Virtual Science Lab am Grimmelshausen-Gymnasium – die Erste!

Versuchsreihe Molekulargenetik

Wissenschaftlicher Austausch des Biologie-Leistungskurses Q2 mit Partnerklasse in Peace River, Kanada

Im Kurshalbjahr „Genetik und Gentechnik“ stehen unter anderem gentechnologische Arbeitsweisen auf der Agenda, wovon die Schülerinnen und Schüler des Biologie-LKs der Q2 des Grimmelshausen-Gymnasiums bereits in einen Beitrag über die Exkursion an die TU Darmstadt berichteten. Dabei sollte es nicht bleiben, denn durch den Kontakt zu einem kanadischen Biologiekurs an der Peace High School (Alberta), deren Schülerinnen und Schüler Biologie ebenfalls als ein Schwerpunktfach gewählt haben, konnten so die Ergebnisse mit anderen geteilt werden. Auch dort befinden sich alle Schülerinnen und Schüler seit März auf bisher noch unbestimmte Zeit im Home Schooling, sodass der digitale Ergebnisaustausch sicher eine kleine Abwechslung darstellte.

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Krebsforschung aktuell

Schüler*innen der Biologie-Leistungskurse (Q2) zur Schülervorlesung am Georg – Speyer Haus in Frankfurt am Main

Schülerinnen und Schüler der Leistungskurse Biologie Q2 unter der Leitung von Franziska Wöll und Hans Niggemann besuchten am 17.02.20 die Schülervorlesungen „Krebsentstehung: Genetische Grundlagen, Diagnostik und neue Therapieansätze“. Es handelte sich dabei um die Auftaktveranstaltung einer Schülervorlesungsreihe, die von Prof. Dr. Florian Greten, Direktor des Georg-Speyer-Hauses (GSH), Institut für Tumorbiologie und experimentelle Therapie, in Frankfurt am Main, persönlich gehalten wurde. 

Wie der Titel der Vorlesung bereits verrät, ging es zunächst um die Klärung möglicher Ursachen und zugehöriger Diagnoseinstrumente bei Krebserkrankungen. Was die Entwicklung neuer Therapieansätze betrifft, ging Prof. Dr. Florian Greten auf intrazelluläre Signalkaskaden ein, die u.a. auf der Basis von speziellen Liganden entwickelt wurde. Die neue Herausforderung in der Krebsforschung, so Greten,  sei die Weiterentwicklung von individuell auf die Patienten abgestimmte Immunzelltherapien und möglichen Kombinationstherapien.  Dass die Vielzahl der verwendeten Abbildungen in englischer Sprache war, stellt eine weitere Besonderheit der Veranstaltung dar, was erkennen lässt, dass viele Lehrbücher der Naturwissenschaften in Englisch verfasst sind und Forschungsergebnisse international ohnehin nur in Englisch publiziert werden. „Insgesamt waren wir von der Uni-Atmosphäre fasziniert, weshalb der Besuch von weiteren Vorlesungen angedacht ist“, kommentierte Klara S. „Wir haben ebenso erfahren, wie man beispielsweise durch Sport und gesunde Ernährung das Krebsrisiko senken kann.“

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Von Wildkatze, Wolf und Co.

Biologie-Leistungskurse des Grimmels zu Besuch am Senckenberg-Forschungsinstitut Gelnhausen / Thema: Wildtiergenetik

Auch dieses Jahr haben Schüler/innen und Lehrer/innen des Grimmelshausen-Gymnasiums Gelnhausen ehrenamtlich Lockstockpatenschaften übernommen. Die mit Baldrian eingeriebenen Holzstöcke werden dazu genutzt, den Bestand und die Ausbreitung von Wildkatzen in Deutschland zu bestimmen. Wenn sich nun ein Tier an dem präparierten Lockstock gerieben hat, werden die daran hängen gebliebenen Haare von den Ehrenamtlichen eingesammelt und direkt im Senckenberg-Forschungsinstitut in Gelnhausen molekulargenetisch ausgewertet. Es lässt sich mit dieser Methode feststellen, ob sich wirklich eine Wildkatze in dem Waldstück aufgehalten und sich am Lockstock gerieben hat.

Um zu erfahren, wie die gesammelten Haarproben ausgewertet werden, besuchten am 12. Februar 2020 die Biologie-Leistungskurse der Q2 unter der Leitung von Frau Wöll und Herrn Niggemann die naturwissenschaftliche Forschungseinrichtung der Senckenberg-Gesellschaft in Gelnhausen.

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Naturforschung am Grimmels – die Zweite!

Start der neuen Projektrunde zum „Umweltmonitoring“ der Klassen 7 und Q2

Am 17. und 21. Januar 2020 fanden bereits zum wiederholten Mal zwei Projekttage zum Thema „Biotop- und Artenschutz am Beispiel der Europäischen Wildkatze“ statt, zu deren Umsetzung Frau Susanne Schneider, Naturschutzmanagerin des BUND Hessen, zum wissenschaftlichen Austausch am Grimmels war. In ihrem Vortrag ging es zunächst um die Biologie der Wildkatze. o erfuhren die Schülerinnen und Schüler mehr über arttypische Verhaltensweisen, Abstammung, Habitatansprüche, Vorkommen und Schutzstatus der Wildkatze. Dass die Wildkatze als „besonders geschützte Art“ auf der roten Liste erscheint, ist primär auf anthropogene Einflüsse zurückzuführen. Noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde sie stark bejagt, was zur Ausrottung in vielen Teilen Deutschlands führte. Heute erschweren Straßennetze, Ballungsräume, Bahntrassen und somit die sukzessive Zerschneidung von Lebensräumen den Artbestand. Dass das Thema „Biotop- und Artenschutz“ am Beispiel der Stellvertreterart Wildkatze zahlreiche Fragen der Schülerinnen und Schüler aufwirft, ließ sich im lebhaft gestalteten Expertengespräch mit Frau Schneider bestätigen.

Neben dieser zunächst theoretischen Einbettung besteht die Möglichkeit, freiwillig an zwei jahrgangsübergreifenden Praxismodulen teilzunehmen, bei dem interessierte Schülerinnen und Schüler über zwei Monate hinweg Waldareale analysieren, selbst Biodiversitätsforschung betreiben und so einen möglichst authentischen Bezug zum Projekt herstellen können. Ob und inwiefern sich die Wildkatze ihren Lebensraum in und um Gelnhausen zurückerobert, wird hierbei mittels Umweltmonitoring überprüft. Die so heimliche und scheue Wildkatze kann mit Hilfe der sogenannten „Lockstock-Methode“ und Wildtierkameras nachgewiesen werden. Aufgabe der Schülerinnen und Schüler wird es sein, die aufgestellten Lockstöcke ca. einmal wöchentlich mit Baldrian zu präparieren (Wildkatzen reagieren auf diesen Duftstoff) und diese auf Fellproben zu kontrollieren. Bei der Auswahl der vorgegebenen Waldareale arbeitet die Fachschaft Biologie mit den Förstern Herr Schilling (Forstamt Jossgrund) sowie Herr Rippl (Forstamt Gelnhausen) und Naturschutzbeauftragten der Region zusammen. Im Verlauf der Module bestand ebenso die Möglichkeit, mehr über den Beruf des Försters sowie Ausbildungs- und Studienoptionen in diesem Fachbereich zu erfahren. Miguel T., Schüler des Biologie-Leistungskurses Q1, absolvierte im Juni 2019 ein zweiwöchiges Praktikum bei Herrn Rippl und konnte von seinen positiven Erfahrungen berichten. 

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Global denken – lokal handeln

Grimmelshausen-Gymnasium zum siebten Mal mit dem Zertifikat „Umweltschule – Lernen und Handeln für unsere Zukunft“ ausgezeichnet

Bereits zum siebten Mal hat das „Grimmels“ durch die Implementierung sowie Dokumentation des Projekts zum „Biotop- und Artenschutz am Beispiel der Europäischen Wildkatze“ die Auszeichnung als hessische Umweltschule erhalten. Die Zertifizierung wird gemeinsam vom Hessischen Kultus- und Umweltministerium für das besondere Engagement einer Schule im Bereich „Umweltbildung“ sowie für deren Leistungen im Bereich „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ vergeben. Im Schuljahr 2018/19 wurde das von Frau Wöll mit Unterstützung der Fachschaft Biologie eingereichte Projekt zum Arten- und Biotopschutz ausgezeichnet. Dabei setzte sich die Schulgemeinde, insbesondere die Jahrgangsstufen 7 sowie Q2, für das Nachhaltigkeitsziel Nr. 15 der Vereinten Nationen,  „Landökosysteme schützen, wiederherstellen und ihre nachhaltige Nutzung fördern, Wälder nachhaltig bewirtschaften, Wüstenbildung bekämpfen, Bodenverschlechterung stoppen und umkehren und den Biodiversitätsverlust stoppen“, durch diverse Projektbausteine aktiv ein.

Im Rahmen der Auszeichnungsfeier am 22.10.2019 am Franziskanergymnasium Kreuzburg in Großkrotzenburg konnte das Zertifikat von Frau Wöll (MINT-Koordinatorin) und Frau Hartmann (Leiterin des Fachbereichs II) sowie Schüler*innen des Grundkurses Q3 Biologie entgegengenommen werden.

Die Landeskoordinatorin Frau Bell sowie die Umweltstaatsekretärin Dr. Beatrix Tappeser und der Ministerialdirigent Jörg Meyer-Scholten würdigten das Engagement der insgesamt 119 teilnehmenden Schulen und betonten die Relevanz der Initiative „Bildung für eine nachhaltige Entwicklung – BNE“, die auch zukünftig einen größeren Stellenwert im Erziehungsauftrag der Schulen erhält.

Ein erster Austausch über die durchgeführten Projekte und neue Entwicklungen bot sich vor und nach der Zertifikatsüberreichung.

Herzlichen Dank an Laura Dworak, Nils Hermann, Antonella Ilickovic, Laurenz Karger, Louis Schäfer und Bela Schinke, die die Projektpräsentation gestaltet und durchgeführt haben sowie als kompetente Ansprechpartner im Rahmen der Feierlichkeiten zur Verfügung standen.

 

 

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Projektwoche zur Systembiologie an der TU Darmstadt

Antonella Ilickovic (Q3.7) und Nils Hermann (Q3.7) des Grundkurses Biologie erhalten ein Stipendium

In der zweiten Woche der Herbstferien begann für uns die Projektwoche zum Thema „Systembiologie“ an der TU Darmstadt. Die Systembiologie ist eine Fachdisziplin der Biologie, die wissenschaftliche Arbeitsweisen der Mathematik, Physik und Chemie vereint, um biologische Prozesse in Zellen, Geweben und Organismen zu erforschen und zu verstehen.

In fünf spannenden Tagen beschäftigten wir uns mit 11 anderen Schülerinnen und Schülern aus Hessen unter anderem mit Themen der Mikrobiologie (Wachstum von verschiedenen Bakterienkulturen und der mathematischen Modellierung der Wachstumskurven).

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Projektwoche zur Systembiologie an der TU Darmstadt

Antonella Ilickovic (links) mit ihrer Biologie-Lehrerin und MINT-Koordinatorin Franziska Wöll

Erfolgreiche Bewerbung der Grimmels-Schülerin Antonella Ilickovic (Q3.7) 

Das Lernlabor der TU Darmstadt bietet in den Herbstferien (07.10.19 bis 11.10.19) eine Projektwoche für Oberstufenschülerinnen und -Schüler (bevorzugt Q3) an. Im Rahmen dieser Projektwoche haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Möglichkeit modernste Arbeitstechniken, Equipment und Auswertungsmethoden biologischer Forschung, wie zum Beispiel Spektroskopie, Fluoreszenzmikroskopie, Kultivierung von Mikroorganismen etc., kennenzulernen und das mathematische Modellieren biologischer Sachverhalte anzuwenden.  Systembiologie bedeutet, dass unterschiedlichste Erkenntnisse und Methoden der Biologie, Chemie, Physik, Mathematik und Informatik kombiniert und angewendet werden.

Die Projektwoche wird von der Joachim Herz-Stiftung unterstützt und wird von der Arbeitsgruppe um Herrn Prof. Alexander Löwer (Institut für – Systems Biology of the Stress Response) und Dr. Guido Klees (Leiter des Lernlabors) der TU Darmstadt wissenschaftlich begleitet.

Es stehen für alle hessischen Schulen lediglich 12 Plätze zur Verfügung. Die Schulgemeinde des Grimmelshausen-Gymnasiums gratuliert Antonella Ilickovic zu ihrer erfolgreichen Bewerbung und wünscht ihr bereits jetzt viele interessante Einblicke in aktuellste Arbeitsbereiche der MINT-Fächer.

Franziska Wöll

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Auszeichnung mit dem Karl-von-Frisch-Preis für Nahuel Fernandez

Grimmels-Schüler zählt zu den besten hessischen Abiturienten im Fach Biologie

Im Rahmen einer Überreichungsfeier an der Universität Marburg wurde Nahuel Fernandez, Schüler des Biologie-Leistungskurses Q4.3 von Frau Wöll, mit dem Karl-von-Frisch-Preis 2019 ausgezeichnet. Der VBIO (Verband Biologie, Biowissenschaften, Biomedizin) verleiht den besten hessischen Abiturientinnen und Abiturienten im Fach Biologie diese besondere Auszeichnung. Voraussetzung dafür sind über die gesamte Oberstufe hinweg überragende Leistungen sowie mindestens 14 oder 15 Notenpunkte im schriftlichen Abitur.

Die Fachbereichsleiterin Sigrid Juchelka begleitete Nahuel Fernandez zur Preisverleihung nach Marburg, wo neben der Urkundenverleihung und besonderer Würdigung der herausragenden Leistungen diverse Vorträge der Biowissenschaft zu hören waren und ein Rundgang durch die Marburger Labore ermöglicht wurde.

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Forschung aktuell: Praktikum am Georg-Speyer-Haus in Frankfurt am Main

Grimmels-Schüler sammeln wertvolles Wissen im Bereich der Krebstherapie

Biologie als Life Science hat sich in ihrem Fachgebiet „Genetik und Gentechnik“ zu einem anwendungsorientierten, wissenschaftlich innovativen und wirtschaftlich relevanten Arbeitsfeld entwickelt. Um Schülerinnen und Schülern der Biologie-Oberstufenkurse Einblicke in Forschungseinrichtungen und deren aktuellste Methoden zu gewähren, besuchen Biologie-Kurse des Grimmelshausen-Gymnasiums seit 2017 eine Schülervorlesungsreihe am Institut für Tumorbiologie und experimentelle Therapie, dem GEORG-SPEYER-Haus, in Frankfurt am Main.

Forschungsrelevante Fragestellungen im Hinblick auf die Ursache, Diagnose und Therapieansätze von Krebserkrankungen wurden bei der zuletzt besuchten Auftaktveranstaltung am 25.02.2019 thematisiert und im anschließenden wissenschaftlichen Austausch diskutiert. Eine Besonderheit dieses in der Fachschaft Biologie etablierten MINT-Bausteins ist die Möglichkeit, sich auf eine Praktikumsstelle am GSH zu bewerben. Bereits seit 2017 haben insgesamt 5 Schülerinnen und Schüler diese Zusatzqualifikation im MINT-Bereich erlangt. Für hessische Schulen stehen insgesamt nur 20 Praktikumsplätze zur Verfügung. Den Anstoß für die Bewerbung gab aus Sicht der Schüler der Besuch der Vorlesung zum Thema „Krebsentstehung und aktuelle Therapieansätze“. Das Interesse an den Forschungsthemen war geweckt und die Schülergruppe des Biologie-Grundkurses von Franziska Wöll beschlossen an der von Februar bis März stattfindenden Schülervorlesungsreihe teilzunehmen. Antonella Ilickovic (Q2.7), Bela Schinke (Q2.5) und Nils Hermann (Q2.7) haben sich hierzu montags um 17.00 Uhr in der Frankfurter Uniklinik bzw. im Georg-Speyer-Haus eingefunden und brachten sich anschließend engagiert in die Diskussionsrunden ein. Dass die Auseinandersetzung mit den über die Fachinhalte des Unterrichts hinausgehenden Themen zum Teil in Englischer Fachsprache war, störte sie nicht. Anknüpfend an die im Praktikum gesammelten Erfahrungen in den internationalen Arbeitsgruppen konnten Berufsmöglichkeiten nach einem Studium von MINT-Fächern erfahrbar gemacht werden. Im Biologieunterricht berichteten sie von ihren Tätigkeiten während des Laborpraktikums.

Wir gratulieren den Schülerinnen und Schülern zu ihrer erfolgreichen Bewerbung.

 

Heilungschancen von HIV

Am Montag, den 15. April, begann unser viertägiges Schülerpraktikum am Georg-Speyer-Haus in Frankfurt am Main. Schon am Freitag zuvor erschienen meine zwei Mitschüler und ich zu einer Vorbereitungspräsentation, die uns Aufschluss darüber gab, in welcher Arbeitsgruppe wir vier Tage lang unsere Eindrücke sammeln durften. Während Nils Hermann und Bela Schinke gemeinsam in einer Arbeitsgruppe arbeiten durften, kam ich in die Arbeitsgruppe von Frau Dr. Dietrich, dessen Schwerpunkt hauptsächlich auf HIV und mögliche Heilungschancen lag. Ich beschäftige mich mit drei anderen Mitschülern einer anderen Schule größtenteils mit dem Nachweis des Chemokinrezeptors 5 (CCR 5), der von HI- Viren in der frühen Infektionsphase benutzt wird, um die Infektion im Körper zu etablieren. Um diesen Nachweis durchführen zu können, wurden am ersten Tag Blutproben entnommen, darunter meine und die meiner drei Gruppenmitglieder aber auch die von vier freiwilligen Probanden, sodass wir die DNA aus acht Blutproben isolieren konnten. Mit dieser isolierten DNA wurde es uns ermöglicht eine PCR durchzuführen und es war wirklich spannend, dass theoretisch erarbeitete Wissen aus dem Unterricht auch einmal praktisch anwenden zu dürfen. Die entstandenen PCR- Fragmente überprüften wir letztendlich im Agarosegel und führten somit eine klassische Gelelektrophorese durch. Die Gelelektrophorese sollte uns Aufschluss darüber geben, ob es unter den Blutproben Fälle gibt, bei denen eine Abwesenheit des CCR 5 Rezeptors vorhanden ist. Sofern diese Abwesenheit heterozygotisch veranlagt ist, besteht zwar die Möglichkeit sich mit HIV zu infizieren, aber der Krankheitsverlauf ist wesentlich langsamer (viele Jahre symptomlos und geringe Viruslast), sodass solche Personen als „long-term non-progressors“ bezeichnet werden können. Die Häufigkeit für den heterozygoten CCR 5 Genotypen beträgt in der Bevölkerung rund 16%, die des homozygoten Genotyps sogar nur rund 1%. Zur großen Freude des GSH zeigten die Ergebnisse unserer Gelelektrophorese, dass unter allen acht Blutproben eine Person mit der heterozygoten Mutation und sogar eine mit der homozygoten vorhanden war. Das Vorhandensein eines Homozygoten, war tatsächlich das aller erste Mal im Georg-Speyer-Haus und erfreute besonders unsere AG-Leiterin Frau Dr. Dietrich, die eigentlich schon seit einem Jahr pensionierte ist und nur noch für das Schülerpraktikum ihre Arbeit verlängerte. Am Donnerstag den 18. April stellten alle Arbeitsgruppen am frühen Nachmittag ihre Ergebnisse vor und erzählten aus ihren eigenen Erfahrungen.

Alles in allem war das Schülerpraktikum eine tolle Erfahrung und es hat wirklich sehr viel Spaß gemacht all das Wissen aus dem Biologie Unterricht auch mal in der Praxis anwenden zu dürfen und einen echten Laboralltag mitzuerleben. Ich bin sehr dankbar für diese Erfahrung und würde es allen zukünftigen Schülern unserer Schule empfehlen.

(Antonella Ilickovic, Q2.7)

Forschungsfeld Leukämie

Gemeinsam mit zwei weiteren Schülern bekam ich vom 14.3. bis zum 18.3.2019 die Möglichkeit an einem Schülerpraktikum des Georg Speyer Instituts teilzunehmen. Wir wurden dabei an diverse molekularbiologische Verfahren herangeführt und erhielten durch die anwesenden Forscher*innen einen Einblick in aktuelle Forschungsthemen. Forschungsgebiet meiner Laborgruppe war beispielsweise Leukämie und der Einfluss diverser Rezeptoren und Genprodukte auf das Fortschreiten dieser, wobei Mäuse als Modell genutzt wurden. Besonders interessant war, dass wir obwohl wir nur Basistechniken kennenlernten, in die Forschungsarbeit eingebunden wurden. So durften wir beispielsweise Mäuse genotypisieren, d.h. auf Knockout/Wildtyp-Gene überprüfen. Dafür mussten wir zuerst die DNA aus Biopsien (bei uns Ohrstanzen) extrahieren, dann die für uns interessanten Gensequenzen mittels einer PCR (Polymerase-chain-reaktion) amplifizieren (vervielfältigen) und anschließend unser Ergebnis durch eine Gelelektrophorese (Auftrennung der DNA-Fragmente) visualisieren. Durch unsere Auswertung kann man die Knockout- von den Wildtyp-Mäusen unterscheiden und so weitere Experimente planen.

Wir haben auch ein ganz ähnliches Verfahren, den Western Blot, kennengelernt, um die Präsenz bestimmter Proteine zu untersuchen.

Natürlich haben wir noch viel mehr gemacht, was ich jetzt aber nicht alles im Detail ausführen werde. Ich hatte über die (fast) Woche das Gefühl einen authentischen Eindruck in den Alltag als Biologe zu bekommen und möchte mich deshalb auch nochmal beim Georg Speyer Haus dafür bedanken, dass sie mir so ein tolles Praktikum ermöglicht haben. Dieses war für mich nämlich sehr lehrreich und hat mich in meiner Berufsorientierung stark vorangebracht. Besonders bedanken möchte ich mich bei unserem Betreuer Michael, der sich viel Zeit für uns genommen hat und maßgeblich für meine positiven Erfahrungen verantwortlich war.

(Bela Schinke Q2.5)

 

Forschungsfeld Leukämie

Ich verbrachte mein Praktikum in der Forschungsgruppe von Prof. Dr. Daniela Krause, die sich hauptsächlich mit der Erforschung von AML (Akute myeloische Leukämie) beschäftigt. Hierbei handelt es sich um eine maligne Erkrankung des blutbildenden Systems, speziell dem Teil, verantwortlich für die Bildung von Granulozyten, Monozyten, Erythrozyten und Megakaryozyten. Mithilfe von Labormäusen, werden die unterschiedlichen Wirkungen von bestimmten Genen auf die Leukämieerkrankung getestet.

Hier setzte nun unser Praktikum an: Wir genotypisierten Mäuse, um ihre Allel-Kombinationen zu ermitteln, also ob sie homozygot Wildtyp, heterozygot oder homozygot „mutiert“ waren. Dies erfolgt über das Verdauen einer DNA-Probe, eine PCR und einer abschließenden Gelelektrophorese. Erst mit den genauen Informationen über die Erbinformationen, lassen sich die Mäuse sinnvoll in weitere Experimente einbinden. Des Weiteren analysierten wir Proteine mit dem Western Blot Verfahren, fertigten eine Maxi-Prep an und halfen beim Säubern, der für die Forschung essentiellen Mäuseknochen. Auch der Austausch innerhalb der internationalen Forschungsgruppe, eröffnete nochmal ganz neue Perspektiven und gab beispielsweise Einblicke in die Bildungswege anderer Länder.  

In den vier Tagen, habe ich einen sehr authentischen Eindruck eines Laboralltags bekommen und wurde direkt in anfallende Arbeit mit eingebunden. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht, aber mich auch in meiner Berufsorientierung bestärkt. An dieser Stelle noch einmal ein großes Dankeschön an das Georg-Speyer-Haus für diese Möglichkeit sowie an Michael Hauding, der uns über den Zeitraum betreute.  Insgesamt kann ich das Praktikum jedem weiterempfehlen, der die Forschung innerhalb einer Naturwissenschaft, als einen zukünftigen Beruf in Betracht zieht.

(Nils Herrmann Q2.7)

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„Auch kleine Veränderungen in unserem Verhalten können helfen!“

© Robert Marc Lehmann

Maya Helm (Q2) zum Vortrag des Meeresbiologen Marc Lehmann

Unsere Schule wurde am 14.05.19 von dem Meeresbiologen Robert Marc Lehmann besucht, um den siebten Klassen, sowie zwei Stunden später der Q2, einen interessanten Vortrag über seine Arbeit als Biologe, Forschungstaucher, Kameramann, Fotograf und Umweltschützer zu ermöglichen.

Trotz seines Spezialgebiets als Meeresbiologe ging es nicht nur um Meerestiere, sondern auch um beispielsweise ein Nashorn aus Indonesien oder Lehmanns Zusammenarbeit mit dem nicht weit von uns entfernten Senckenberg Institut zur Untersuchung eines hessischen Flusses.

Im Laufe des Vortrags gab es nicht nur Einblicke in die schönen Bereiche seiner vielfältigen Arbeit, sondern auch einen Blick auf seine Motivation als Umwelt- und Tierschützer.

Auf die Erzählung eines von Wilderern hingerichteten Nashorns, dessen Mörder ausschließlich am Horn interessiert waren, folgten Bilder von Haien, denen noch lebend die Flossen abgeschnitten wurden, die wiederum anschließend auf dem Schwarzmarkt landeten. Und auch Bilder von Orang Utans, deren Lebensraum für Palmölplantagen weichen musste und die zudem oft ihre Eltern beim Abbrennen oder Abholzen des Waldes verlieren, aber nicht ohne sie in der Wildnis überleben können.

Das Problem holte Robert Marc Lehmann anschließend mehr in unsere Nähe. Es wurden Fotos von Vögeln auf Helgoland gezeigt, die heutzutage ihre Nester aus Plastikmüll bauen, statt den üblichen Wasserpflanzen, und zum Teil ihre Jungen damit füttern.Viele der Vögel sterben.

Ein Thema, das uns selbst noch mehr betrifft, bezieht sich auf eingesperrte Tiere, wie z.B. im Zoo. Das Einsperren hat starke Einflüsse auf die Psyche der Tiere und führt zu einer unglaublich verkürzten Lebensdauer. Ein Beispiel dafür sind Haie, welche in der Natur 50 Jahre alt werden können, in Gefangenschaft allerdings meist nach ca. zwei Jahren sterben.

Ein noch näheres Problem bezieht sich auf die anfangs erwähnte Zusammenarbeit mit dem Senckenberg Institut. Es wurde der sauberste Fluss Hessens auf Artenvielfalt untersucht, doch statt den zu erwartenden bis zu 100 Arten wurden gerade einmal sechs unterschiedliche Arten gefunden.

Anschließend an den Vortrag erhielt der Bio LK der Q2 die Möglichkeit in einem Gespräch weitere Fragen zu stellen. Durch die bunte Mischung an Fragen erhielt der Kurs weitere Einblicke in das Thema Tierschutz und in das Leben von Robert Marc Lehmann. Dabei wurde auch deutlich, dass Lehmann zwar viel Schlimmes schon erlebt hat, doch dass sein Job, für den er lebt, auch aus vielen schönen Momenten besteht, zu denen unter anderem das Retten von Tieren gehört.

Als Abschluss machte der Meeresbiologe den Schülern noch einmal klar, dass selbst kleine Veränderungen in ihrem Verhalten den Tieren helfen können, was schon bei Apps anfangen kann, die einem zeigen, welche Lebensmittel artgerecht sind und vieles weiteres. Die von ihm genannten Apps sind: CodeCheck, ToxFox, Replace Plastic und Fischratgeber.

 

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