GGG dominiert

Bild: v.l.n.r.: Jan Metzke, Sascha Gourdet, Fabian Dahlheimer, Heike Schmidt

Bild: v.l.n.r.: Jan Metzke, Sascha Gourdet, Fabian Dahlheimer, Heike Schmidt

Jan Metzke und Fabian Dalheimer siegen bei „Jugend debattiert“

GELNHAUSEN (maw). „Soll das Kraftwerk Staudinger ausgebaut werden?“ Mit dieser Frage beschäftigten sich gestern die Finalisten des Kreisentscheids von „Jugend debattiert“ in der Aula des Gelnhäuser Grimmelshausen-Gymnasiums. Dabei dominierten die Lokalmatadoren das Feld: Mit dem späteren Sieger Fabian Dalheimer, Heike Schmidt, Deborah Wagner und Tabea Räbiger waren im Finale der Sekundarstufe I nur Schüler des Grimmelshausen-Gymnasiums am Start.

In der Sekundarstufe II rettete Alice Radcliffe von der Kopernikusschule die Ehre der anderen Schulen, aber auch hier waren die drei anderen Finalisten aus Gelnhausen. Fabian Dalheimer entschied die Debatte über die Einführung der Helmpflicht für Skifahrer in der Sekundarstufe I für sich. In der Sekundarstufe II machte Jan Metzke den besten Eindruck auf die Jury. Den zweiten Platz belegte Sascha Gourdet. Die vier Finalisten Alice Radcliffe, Maurice Lenhard, Sascha Gourdet und Jan Metzke diskutierten engagiert, kenntnisreich und leidenschaftlich über den Ausbau des Kraftwerks bei Hanau. Ob sie pro oder contra Ausbau argumentieren mussten, entschied die Jury im Vorfeld.
„Eine funktionierende Demokratie benötigt Menschen, die kritisch Fragen stellen, die ihre Meinung sagen und sich mit Meinungen anderer auseinandersetzen.“Ernst Höhmann, GeschäftsführerDie zwei Besten beider Sekundarstufen nehmen jetzt am Qualifikationswettbewerb zum Landesfinale teil. Dort können sie zeigen, ob sie es Vorjahressieger Gunnar Buchhold (Gelnhausen) nachmachen können. Er schaffte es 2008 bis ins Bundesfinale. Zur Teilnahme an der Qualifikation für den Landessentscheid gehört auch ein zweitägiges Rethorikseminar für Fabian Dahlheimer, Heike Schmidt, Sascha Gourdet und Jan Metzke.
Gefördert von der „Hertie Stiftung“ und im Main-Kinzig-Kreis betreut von der „Bertha Hereaus und Kathinka Platzhoff Stiftung“ treten jedes Jahr bundesweit rund 70000 Schülerinnen und Schüler bei dem Debattierwettbewerb an. Zum sechsten Mal fand das so genannte Schulbverbundsfinale Main-Kinzig in den Räumen der Gelnhäuser Schule statt.
40 Schülerinnen und Schüler hatten sich qualifiziert. Sie kamen vom Ullrich-von-Hutten-Gymnasium, der Henry-Harnischfeger-Schule, dem Grimmelshausen-Gymnasium, der Kopernikusschule Freigericht und der Käthe-Kollwitz-Schule in Langenselbold. In je zwei Debattierrunden ermittelten die Wertungsrichter die Teilnehmer der beiden Finale in Sekundarstufe I und Sekundarstufe II. Darin ging es für die Jüngeren zunächst um die Frage, ob Alkohol-Werbung verboten werden sollte, während die älteren Schüler über die Frage „Soll ein verpflichtendes soziales Praktikum für die zehnte Klasse eingeführt werden“ diskutierten.
Im Finale debattierten die Teilnehmer aus der Sekundarstufe I die Einführung einer Helmpflicht für Skiläufer, die Finalisten der Sekundarstufe II stritten über den Ausbau des Kraftwerks Staudinger. „Mit diesem Thema wollten wir einen Bezug zu aktuellen Diskussionen und Auseinandersetzungen in der Region schaffen“, sagte Ernst Höhmann, Geschäftsführer der „Bertha Hereaeus und Kathinka Platzhoff Stiftung“. Das Projekt „Jugend debattiert“ fördere die Auseinandersetzung der Schüler mit aktuellen Fragen der Gesellschaft und trainiere sie im fairen und geregelten Debattieren. „Eine funktionierende Demokratie benötigt Menschen, die kritisch Fragen stellen, die ihre Meinung sagen und sich mit Meinungen anderer auseinandersetzen“, betonte Ernst Höhmann.
(Markus Wimmer, „Gelnhäuser Tageblatt“ 19.02.09)