Auszeichnung mit dem Karl-von-Frisch-Preis für Nahuel Fernandez

Grimmels-Schüler zählt zu den besten hessischen Abiturienten im Fach Biologie

Im Rahmen einer Überreichungsfeier an der Universität Marburg wurde Nahuel Fernandez, Schüler des Biologie-Leistungskurses Q4.3 von Frau Wöll, mit dem Karl-von-Frisch-Preis 2019 ausgezeichnet. Der VBIO (Verband Biologie, Biowissenschaften, Biomedizin) verleiht den besten hessischen Abiturientinnen und Abiturienten im Fach Biologie diese besondere Auszeichnung. Voraussetzung dafür sind über die gesamte Oberstufe hinweg überragende Leistungen sowie mindestens 14 oder 15 Notenpunkte im schriftlichen Abitur.

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Forschung aktuell: Praktikum am Georg-Speyer-Haus in Frankfurt am Main

Grimmels-Schüler sammeln wertvolles Wissen im Bereich der Krebstherapie

Biologie als Life Science hat sich in ihrem Fachgebiet „Genetik und Gentechnik“ zu einem anwendungsorientierten, wissenschaftlich innovativen und wirtschaftlich relevanten Arbeitsfeld entwickelt. Um Schülerinnen und Schülern der Biologie-Oberstufenkurse Einblicke in Forschungseinrichtungen und deren aktuellste Methoden zu gewähren, besuchen Biologie-Kurse des Grimmelshausen-Gymnasiums seit 2017 eine Schülervorlesungsreihe am Institut für Tumorbiologie und experimentelle Therapie, dem GEORG-SPEYER-Haus, in Frankfurt am Main.

Forschungsrelevante Fragestellungen im Hinblick auf die Ursache, Diagnose und Therapieansätze von Krebserkrankungen wurden bei der zuletzt besuchten Auftaktveranstaltung am 25.02.2019 thematisiert und im anschließenden wissenschaftlichen Austausch diskutiert. Eine Besonderheit dieses in der Fachschaft Biologie etablierten MINT-Bausteins ist die Möglichkeit, sich auf eine Praktikumsstelle am GSH zu bewerben. Bereits seit 2017 haben insgesamt 5 Schülerinnen und Schüler diese Zusatzqualifikation im MINT-Bereich erlangt. Für hessische Schulen stehen insgesamt nur 20 Praktikumsplätze zur Verfügung. Den Anstoß für die Bewerbung gab aus Sicht der Schüler der Besuch der Vorlesung zum Thema „Krebsentstehung und aktuelle Therapieansätze“. Das Interesse an den Forschungsthemen war geweckt und die Schülergruppe des Biologie-Grundkurses von Franziska Wöll beschlossen an der von Februar bis März stattfindenden Schülervorlesungsreihe teilzunehmen. Antonella Ilickovic (Q2.7), Bela Schinke (Q2.5) und Nils Hermann (Q2.7) haben sich hierzu montags um 17.00 Uhr in der Frankfurter Uniklinik bzw. im Georg-Speyer-Haus eingefunden und brachten sich anschließend engagiert in die Diskussionsrunden ein. Dass die Auseinandersetzung mit den über die Fachinhalte des Unterrichts hinausgehenden Themen zum Teil in Englischer Fachsprache war, störte sie nicht. Anknüpfend an die im Praktikum gesammelten Erfahrungen in den internationalen Arbeitsgruppen konnten Berufsmöglichkeiten nach einem Studium von MINT-Fächern erfahrbar gemacht werden. Im Biologieunterricht berichteten sie von ihren Tätigkeiten während des Laborpraktikums.

Wir gratulieren den Schülerinnen und Schülern zu ihrer erfolgreichen Bewerbung.

 

Heilungschancen von HIV

Am Montag, den 15. April, begann unser viertägiges Schülerpraktikum am Georg-Speyer-Haus in Frankfurt am Main. Schon am Freitag zuvor erschienen meine zwei Mitschüler und ich zu einer Vorbereitungspräsentation, die uns Aufschluss darüber gab, in welcher Arbeitsgruppe wir vier Tage lang unsere Eindrücke sammeln durften. Während Nils Hermann und Bela Schinke gemeinsam in einer Arbeitsgruppe arbeiten durften, kam ich in die Arbeitsgruppe von Frau Dr. Dietrich, dessen Schwerpunkt hauptsächlich auf HIV und mögliche Heilungschancen lag. Ich beschäftige mich mit drei anderen Mitschülern einer anderen Schule größtenteils mit dem Nachweis des Chemokinrezeptors 5 (CCR 5), der von HI- Viren in der frühen Infektionsphase benutzt wird, um die Infektion im Körper zu etablieren. Um diesen Nachweis durchführen zu können, wurden am ersten Tag Blutproben entnommen, darunter meine und die meiner drei Gruppenmitglieder aber auch die von vier freiwilligen Probanden, sodass wir die DNA aus acht Blutproben isolieren konnten. Mit dieser isolierten DNA wurde es uns ermöglicht eine PCR durchzuführen und es war wirklich spannend, dass theoretisch erarbeitete Wissen aus dem Unterricht auch einmal praktisch anwenden zu dürfen. Die entstandenen PCR- Fragmente überprüften wir letztendlich im Agarosegel und führten somit eine klassische Gelelektrophorese durch. Die Gelelektrophorese sollte uns Aufschluss darüber geben, ob es unter den Blutproben Fälle gibt, bei denen eine Abwesenheit des CCR 5 Rezeptors vorhanden ist. Sofern diese Abwesenheit heterozygotisch veranlagt ist, besteht zwar die Möglichkeit sich mit HIV zu infizieren, aber der Krankheitsverlauf ist wesentlich langsamer (viele Jahre symptomlos und geringe Viruslast), sodass solche Personen als „long-term non-progressors“ bezeichnet werden können. Die Häufigkeit für den heterozygoten CCR 5 Genotypen beträgt in der Bevölkerung rund 16%, die des homozygoten Genotyps sogar nur rund 1%. Zur großen Freude des GSH zeigten die Ergebnisse unserer Gelelektrophorese, dass unter allen acht Blutproben eine Person mit der heterozygoten Mutation und sogar eine mit der homozygoten vorhanden war. Das Vorhandensein eines Homozygoten, war tatsächlich das aller erste Mal im Georg-Speyer-Haus und erfreute besonders unsere AG-Leiterin Frau Dr. Dietrich, die eigentlich schon seit einem Jahr pensionierte ist und nur noch für das Schülerpraktikum ihre Arbeit verlängerte. Am Donnerstag den 18. April stellten alle Arbeitsgruppen am frühen Nachmittag ihre Ergebnisse vor und erzählten aus ihren eigenen Erfahrungen.

Alles in allem war das Schülerpraktikum eine tolle Erfahrung und es hat wirklich sehr viel Spaß gemacht all das Wissen aus dem Biologie Unterricht auch mal in der Praxis anwenden zu dürfen und einen echten Laboralltag mitzuerleben. Ich bin sehr dankbar für diese Erfahrung und würde es allen zukünftigen Schülern unserer Schule empfehlen.

(Antonella Ilickovic, Q2.7)

Forschungsfeld Leukämie

Gemeinsam mit zwei weiteren Schülern bekam ich vom 14.3. bis zum 18.3.2019 die Möglichkeit an einem Schülerpraktikum des Georg Speyer Instituts teilzunehmen. Wir wurden dabei an diverse molekularbiologische Verfahren herangeführt und erhielten durch die anwesenden Forscher*innen einen Einblick in aktuelle Forschungsthemen. Forschungsgebiet meiner Laborgruppe war beispielsweise Leukämie und der Einfluss diverser Rezeptoren und Genprodukte auf das Fortschreiten dieser, wobei Mäuse als Modell genutzt wurden. Besonders interessant war, dass wir obwohl wir nur Basistechniken kennenlernten, in die Forschungsarbeit eingebunden wurden. So durften wir beispielsweise Mäuse genotypisieren, d.h. auf Knockout/Wildtyp-Gene überprüfen. Dafür mussten wir zuerst die DNA aus Biopsien (bei uns Ohrstanzen) extrahieren, dann die für uns interessanten Gensequenzen mittels einer PCR (Polymerase-chain-reaktion) amplifizieren (vervielfältigen) und anschließend unser Ergebnis durch eine Gelelektrophorese (Auftrennung der DNA-Fragmente) visualisieren. Durch unsere Auswertung kann man die Knockout- von den Wildtyp-Mäusen unterscheiden und so weitere Experimente planen.

Wir haben auch ein ganz ähnliches Verfahren, den Western Blot, kennengelernt, um die Präsenz bestimmter Proteine zu untersuchen.

Natürlich haben wir noch viel mehr gemacht, was ich jetzt aber nicht alles im Detail ausführen werde. Ich hatte über die (fast) Woche das Gefühl einen authentischen Eindruck in den Alltag als Biologe zu bekommen und möchte mich deshalb auch nochmal beim Georg Speyer Haus dafür bedanken, dass sie mir so ein tolles Praktikum ermöglicht haben. Dieses war für mich nämlich sehr lehrreich und hat mich in meiner Berufsorientierung stark vorangebracht. Besonders bedanken möchte ich mich bei unserem Betreuer Michael, der sich viel Zeit für uns genommen hat und maßgeblich für meine positiven Erfahrungen verantwortlich war.

(Bela Schinke Q2.5)

 

Forschungsfeld Leukämie

Ich verbrachte mein Praktikum in der Forschungsgruppe von Prof. Dr. Daniela Krause, die sich hauptsächlich mit der Erforschung von AML (Akute myeloische Leukämie) beschäftigt. Hierbei handelt es sich um eine maligne Erkrankung des blutbildenden Systems, speziell dem Teil, verantwortlich für die Bildung von Granulozyten, Monozyten, Erythrozyten und Megakaryozyten. Mithilfe von Labormäusen, werden die unterschiedlichen Wirkungen von bestimmten Genen auf die Leukämieerkrankung getestet.

Hier setzte nun unser Praktikum an: Wir genotypisierten Mäuse, um ihre Allel-Kombinationen zu ermitteln, also ob sie homozygot Wildtyp, heterozygot oder homozygot „mutiert“ waren. Dies erfolgt über das Verdauen einer DNA-Probe, eine PCR und einer abschließenden Gelelektrophorese. Erst mit den genauen Informationen über die Erbinformationen, lassen sich die Mäuse sinnvoll in weitere Experimente einbinden. Des Weiteren analysierten wir Proteine mit dem Western Blot Verfahren, fertigten eine Maxi-Prep an und halfen beim Säubern, der für die Forschung essentiellen Mäuseknochen. Auch der Austausch innerhalb der internationalen Forschungsgruppe, eröffnete nochmal ganz neue Perspektiven und gab beispielsweise Einblicke in die Bildungswege anderer Länder.  

In den vier Tagen, habe ich einen sehr authentischen Eindruck eines Laboralltags bekommen und wurde direkt in anfallende Arbeit mit eingebunden. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht, aber mich auch in meiner Berufsorientierung bestärkt. An dieser Stelle noch einmal ein großes Dankeschön an das Georg-Speyer-Haus für diese Möglichkeit sowie an Michael Hauding, der uns über den Zeitraum betreute.  Insgesamt kann ich das Praktikum jedem weiterempfehlen, der die Forschung innerhalb einer Naturwissenschaft, als einen zukünftigen Beruf in Betracht zieht.

(Nils Herrmann Q2.7)

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„Auch kleine Veränderungen in unserem Verhalten können helfen!“

© Robert Marc Lehmann

Maya Helm (Q2) zum Vortrag des Meeresbiologen Marc Lehmann

Unsere Schule wurde am 14.05.19 von dem Meeresbiologen Robert Marc Lehmann besucht, um den siebten Klassen, sowie zwei Stunden später der Q2, einen interessanten Vortrag über seine Arbeit als Biologe, Forschungstaucher, Kameramann, Fotograf und Umweltschützer zu ermöglichen.

Trotz seines Spezialgebiets als Meeresbiologe ging es nicht nur um Meerestiere, sondern auch um beispielsweise ein Nashorn aus Indonesien oder Lehmanns Zusammenarbeit mit dem nicht weit von uns entfernten Senckenberg Institut zur Untersuchung eines hessischen Flusses.

Im Laufe des Vortrags gab es nicht nur Einblicke in die schönen Bereiche seiner vielfältigen Arbeit, sondern auch einen Blick auf seine Motivation als Umwelt- und Tierschützer.

Auf die Erzählung eines von Wilderern hingerichteten Nashorns, dessen Mörder ausschließlich am Horn interessiert waren, folgten Bilder von Haien, denen noch lebend die Flossen abgeschnitten wurden, die wiederum anschließend auf dem Schwarzmarkt landeten. Und auch Bilder von Orang Utans, deren Lebensraum für Palmölplantagen weichen musste und die zudem oft ihre Eltern beim Abbrennen oder Abholzen des Waldes verlieren, aber nicht ohne sie in der Wildnis überleben können.

Das Problem holte Robert Marc Lehmann anschließend mehr in unsere Nähe. Es wurden Fotos von Vögeln auf Helgoland gezeigt, die heutzutage ihre Nester aus Plastikmüll bauen, statt den üblichen Wasserpflanzen, und zum Teil ihre Jungen damit füttern.Viele der Vögel sterben.

Ein Thema, das uns selbst noch mehr betrifft, bezieht sich auf eingesperrte Tiere, wie z.B. im Zoo. Das Einsperren hat starke Einflüsse auf die Psyche der Tiere und führt zu einer unglaublich verkürzten Lebensdauer. Ein Beispiel dafür sind Haie, welche in der Natur 50 Jahre alt werden können, in Gefangenschaft allerdings meist nach ca. zwei Jahren sterben.

Ein noch näheres Problem bezieht sich auf die anfangs erwähnte Zusammenarbeit mit dem Senckenberg Institut. Es wurde der sauberste Fluss Hessens auf Artenvielfalt untersucht, doch statt den zu erwartenden bis zu 100 Arten wurden gerade einmal sechs unterschiedliche Arten gefunden.

Anschließend an den Vortrag erhielt der Bio LK der Q2 die Möglichkeit in einem Gespräch weitere Fragen zu stellen. Durch die bunte Mischung an Fragen erhielt der Kurs weitere Einblicke in das Thema Tierschutz und in das Leben von Robert Marc Lehmann. Dabei wurde auch deutlich, dass Lehmann zwar viel Schlimmes schon erlebt hat, doch dass sein Job, für den er lebt, auch aus vielen schönen Momenten besteht, zu denen unter anderem das Retten von Tieren gehört.

Als Abschluss machte der Meeresbiologe den Schülern noch einmal klar, dass selbst kleine Veränderungen in ihrem Verhalten den Tieren helfen können, was schon bei Apps anfangen kann, die einem zeigen, welche Lebensmittel artgerecht sind und vieles weiteres. Die von ihm genannten Apps sind: CodeCheck, ToxFox, Replace Plastic und Fischratgeber.

 

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AQUAmarin

Einblicke in die Erforschung mariner Ökosysteme durch Robert Marc Lehmann 

Die Fachschaft Biologie konnte für Dienstag, 14.05.19, den Naturforscher, Meeresbiologen, Forschungstaucher und Fotografen Robert Marc Lehmann für einen Expertenvortrag zum Thema „Ökosystem Meer“ gewinnen. Er hat zuletzt mit dem Hessischen Rundfunk die Dokumentation „Expedition Senckenberg“ gedreht und war im Sommer 2017 für Aufnahmen am limnologischen Institut Senckenberg in Gelnhausen tätig. Anliegen dieses Vortrags ist u.a. die Auseinandersetzung mit der zunehmenden Verschmutzung der Weltmeere und des Biodiversitätsverlusts. Weiterhin stellt der Vortrag eine Vertiefung der unterrichtlichen Arbeit im Kurshalbjahr „Ökologie“ und einen Einblick in Forschungsarbeiten dar. Durch die Möglichkeit zur Einbindung externer Wissenschaftler wie Robert Marc Lehmann in den Schulalltag bietet sich die Chance, einen ergänzenden Baustein im Gesamtkonzept einer „MINT-freundlichen“ Schule zu etablieren. Auch die aktuellen Klimaschutzaktionen unserer Schülerinnen und Schüler sollten mit diesem Projekt unterstützt werden, indem u.a. Konsequenzen der Ozeanerwärmung als ein Indikator des Klimawandels thematisiert wurden.

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Biologie-Kurse des Grimmels besuchen das Senckenberg-Institut

Dr. Carsten Nowak stellt Arbeit im Umgang mit Wildkatzen und Wölfen vor

Am Freitag, 03.05 2019, besuchten die Schülerinnen und Schüler des Bio-Leistungskurses und einzelne Grundkursschülerinnen und -schüler gemeinsam mit der Kursleiterin Simone Gerlach das Senckenberg-Forschungsinstitut in Gelnhausen.

Dort stellte Dr. Carsten Nowak seine Arbeit im Umgang mit Wildkatzen und Wölfen in Deutschland vor. Zu Beginn brachte Dr. Nowak den Schülerinnen und Schülern sein Berufsfeld als Naturforscher und Biologe nahe und betonte dabei besonders, wie frei und individuell Forschungen betrieben werden würden. Man könne quasi das erforschen, was am Interessantesten für die Person selbst sei. Dabei sollte man aber auch Publikationen hervorbringen und Englisch-Grundkenntnisse besitzen, denn jene Publikationen und Präsentationen seien als Wissenschaftler auf Englisch anzufertigen. Anschließend präsentierte Dr. Nowak bisherige Forschungen über Wölfe in Deutschland und genetische Nachweise dieser. Dabei stellte er auch dar, dass Wölfe besonders bei Landwirten und Jägern einen schweren Stand hätten und wie dreist Lügen ohne jegliche Beweise über jene Tiere verbreitet würden.

Die Wildkatze war der zweite Programmpunkt, Dr. Nowak weist auch diese in Deutschland mithilfe von DNA-Sequenzierungen aus Proben wie etwa Haaren oder Kot nach. Hier ging er besonders auf die Historie des Wildkatzenbestands in Deutschland ein, denn diese war um 1800 fast ausgestorben. Die Fragen der Schülerinnen und Schüler wurden beantwortet, bevor es für alle ins Labor ging. Hier wurden die Arbeitsweisen und Geräte von Herrn Dr. Nowak gezeigt. Außerdem erhielten die Jungbiologen Einblicke in das Probenlager im Institut, die Gefrierschränke voller abgepackter Haare usw. werden auf -80 Grad Celsius gekühlt, um die DNA möglichst lange zu erhalten.

Nach etwa einer Stunde und 45 Minuten war diese sehr informative und interessante Exkursion beendet. Die Informationen zu Wölfen und Wildkatzen hatten auch einen guten Bezug zu Unterrichtsinhalten wie etwa Räuber-Beute-Beziehungen, was ebenfalls erwähnt sein sollte. Auch die Einblicke in das Labor waren einzigartig und extrem spannend. Nicht zu vergessen ist die unterhaltsame und freundliche Weise, mit der Dr. Nowak präsentierte, und besonders der Berufsausblick wurde als passend und interessant aufgefasst. Alles in allem war die Exkursion also durchweg positiv zu bewerten und Wiederholungen für kommende Jahrgänge sind absolut empfehlenswert. 

(Oliver Kouyoumdjian Q2)

 

 

 

 

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Krebsforschung aktuell

Grundkurs Biologie des Grimmels besucht das Georg-Speyer-Haus Frankfurt

Schülerinnen und Schüler des Grundkurses Biologie Q2 unter der Leitung von Franziska Wöll besuchten am 25.02.19 die Schülervorlesungen „Krebsentstehung: genetische Grundlagen, Diagnostik und neue Therapieansätze“. Es handelte sich dabei um die Auftaktveranstaltung einer Schülervorlesungsreihe, die von Prof. Dr. Florian Greten, Direktor des Georg-Speyer-Hauses (GSH), Institut für Tumorbiologie und experimentelle Therapie, in Frankfurt am Main, persönlich gehalten wurde. 

 Wie der Titel der Vorlesung bereits verrät, ging es zunächst um die Klärung möglicher Ursachen und zugehöriger Diagnoseinstrumente bei Krebserkrankungen. Was die Entwicklung neuer Therapieansätze betrifft, ging Prof. Dr. Florian Greten auf die Möglichkeit zur Interferenz mit intrazellulären Signalkaskaden ein, die u.a. auf der Basis von speziellen Liganden entwickelt wurde. Die neue Herausforderung in der Krebsforschung, so Greten,  sei die Weiterentwicklung von individuell auf die Patienten abgestimmte Immunzelltherapien und möglichen Kombinationstherapien. Abschließend wurden  Möglichkeiten der Krebsprophylaxe thematisiert. „Die Vorlesung bot einen authentischen Einblick in die Krebsforschung und zeigte Forschungsergebnisse, die in den Büchern eben nicht zu finden sind“, kommentierten Lilly Messerschidt und Antonella Ilickovic. Dass die Vielzahl der verwendeten Abbildungen in Englischer Sprache war, stellt eine weitere Besonderheit der Veranstaltung dar, was erkennen lässt, dass viele Lehrbücher der Naturwissenschaften in Englisch verfasst sind und Forschungsergebnisse international ohnehin nur in Englisch publiziert werden.

Der Besuch der kompletten Vorlesungsreihe ist die Voraussetzung für die Bewerbung um ein einwöchiges Laborpraktikum am GSH. Bereits seit 2017 haben sich Schülerinnen und Schüler des Grimmels erfolgreich um ein Forschungspraktikum am GSH beworben, welches eine herausragende Zusatzqualifikation im MINT-Bereich darstellt. Für hessische Schulen stehen insgesamt nur 20 Praktikumsplätze zur Verfügung. Dazu werden sich die Schülerinnen und Schüler jeweils bis Anfang April montags um 17.00 Uhr in der Frankfurter Uniklinik bzw. im Georg-Speyer-Haus einfinden und an den anschließend stattfindenden Diskussionsrunden teilnehmen. Für ihre Bewerbung wünschen wir Antonella Ilickovic, Nils Hermann und Bela Schinke bereits schon jetzt ganz viel Erfolg. 

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„HIV und AIDS“ geht jeden an

Prof. Dr. Barbara Müller referiert am Grimmelshausen-Gymnasium

 Am Mittwoch, den 30.01.2019, war Frau Prof. Dr. Barbara Müller vom Universitätsklinikum Heidelberg gemeinsam mit ihrer Doktorandin Frau Annica Flemming zu Gast am Grimmelshausen-Gymnasium. Frau Prof. Dr. Müller forscht selbst am Zentrum für Infektiologie an HI-Viren und gab den Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufe Q1, dem Biologie-Leistungskurs der Q3 und den Mitgliedern des Schulsanitätsdienstes eine spannende Einführung in die Thematik. Dabei nahm sie die Schülerinnen und Schüler mit auf die Reise in die geschichtliche Entwicklung der HI-Forschung.

So fand sich einen Tag, nachdem sie ihr Abitur 1981 am Grimmels abgelegt hatte, die erste Erwähnung der Erkrankung in einer wissenschaftlichen Fachzeitschrift. Seitdem hat die Forschung große Fortschritte hinsichtlich der Kenntnisse über den Erreger und seiner Interaktion mit den menschlichen Wirtszellen, des Krankheitsverlaufs und der Therapiemöglichkeiten gemacht. Dennoch ist die Krankheit nicht heilbar, lediglich die Vermehrung der Viren im Körper kann kontrolliert werden. Umso wichtiger ist es, Möglichkeiten der Prävention zu kennen und offen über das Thema zu sprechen. In der Präsentation ging Frau Prof. Dr. Barbara Müller nicht nur auf die im Vorfeld von den Schülerinnen und Schülern gestellten Fragen ein, sondern nahm sich auch im Anschluss Zeit, weiterführende Fragen zu beantworten. Frau Annica Flemming informierte zudem an einem Informationsstand auch interessierte Schülerinnen und Schüler aus anderen Jahrgangsstufen.

Besondere Erwähnung verdient der Umstand, dass die Veranstaltung auf Anregung von Marion Micksch initiiert wurde. Die Schülerin der Q1 absolvierte in den Sommerferien ein Praktikum in der Forschungsgruppe von Frau Prof. Dr. Müller und war durch diese Erfahrung für die Thematik sensibilisiert. Sie regte an, eine entsprechende Aktion für die Schülerinnen und Schüler des Grimmels durchzuführen. So besuchten die Leiterin des Fachbereichs III, Frau Sigrid Juchelka, und Marion Micksch gemeinsam in den Herbstferien das Zentrum für Infektiologie in Heidelberg. Es entstanden erste Pläne für die Informationsveranstaltung, die im Laufe der Zeit immer konkreter wurden, so dass nun erstmalig am Grimmels eine Veranstaltung zum Thema HIV und AIDS stattfinden konnte. Herzlichen Dank an Frau Prof. Dr. Müller, Annica Flemming, Marion Micksch und die Leiterin des Fachbereichs III, Sigrid Juchelka, für das Engagement und die gelungene Veranstaltung.

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Forschung am Unheilbaren

Bio-LK Q3 des Grimmels beschäftigt sich mit dem Thema „Multiple Sklerose“

Multiple Sklerose (MS), eine neurodegenerative Erkrankung des Immunsystems, schränkt viele der zum Teil noch jungen Betroffenen radikal ein. Ursächlich wird unter anderem der Abbau von isolierenden Bestandteilen der Nervenzellen beschrieben. Folgen der dadurch langsameren bis ausbleibenden Weiterleitung von Signalen sind Seh- und Gleichgewichtsstörungen, Taubheitsgefühle sowie Lähmungserscheinungen, die je nach MS-Form schubweise oder kontinuierlich folgend auftreten können. Was genau dazu führt, dass das Immunsystem die eigenen Nervenzellen angreift, lässt Forscher nach wie vor rätseln.

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Studienplatz Zoo

Die Schülerinnen und Schüler (SuS) der Jahrgangsstufe Q3 des Grund- und Leistungskurses Biologie waren am Mittwoch, den 16. Januar, im Frankfurter Zoo. Anlass der Exkursion war das Themengebiet Verhaltensbiologie und die SuS hatten die Möglichkeit, in die Rolle eines Verhaltensforschers zu schlüpfen.

Angekommen am Frankfurter Zoo und gut gestärkt mit dem allmorgendlichen Kaffee, begaben sich die SuS auf den Weg, zwei verschiedene Tierarten für eine längere Zeit zu beobachten. Ihre Beobachtungen wurden in der Form von Ethogrammen, anhand welcher man durch Strichlisten markante Verhaltensweisen festhalten konnte, aufgezeichnet.
Dafür wurden den SuS verschiedene Tierarten, wie zum Beispiel Erdmännchen oder Menschenaffen vorgegeben. Doch nicht nur diese Tiere konnten begutachtet werden, sondern es blieb auch genügend Zeit, die sie zur freien Verfügung hatten, um zahlreiche weitere Gehege aufzusuchen. So bestaunten sie beispielsweise Löwen, Pinguine und Giraffen und trafen auf ihrem Weg durch das Reptilienhaus auf frei herumlaufende Tagesgeckos.
Der gelungene Ausflug wurde nach ausgiebigen Beobachtungen und Aufzeichnungen durch ein gemeinsames Mittagessen in Kleingruppen beendet, bei dem sich die SuS erholen und sich über die beobachteten Verhaltensweisen austauschen konnten. Die Jahrgangsstufe Q3 bedankt sich bei Frau Nolde und Frau Wöll für diesen tollen Ausflug.

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