Grimmelshausen‐Gymnasium erneut Sieger bei Explore‐Science

Die siegreiche Mannschaft des Grimmelshausen‐Gymnasiums vor dem berühmten „Löwenzahn“ Wagen in Bremen: v.l. Physiklehrer Burkhard Lamm und die Erfinder Till Taubert, Victor Schneider, Erik Halterbeck, Dominic Fischer und Leon Harms mit den beiden Sieger‐Traktoren

Selbst konstruierter Kleintraktor zieht 300 Kilogramm

Seit 2012 nimmt der „Erfinder‐Club“ des Grimmelshausen Gymnasiums Gelnhausen an den Wettbewerben „Explore‐Science“ teil, einer alljährlichen Physik‐Großveranstaltung für
Schüler von Grundschulen bis Abschlussklassen von Gymnasien. Insgesamt konnten 5 Siege
und mehrere Treppchenplätze errungen werden, so im Mai diesen Jahres der 1. Platz beim Wettbewerb „Traktorpulling“ in Mannheim gegen fast 600 Konkurrenten . Ein auf ein A4 Blatt passender, selbst konstruierter Kleintraktor musste eine möglichst große Last ziehen, was dem Grimmels‐Traktor mit 150kg Zuglast überzeugend gelang.
Vor wenigen Tage fand der vergleichbare We bewerb in Bremen statt, und auch hier reiste
eine fünfköpfige Mannschaft aus Gelnhausen mit ihrem Physiklehrer Burkhard Lamm vom
Erfinder‐Club an. Diesmal befanden sich sowohl der überarbeitete Siegtraktor von Mannheim als auch eine verbesserte Konstrution im Gepäck.
Die Konkurrenz hatte nicht geschlafen und die Gelnhäuser Radkonstruktion kopiert , aber
gegen das „Gelbe Monster“ hatte niemand eine Chance: 300kg Last kann der Minitraktor,
der auf acht kleinen Sägeblättern fährt, über den Boden ziehen, eine kaum glaubliche
Leistung. Der zweite Traktor errang den vierten Platz, Grund genug für den
Organisationsleiter der Veranstaltung, Dr. Axel Carl, die besondere Arbeitsleistung des
Gelnhäuser Erfinderclubs bei der Siegerehrung zu betonen.

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Mathematikstipendium für Grimmels-Schüler Bela Schinke und Sebastian Weigand

Möglichkeit zur Teilnahme an der Modellierungswoche der TU Darmstadt im Herbst in Fuldatal

Bela Schinke und Sebastian Weigand haben sich durch die Teilnahme am Tag der Mathematik 2019 für ein Stipendium des Zentrums für Mathematik und der TU-Darmstadt qualifiziert. Durch ihre herausragenden Leistungen im Einzel- und Gruppenwettbewerb können sie im Rahmen einer Modellierungswoche mit 40 weiteren mathematikinteressierten Schülerinnen und Schülern an insgesamt vier Tagen mithilfe mathematischer Methoden knifflige Sachverhalte und Probleme aus den Bereichen Industrie, Wirtschaft und Technik lösen. In den Arbeitsgruppen werden ebenso Studenten der Mathematik und Lehrer mitarbeiten. Ferner stehen über den gesamten Zeitraum für jede Gruppe Betreuer unter der Leitung von Herrn Prof. Dr. Martin Kiehl von der TU Darmstadt bereit.

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Bundesrunde der Mathe – Olympiade in Chemnitz

Oliver Deutsch, Olympiadeklasse 8, Grimmelshausen-Gymnasium Gelnhausen (HE) (2. Schüler von rechts)

Christoph und Oliver Deutsch vom GGG auch bei der Bundesrunde erfolgreich

Chemnitz.  Von 12. bis zum 15. Mai fand in Chemnitz der Bundesentscheid der 58. Mathematik – Olympiade statt. Teilgenommen haben neben 200 anderen Schülern aus ganz Deutschland auch Christoph und Oliver Deutsch vom GGG. Am Ende waren beide äußerst zufrieden mit ihren Ergebnissen.

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Auszeichnung mit dem Karl-von-Frisch-Preis für Nahuel Fernandez

Grimmels-Schüler zählt zu den besten hessischen Abiturienten im Fach Biologie

Im Rahmen einer Überreichungsfeier an der Universität Marburg wurde Nahuel Fernandez, Schüler des Biologie-Leistungskurses Q4.3 von Frau Wöll, mit dem Karl-von-Frisch-Preis 2019 ausgezeichnet. Der VBIO (Verband Biologie, Biowissenschaften, Biomedizin) verleiht den besten hessischen Abiturientinnen und Abiturienten im Fach Biologie diese besondere Auszeichnung. Voraussetzung dafür sind über die gesamte Oberstufe hinweg überragende Leistungen sowie mindestens 14 oder 15 Notenpunkte im schriftlichen Abitur.

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Erfinderclub bei „Explore Science“

Zum achten Mal nahmen Schüler des Erfinderclubs an den Technik-Wettbewerben im Rahmen der alljährlichen Veranstaltung „Explore-Science“ teil. Diesmal traten die Gelnhäuser gegen knapp 200 U-Boot Bauer und sogar gegen 600 Traktor-Konstrukteure an.
Während das U-Boot, das selbsttätig untertauchen und nach 3 Minuten wieder auftauchen sollte, nach vier erfolgreichen Probeläufen im entscheidenden Wettkampfdurchgang seinen Dienst versagte, hatte der Traktor keine Probleme in die Endrunde zu kommen. Es ging darum, ein Kleinfahrzeug zu konstruieren, das auf ein A4 Blatt passt und eine möglichst hohe Last ziehen kann. Der Grimmelshausen Traktor schlug alle anderen um Längen. Auf Grund der hohen Teilnehmerzahl wurden jedoch der Zeitrahmen gesprengt und die letzten fünf verbliebenen Traktoren zu Siegern erklärt (Zuglast 50kg). Daraufhin gaben die Konstrukteure Dominic Fischer und Victor Schneider eine beeindruckende Vorstellung der  Leistung des Grimmels-Traktors: Das Fahrzeug wurde mit zusätzlich 35 kg beladen, ein  Schüler setzte sich auf die Zuglast und der Traktor bewegte mühelos die zusammen 140 kg vorwärts, eine Last, die keiner der anderen Traktoren auch nur ansatzweise bewegen konnte.
Nach einem Windrad und einem Wasserrad mit dem höchsten Wirkungsgrad , einem Geländefahrzeug mit der größten überwundenen Steigung, sorgte jetzt der Traktor mit der höchsten Zugleistung für den vierten Sieg seit 2012. Zusätzlich konnten noch zwei zweite Plätze in verschiedenen Wettbewerben und zwei Sonderpreise für Originalität (Tauchwal und Perpetuum Mobile) eingefahren werden. Die Grimmels-Erfinder sind zu einer festen  Größe bei „Explore Science“ geworden.

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Daniel Dubs Schulsieger im Wettbewerb Mathematik am Grimmelshausen-Gymnasium

Beim wie immer sehr anspruchsvollen Wettbewerb Mathematik der Einführungsphase der Gymnasialen Oberstufe, ausgerichtet vom Zentrum für Mathematik in Bensheim, nahmen fünf besonders engagierte Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs teil. Ein außergewöhnlich gutes Ergebnis erzielte Daniel Dubs aus der E01.

Er wurde souveräner Schulsieger und hat mehr als doppelt so viele Punkte wie der Zweitplatzierte. In einer kleinen Feierstunde wurde Daniel im Beisein von Schulleiterin Tina Ruf und Sebastian Bucher, der den Wettbewerb schon seit vielen Jahren betreut, geehrt, eine Urkunde und ein Geschenk wurden verliehen. 

Daniel, der insgesamt ein sehr guter Schüler ist, wählt nun die beiden Leistungsfächer Mathematik und Chemie, was sicherlich die künftigen Kursleiter dieser Fächer sehr freuen wird.

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Forschung aktuell: Praktikum am Georg-Speyer-Haus in Frankfurt am Main

Grimmels-Schüler sammeln wertvolles Wissen im Bereich der Krebstherapie

Biologie als Life Science hat sich in ihrem Fachgebiet „Genetik und Gentechnik“ zu einem anwendungsorientierten, wissenschaftlich innovativen und wirtschaftlich relevanten Arbeitsfeld entwickelt. Um Schülerinnen und Schülern der Biologie-Oberstufenkurse Einblicke in Forschungseinrichtungen und deren aktuellste Methoden zu gewähren, besuchen Biologie-Kurse des Grimmelshausen-Gymnasiums seit 2017 eine Schülervorlesungsreihe am Institut für Tumorbiologie und experimentelle Therapie, dem GEORG-SPEYER-Haus, in Frankfurt am Main.

Forschungsrelevante Fragestellungen im Hinblick auf die Ursache, Diagnose und Therapieansätze von Krebserkrankungen wurden bei der zuletzt besuchten Auftaktveranstaltung am 25.02.2019 thematisiert und im anschließenden wissenschaftlichen Austausch diskutiert. Eine Besonderheit dieses in der Fachschaft Biologie etablierten MINT-Bausteins ist die Möglichkeit, sich auf eine Praktikumsstelle am GSH zu bewerben. Bereits seit 2017 haben insgesamt 5 Schülerinnen und Schüler diese Zusatzqualifikation im MINT-Bereich erlangt. Für hessische Schulen stehen insgesamt nur 20 Praktikumsplätze zur Verfügung. Den Anstoß für die Bewerbung gab aus Sicht der Schüler der Besuch der Vorlesung zum Thema „Krebsentstehung und aktuelle Therapieansätze“. Das Interesse an den Forschungsthemen war geweckt und die Schülergruppe des Biologie-Grundkurses von Franziska Wöll beschlossen an der von Februar bis März stattfindenden Schülervorlesungsreihe teilzunehmen. Antonella Ilickovic (Q2.7), Bela Schinke (Q2.5) und Nils Hermann (Q2.7) haben sich hierzu montags um 17.00 Uhr in der Frankfurter Uniklinik bzw. im Georg-Speyer-Haus eingefunden und brachten sich anschließend engagiert in die Diskussionsrunden ein. Dass die Auseinandersetzung mit den über die Fachinhalte des Unterrichts hinausgehenden Themen zum Teil in Englischer Fachsprache war, störte sie nicht. Anknüpfend an die im Praktikum gesammelten Erfahrungen in den internationalen Arbeitsgruppen konnten Berufsmöglichkeiten nach einem Studium von MINT-Fächern erfahrbar gemacht werden. Im Biologieunterricht berichteten sie von ihren Tätigkeiten während des Laborpraktikums.

Wir gratulieren den Schülerinnen und Schülern zu ihrer erfolgreichen Bewerbung.

 

Heilungschancen von HIV

Am Montag, den 15. April, begann unser viertägiges Schülerpraktikum am Georg-Speyer-Haus in Frankfurt am Main. Schon am Freitag zuvor erschienen meine zwei Mitschüler und ich zu einer Vorbereitungspräsentation, die uns Aufschluss darüber gab, in welcher Arbeitsgruppe wir vier Tage lang unsere Eindrücke sammeln durften. Während Nils Hermann und Bela Schinke gemeinsam in einer Arbeitsgruppe arbeiten durften, kam ich in die Arbeitsgruppe von Frau Dr. Dietrich, dessen Schwerpunkt hauptsächlich auf HIV und mögliche Heilungschancen lag. Ich beschäftige mich mit drei anderen Mitschülern einer anderen Schule größtenteils mit dem Nachweis des Chemokinrezeptors 5 (CCR 5), der von HI- Viren in der frühen Infektionsphase benutzt wird, um die Infektion im Körper zu etablieren. Um diesen Nachweis durchführen zu können, wurden am ersten Tag Blutproben entnommen, darunter meine und die meiner drei Gruppenmitglieder aber auch die von vier freiwilligen Probanden, sodass wir die DNA aus acht Blutproben isolieren konnten. Mit dieser isolierten DNA wurde es uns ermöglicht eine PCR durchzuführen und es war wirklich spannend, dass theoretisch erarbeitete Wissen aus dem Unterricht auch einmal praktisch anwenden zu dürfen. Die entstandenen PCR- Fragmente überprüften wir letztendlich im Agarosegel und führten somit eine klassische Gelelektrophorese durch. Die Gelelektrophorese sollte uns Aufschluss darüber geben, ob es unter den Blutproben Fälle gibt, bei denen eine Abwesenheit des CCR 5 Rezeptors vorhanden ist. Sofern diese Abwesenheit heterozygotisch veranlagt ist, besteht zwar die Möglichkeit sich mit HIV zu infizieren, aber der Krankheitsverlauf ist wesentlich langsamer (viele Jahre symptomlos und geringe Viruslast), sodass solche Personen als „long-term non-progressors“ bezeichnet werden können. Die Häufigkeit für den heterozygoten CCR 5 Genotypen beträgt in der Bevölkerung rund 16%, die des homozygoten Genotyps sogar nur rund 1%. Zur großen Freude des GSH zeigten die Ergebnisse unserer Gelelektrophorese, dass unter allen acht Blutproben eine Person mit der heterozygoten Mutation und sogar eine mit der homozygoten vorhanden war. Das Vorhandensein eines Homozygoten, war tatsächlich das aller erste Mal im Georg-Speyer-Haus und erfreute besonders unsere AG-Leiterin Frau Dr. Dietrich, die eigentlich schon seit einem Jahr pensionierte ist und nur noch für das Schülerpraktikum ihre Arbeit verlängerte. Am Donnerstag den 18. April stellten alle Arbeitsgruppen am frühen Nachmittag ihre Ergebnisse vor und erzählten aus ihren eigenen Erfahrungen.

Alles in allem war das Schülerpraktikum eine tolle Erfahrung und es hat wirklich sehr viel Spaß gemacht all das Wissen aus dem Biologie Unterricht auch mal in der Praxis anwenden zu dürfen und einen echten Laboralltag mitzuerleben. Ich bin sehr dankbar für diese Erfahrung und würde es allen zukünftigen Schülern unserer Schule empfehlen.

(Antonella Ilickovic, Q2.7)

Forschungsfeld Leukämie

Gemeinsam mit zwei weiteren Schülern bekam ich vom 14.3. bis zum 18.3.2019 die Möglichkeit an einem Schülerpraktikum des Georg Speyer Instituts teilzunehmen. Wir wurden dabei an diverse molekularbiologische Verfahren herangeführt und erhielten durch die anwesenden Forscher*innen einen Einblick in aktuelle Forschungsthemen. Forschungsgebiet meiner Laborgruppe war beispielsweise Leukämie und der Einfluss diverser Rezeptoren und Genprodukte auf das Fortschreiten dieser, wobei Mäuse als Modell genutzt wurden. Besonders interessant war, dass wir obwohl wir nur Basistechniken kennenlernten, in die Forschungsarbeit eingebunden wurden. So durften wir beispielsweise Mäuse genotypisieren, d.h. auf Knockout/Wildtyp-Gene überprüfen. Dafür mussten wir zuerst die DNA aus Biopsien (bei uns Ohrstanzen) extrahieren, dann die für uns interessanten Gensequenzen mittels einer PCR (Polymerase-chain-reaktion) amplifizieren (vervielfältigen) und anschließend unser Ergebnis durch eine Gelelektrophorese (Auftrennung der DNA-Fragmente) visualisieren. Durch unsere Auswertung kann man die Knockout- von den Wildtyp-Mäusen unterscheiden und so weitere Experimente planen.

Wir haben auch ein ganz ähnliches Verfahren, den Western Blot, kennengelernt, um die Präsenz bestimmter Proteine zu untersuchen.

Natürlich haben wir noch viel mehr gemacht, was ich jetzt aber nicht alles im Detail ausführen werde. Ich hatte über die (fast) Woche das Gefühl einen authentischen Eindruck in den Alltag als Biologe zu bekommen und möchte mich deshalb auch nochmal beim Georg Speyer Haus dafür bedanken, dass sie mir so ein tolles Praktikum ermöglicht haben. Dieses war für mich nämlich sehr lehrreich und hat mich in meiner Berufsorientierung stark vorangebracht. Besonders bedanken möchte ich mich bei unserem Betreuer Michael, der sich viel Zeit für uns genommen hat und maßgeblich für meine positiven Erfahrungen verantwortlich war.

(Bela Schinke Q2.5)

 

Forschungsfeld Leukämie

Ich verbrachte mein Praktikum in der Forschungsgruppe von Prof. Dr. Daniela Krause, die sich hauptsächlich mit der Erforschung von AML (Akute myeloische Leukämie) beschäftigt. Hierbei handelt es sich um eine maligne Erkrankung des blutbildenden Systems, speziell dem Teil, verantwortlich für die Bildung von Granulozyten, Monozyten, Erythrozyten und Megakaryozyten. Mithilfe von Labormäusen, werden die unterschiedlichen Wirkungen von bestimmten Genen auf die Leukämieerkrankung getestet.

Hier setzte nun unser Praktikum an: Wir genotypisierten Mäuse, um ihre Allel-Kombinationen zu ermitteln, also ob sie homozygot Wildtyp, heterozygot oder homozygot „mutiert“ waren. Dies erfolgt über das Verdauen einer DNA-Probe, eine PCR und einer abschließenden Gelelektrophorese. Erst mit den genauen Informationen über die Erbinformationen, lassen sich die Mäuse sinnvoll in weitere Experimente einbinden. Des Weiteren analysierten wir Proteine mit dem Western Blot Verfahren, fertigten eine Maxi-Prep an und halfen beim Säubern, der für die Forschung essentiellen Mäuseknochen. Auch der Austausch innerhalb der internationalen Forschungsgruppe, eröffnete nochmal ganz neue Perspektiven und gab beispielsweise Einblicke in die Bildungswege anderer Länder.  

In den vier Tagen, habe ich einen sehr authentischen Eindruck eines Laboralltags bekommen und wurde direkt in anfallende Arbeit mit eingebunden. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht, aber mich auch in meiner Berufsorientierung bestärkt. An dieser Stelle noch einmal ein großes Dankeschön an das Georg-Speyer-Haus für diese Möglichkeit sowie an Michael Hauding, der uns über den Zeitraum betreute.  Insgesamt kann ich das Praktikum jedem weiterempfehlen, der die Forschung innerhalb einer Naturwissenschaft, als einen zukünftigen Beruf in Betracht zieht.

(Nils Herrmann Q2.7)

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„Auch kleine Veränderungen in unserem Verhalten können helfen!“

© Robert Marc Lehmann

Maya Helm (Q2) zum Vortrag des Meeresbiologen Marc Lehmann

Unsere Schule wurde am 14.05.19 von dem Meeresbiologen Robert Marc Lehmann besucht, um den siebten Klassen, sowie zwei Stunden später der Q2, einen interessanten Vortrag über seine Arbeit als Biologe, Forschungstaucher, Kameramann, Fotograf und Umweltschützer zu ermöglichen.

Trotz seines Spezialgebiets als Meeresbiologe ging es nicht nur um Meerestiere, sondern auch um beispielsweise ein Nashorn aus Indonesien oder Lehmanns Zusammenarbeit mit dem nicht weit von uns entfernten Senckenberg Institut zur Untersuchung eines hessischen Flusses.

Im Laufe des Vortrags gab es nicht nur Einblicke in die schönen Bereiche seiner vielfältigen Arbeit, sondern auch einen Blick auf seine Motivation als Umwelt- und Tierschützer.

Auf die Erzählung eines von Wilderern hingerichteten Nashorns, dessen Mörder ausschließlich am Horn interessiert waren, folgten Bilder von Haien, denen noch lebend die Flossen abgeschnitten wurden, die wiederum anschließend auf dem Schwarzmarkt landeten. Und auch Bilder von Orang Utans, deren Lebensraum für Palmölplantagen weichen musste und die zudem oft ihre Eltern beim Abbrennen oder Abholzen des Waldes verlieren, aber nicht ohne sie in der Wildnis überleben können.

Das Problem holte Robert Marc Lehmann anschließend mehr in unsere Nähe. Es wurden Fotos von Vögeln auf Helgoland gezeigt, die heutzutage ihre Nester aus Plastikmüll bauen, statt den üblichen Wasserpflanzen, und zum Teil ihre Jungen damit füttern.Viele der Vögel sterben.

Ein Thema, das uns selbst noch mehr betrifft, bezieht sich auf eingesperrte Tiere, wie z.B. im Zoo. Das Einsperren hat starke Einflüsse auf die Psyche der Tiere und führt zu einer unglaublich verkürzten Lebensdauer. Ein Beispiel dafür sind Haie, welche in der Natur 50 Jahre alt werden können, in Gefangenschaft allerdings meist nach ca. zwei Jahren sterben.

Ein noch näheres Problem bezieht sich auf die anfangs erwähnte Zusammenarbeit mit dem Senckenberg Institut. Es wurde der sauberste Fluss Hessens auf Artenvielfalt untersucht, doch statt den zu erwartenden bis zu 100 Arten wurden gerade einmal sechs unterschiedliche Arten gefunden.

Anschließend an den Vortrag erhielt der Bio LK der Q2 die Möglichkeit in einem Gespräch weitere Fragen zu stellen. Durch die bunte Mischung an Fragen erhielt der Kurs weitere Einblicke in das Thema Tierschutz und in das Leben von Robert Marc Lehmann. Dabei wurde auch deutlich, dass Lehmann zwar viel Schlimmes schon erlebt hat, doch dass sein Job, für den er lebt, auch aus vielen schönen Momenten besteht, zu denen unter anderem das Retten von Tieren gehört.

Als Abschluss machte der Meeresbiologe den Schülern noch einmal klar, dass selbst kleine Veränderungen in ihrem Verhalten den Tieren helfen können, was schon bei Apps anfangen kann, die einem zeigen, welche Lebensmittel artgerecht sind und vieles weiteres. Die von ihm genannten Apps sind: CodeCheck, ToxFox, Replace Plastic und Fischratgeber.

 

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AQUAmarin

Einblicke in die Erforschung mariner Ökosysteme durch Robert Marc Lehmann 

Die Fachschaft Biologie konnte für Dienstag, 14.05.19, den Naturforscher, Meeresbiologen, Forschungstaucher und Fotografen Robert Marc Lehmann für einen Expertenvortrag zum Thema „Ökosystem Meer“ gewinnen. Er hat zuletzt mit dem Hessischen Rundfunk die Dokumentation „Expedition Senckenberg“ gedreht und war im Sommer 2017 für Aufnahmen am limnologischen Institut Senckenberg in Gelnhausen tätig. Anliegen dieses Vortrags ist u.a. die Auseinandersetzung mit der zunehmenden Verschmutzung der Weltmeere und des Biodiversitätsverlusts. Weiterhin stellt der Vortrag eine Vertiefung der unterrichtlichen Arbeit im Kurshalbjahr „Ökologie“ und einen Einblick in Forschungsarbeiten dar. Durch die Möglichkeit zur Einbindung externer Wissenschaftler wie Robert Marc Lehmann in den Schulalltag bietet sich die Chance, einen ergänzenden Baustein im Gesamtkonzept einer „MINT-freundlichen“ Schule zu etablieren. Auch die aktuellen Klimaschutzaktionen unserer Schülerinnen und Schüler sollten mit diesem Projekt unterstützt werden, indem u.a. Konsequenzen der Ozeanerwärmung als ein Indikator des Klimawandels thematisiert wurden.

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