von der Größe der Präsenzbibliothek: Seit 1976, als die „Heimatstelle“, der Vorläufer des heutigen Zentrums für Regionalgeschichte, gegründet wurde, haben etwa 30 000 Schriften den Weg in die zahlreichen Bücherwände gefunden. Diese sind in den vergangenen Jahren systematisch digitalisiert worden und können teilweise bereits online abgerufen werden.

„Es ist wichtig, dass unsere Schüler nicht nur Einblicke in die Weltgeschichte bekommen, sondern sich auch mit der Geschichte vor der eigenen Haustür kritisch auseinandersetzen!“, betonte Fachsprecher Mark Adrian die große Bedeutung eines solchen Bildungsangebotes. So soll in den nächsten Jahren die Zusammenarbeit zwischen dem Zentrum und dem Grimmels durch verschiedene Projekte, Ausstellungen und Exkursionen weiter intensiviert werden.

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Grimmels-Schüler unternehmen Exkursion in die Altstadt

Am Ende des letzten Schuljahres unternahm der Q2 Geschichtskurs mit seinem Lehrer Herrn Ludwig einen Unterrichtsgang in die Gelnhäuser Altstadt. Im Unterricht hatte sich der Kurs mit der Ausgrenzung, Verfolgung und Vernichtung der Juden durch den NS beschäftigt. Nun wollte man sich kundig machen, was damals in Gelnhausen passierte.

Frau Raedler, Leiterin des Zentrums für Regionalgeschichte des Main-Kinzig-Kreises, erwartete den Kurs an der ehemaligen Synagoge in der Poststraße (früher Judengasse) zu einer Führung an historischen Orten, welche die Ausgrenzung und Drangsalierung der Gelnhäuser Juden zur Zeit des Nationalsozialismus erzählen.

Die Schülerinnen und Schüler waren überrascht von der Geschichte der Synagoge, die den NS überstand, weil sie als Lagerraum genutzt wurde. Sie hörten davon, dass schon 1937 alle Juden Gelnhausen verlassen hatten, weil man sie nicht in Ruhe ließ, sie unter Druck setzte und ihnen nicht nur Hab und Gut nahm, sondern sie auch mit dem Tode bedrohte.

Auf das Schicksal der Juden und weiterer Verfolgter durch die Nationalsozialisten weisen die in der Stadt verlegten Stolpersteine hin. Frau Raedler schilderte anhand dieser das Leben von Menschen, die man verhaftete, verschleppte und schließlich ermordete.

Am Schluss der Exkursion wies Frau Raedler auf dem Schulhof der Augustaschule, dem Vorgänger der Grimmelshausenschule, auf das Schicksal jüdischer Schülerinnen und Schüler des Realgymnasiums hin, die die Schule verlassen mussten, weil sie Juden waren.

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Dem Kalten Krieg ganz nah – Ausflug zum Point Alpha

Eine spannende Zeitreise in die Vergangenheit des Kalten Kriegs – und das hautnah in unserer Heimat. Das erlebten die Schülerinnen und Schüler der Klassen 10.2 und 10.5 vergangenen Dienstag (19.6.2018) mit der Begleitung der Geschichtslehrerinnen Frau Heuberger und Frau Bischoff.

Die  Exkursion fand am Point Alpha nahe Geisa im Kreis Fulda statt – ein Ort, der vor 35 Jahren beinahe zum Ausgangspunkt eines globalen Atomkriegs wurde. Für uns ist das heute unvorstellbar – nur noch die Überreste des damaligen Grenzgebiets zwischen BRD und DDR (heute: zwischen Hessen und Thüringen) erinnern an Feindschaft und Gespaltenheit.

Nach einer langen, aber dennoch entspannten Anreise hatten die Schüler vor Ort die Möglichkeit, die Ausstellung im „Blauen Haus“ (dem „Haus an der Grenze“) selbst zu erkunden und viel über den damaligen Konflikt zwischen Kommunismus und Kapitalismus zu erfahren. Die Ausstellung ist sehr modern, übersichtlich und informativ gestaltet und mit Elementen wie Audioguides, Modellbauten und alten Waffenteilen ausgestattet, sodass diese sehr interessant und lebendig auf die Schüler wirkte.

Im Anschluss durften die Klassen einen ungewöhnlichen Einblick in die damaligen Lebensumstände im militärischen Grenzgebiet gewinnen – sie wurden von einer Mitarbeiterin der Gedenkstätte  entlang der 3m hohen Drahtzäune, damaligen Minenfelder und respekteinflößenden Wachtposten zum US-Camp geführt, in dem originale Panzern und Soldatenbunker zu besichtigen sind.

Am eindrücklichsten waren für alle die Schicksale und Erfahrungen der Menschen während des Kalten Kriegs – dort zum Teil sogar erzählt von Zeitzeugen erzählt..

Nach diesem Tag können wir Schüler den Point Alpha als Ausflugsziel weiterempfehlen – um die Hintergründe des Kalten Kriegs besser zu verstehen und den heutigen Frieden der damals beteiligten Staaten schätzen zu wissen.

Amira Büttner, Klasse 10.5

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Zeitreise zu den Römern

(von Karen Luft und Emilia Weß  Klasse 7.6)

Am Donnerstag, dem 16.11.2017 machten die Klassen 7.6  und 7.2 des Grimmelshausen Gymnasiums Gelnhausen einen Ausflug zur Saalburg. Wir wurden von einer dicken Schicht Nebel empfangen.

Um uns das Leben der Römer besser vorstellen zu können, hatten wir zuerst eine Führung durch die Saalburg, in der wir zum Beispiel erfuhren, dass die Römer Austern und Spargelreste in alten ausgetrockneten Brunnen entsorgten. Außerdem mussten sich die römischen Soldaten früher die Beine rasieren und Röcke tragen.

Beim Besuch der Wohnbaracken konnte die Klasse sich ein Bild davon machen, wie sich früher acht Soldaten ein Zimmer geteilt haben. Nach Ablauf ihrer Dienstzeit von fünfundzwanzig Jahren durften die Soldaten heiraten.

Nach der Führung ging es mit dem Aktivprogramm weiter. Die Klasse lernte, wie die Soldaten sich verteidigten und wie man eine „Schildkröte“, eine Formation der Soldaten, mit (Schutz-)Schildern baut. Mit verschiedenen lateinischen Begriffen wurden sie in zwei bis drei Reihen „dirigiert“. Über eine „Schildkröte“ sprangen auch manche Soldaten, um zu lernen, wie man über Hindernisse springt. Danach lernte die Klasse, wie man mit dem Speer umgeht. Um die Gegner einzuschüchtern, rannten wir mit lautem Geschrei los. 

Nachdem sich alle wieder aufgewärmt hatten, ging die Reise zurück nach Gelnhausen.

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Römer in Germanien – Geschichtsausflug des GGG

(von Niklas Kitzmann)

Am Donnerstag, dem 16.11.2017, machten die Klassen 7.2 und 7.6 des Grimmelshausen Gymnasiums Gelnhausen mit ihren Geschichtslehrerinnen Frau Bischoff und Frau Hartmann einen Ausflug zur Saalburg bei Bad Homburg. Da sie bereits im Geschichtsunterricht das Thema Römer angefangen hatten, waren alle schon auf die Führung und das Aktivprogramm gespannt.
Als die Schüler auf der Saalburg ankamen, herrschte eine gute Stimmung. Es war sehr nebelig und die Sicht sehr schlecht, aber gerade das gab dem Ganzen nochmal extra Spannung. Die Schüler konnten sich gut vorstellen, wie sich die Römer zu dieser Jahreszeit gefühlt haben mussten – bei beißender Kälte, mit dünnen Wollhemden bekleidet, draußen stehend und das Kastell bewachend.
Nachdem sich die beiden Klassen in zwei Gruppen aufgeteilt hatten, ging die Klasse 7.2 zuerst an der riesigen Mauer der Saalburg entlang und konnte sich wie Soldaten auf Wache fühlen. Danach fing das Aktivprogramm an, in dem die Schüler zu römischen Soldaten ausgebildet werden sollten.
Sie lernten, aus dem Laufen heraus den Speer in eine Sandgrube zu werfen, was gar nicht so leicht war. Außerdem übten sie die Schildkrötenformation zu bilden, eine Verteidigungsstrategie der Römer. Das war sehr anstrengend, da die vorderste Reihe das eigene Schild und das des Hintermannes tragen musste. Zudem wurden schnelle Befehle in lateinischer Sprache gerufen, auf die sofort reagiert werden musste. Trotz der Kälte hatte beides sehr viel Spaß gemacht und jeder Schüler wusste nun, wie hart ein Soldat in der römischen Armee zu arbeiten hatte.
Zum Aufwärmen sah die Klasse 7.2 einem informativen Kurzfilm über die Zeit, als die Römer den Limes bewachten. Der Limes war die Grenze zwischen dem Römischen Reich und Germanien, an der die Saalburg lag.

Im Anschluss begann eine Führung mit einer freundlichen und lustigen Frau. Die Schüler sahen die Schlafzimmer der Soldaten, in denen acht Mann und deren Ausrüstung untergebracht wurden, die große Versammlungshalle und den Hof.
Als Letztes besichtigten alle das Museum der Saalburg, in dem alte Speere, Schmuckstücke und vieles mehr vorhanden waren.

Der Ausflug war sehr spannend und alle Schüler waren der Meinung, diese Art des Geschichtsunterrichts könnte öfter stattfinden.

 

So meint z.B. Jil Röder:

 

Ausflug auf die Saalburg

Am 16. November 2017 fuhren die Klassen 7.2 und 7.6 des Grimmels mit ihren Geschichtslehrerinnen Frau Bischoff und Frau Hartmann auf die Saalburg. Das ehemalige Römerkastell liegt nördlich von Frankfurt direkt am Limes und diente insbesondere der Grenzsicherung. Neben Römern waren dort zum Großteil Germanen stationiert, die sich ein besseres Leben erhofften.

Einen Vormittag lang wurden die Grimmels dort zu römischen Legionären ausgebildet: Zuerst bekamen sie einen Einblick in das harte Training der Legionäre: Dies bestand aus  vielen harten Kraftarbeiten, die jedoch für die Schülerinnen und Schüler etwas vereinfacht wurden. Sie lernten, wie man mit Schilden umgeht, eine sogenannte Schildkrötenformation bildet, die damals unter anderem einen Schutz vor Beschuss bot, und im Gleichschritt marschiert. Außerdem erfuhren sie, wie schwierig es war, Wildschweine zu jagen. Dafür war extra eine kleine Sandfläche im Boden vorbereitet, in welche die Schülerinnen und Schüler im Vorbeilaufen mit ihren vereinfachten Speeren werfen mussten. Dies war jedoch nicht so leicht und die Schülerinnen und Schüler wären an diesem Morgen wohl leer ausgegangen 😉 . Anschließend hatten sie etwas Zeit sich bei einem Kurzfilm, über die Erweiterungen der Saalburg, aufzuwärmen. Am Ende wurde ihnen gezeigt, wie die Legionäre damals lebten, welche Kleidung sie trugen und wie ihre 8 Mannzimmer, in denen sie schliefen, lebten und kochten aussahen.

„Der Ausflug war sehr informativ, hat mit dem integrierten Aktivprogramm außerdem auch Spaß gemacht und durch das kalte Wetter und den Nebel konnte man sich sehr gut das Leben damals vorstellen“, so die Schülerinnen und Schüler.

Jil Röder Klasse 7.2

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Einblicke in die Welt der Kelten

Es ist Herbst, eine schöne Jahreszeit auf dem Glauberg – und – Keltenzeit am Grimmels, denn die sagenumwobenen Kelten sind Thema des Geschichtsunterrichts in der Jahrgangsstufe 5. So machten sich am 1.11.2017 die 26 Schülerinnen und Schüler der Klasse 5.6 mit ihren Lehrerinnen Frau Heinrich und Frau Bischoff mit dem Zug auf den Weg nach Glauberg, dabei konnten sie das neue Schülerticket nutzen und so bleiben sich die Kosten für den Ausflug überschaubar und der Aufstieg zum Museum konnte zu Fuß erlebt werden, so kam auch die Bewegung nicht zu kurz.

Was uns im Museum erwartete, war eine interessante Rallye und Archäologie zum Anfassen und Verstehen. Woran liegt es, dass Siedlungsreste oder aufgeschüttete Hohlräume auf Luftbildern anhand abweichender Farbschattierung erkennbar sind? Wie arbeiten Archäologen? Woran erkennt man ein weibliches bzw. männliches Skelett? Wie stellten die Kelten Brustpanzer her und wie stabil waren sie?

Begeistert haben und die filigranen und formschönen Schmuckstücke und Gefäße, die in den Gräbern gefunden wurden sowie die Originalität der Exponate. „Wie viel Wert ist die goldene Halskette?“, wollte einer der Schüler wissen. „Unbezahlbar“, so die Antwort der Expertin, „denn sie ist die einzige Kette dieser Art aus keltischer Zeit, die jemals gefunden wurde.“ Es war interessant, zu erfahren, wie anhand dieser Quellen, Rückschlüsse auf das Leben der Kelten gezogen werden können. Allerdings eröffnen Antworten wieder neue Fragen und so bleibt die Forschung spannend, zumal schriftliche Quellen aus keltischer Perspektive fehlen.

Nach eigenen Recherchen der Schülerinnen und Schülern zu eigenen Familiengeschichte, wo sie selbst mit unterschiedlichen Quellen gearbeitet haben, war es spannend, Forschungsmethoden kennenzulernen, die sich mit einer Zeit beschäftigen, aus der es weder mündliche noch schriftliche Quellen gibt.

Nach der Erkundung des Museums nahm die Klasse an einem Workshop zur experimentellen Archäologie teil. In drei Gruppen konnten die Schülerinnen und Schüler Wirkungsweise und Effizienz von Getreidemühlen aus unterschiedlichen historischen Epochen kennenlernen. Lernziel war eigentlich, eine zunehmende Effizienz zu erkennen. Aufgrund von Einstellungsprobleme an der zeitgenössischen Handmühle wurde das Ergebnis allerdings zum Teil verfälscht. Doch dies machte dann auch die zunehmende Störungsanfälligkeit moderner Verfahren deutlich.

Das Mehl (insgesamt ein gutes halbes Kilo), wird in der nächsten Woche im Geschichtsunterricht weiter verarbeitet zu einem Gebäck nach keltischem Rezept.

 

Christine Bischoff.

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Exkursion auf den Glauberg

Am Freitag, dem 18.11.2016, sind 51 Grimmels der Klassen 5.5 und 5.3 mit ihren Geschichtslehrern Frau Bischoff und Herr Wintermeyer und ihren Klassenlehrern Herr Höller und Herr Bürker auf den Glauberg gefahren, um die Geschichte der Kelten am historischen Ort zu erkunden.

Auf dem Glauberg lebten vor ca. 3000 Jahren die Kelten. Vor ca. 500 Jahren lebte dort ein berühmter Fürst, gleichermaßen weltlicher Fürst und Druide, dessen Statue den Höhepunkt der Sammlung „Keltenwelt am Glauberg“ bildet. Der Fund war eine Sensation, denn die Sandsteinfigur ist, bis auf die Füße, komplett erhalten und in einem einzigartig guten Zustand. Hinzu kommt, dass unter der Figur eine Grabkammer gefunden wurde, die Schmuckstücke und Waffen beinhaltete, die auf der Sandsteinfigur zu sehen sind. So kamen die Forscher zu dem Schluss, dass die Sandsteinfigur die Darstellung des Keltenfürsten vom Glauberg sein kann. Der Kopfschmuck erinnert an die keltische Wunderpflanze, die Mistel, und weist darauf hin, dass der Fürst möglicherweise auch ein Druide gewesen ist.
All diese Dinge konnten die Schüler in einer Rallye entdecken und erkunden, bevor sie im Rahmen einer Führung noch vertiefende Einblicke in die archäologische Forschung der Frühgeschichte bekamen. Wie erkennt man das Geschlecht eines Skeletts? Wie kann man das Alter herausfinden? Wie die Zeit, in der der Mensch gelebt hat?
Im Rahmen eines Workshops zum Thema experimentelle Archäologie wurden die Grimmels dann selbst aktiv und mahlten Mehl mit Mühlen aus der Altsteinzeit, der Zeit der Kelten und der Jetztzeit und verglichen die Ergebnisse.
Das zum Teil unter großen Mühen und Anstrengungen gemahlene Mehl nahmen wir mit in die Schule, um darauf keltisches Fladenbrot zu backen. Es schmeckte gut, wie Vollkorncrêpes. Naja, wir haben ein wenig geschummelt und statt eines im Feuer erhitzen Steines einen „Crêpemaker“ genutzt und auch Eier und Milch haben wir hinzugefügt. Hühner und Schafe hatten sie ja auch, die Kelten. Zimt haben wir noch darüber gestreut, da jetzt auch die Adventszeit beginnt. Bis zur nächsten Geschichtsstunde wollen wir herausfinden, woher Zimt eigentlich kommt und seit wann es dieses Gewürz bei uns überhaupt gibt.
Zum Abschluss auf dem Glauberg durften die Grimmels die gute Thermik dort nutzen, um Drachen steigen zu lassen.

(Christine Bischoff)

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