Gunnar Buchhold im Finale von „Jugend debattiert“

– Gunnar Buchhold qualifiziert sich beim Landesentscheid der Jahrgangsstufe 11 bis 13 für die Endrunde in Berlin –

Gunnar Buchhold vom Grimmelshausen-Gymnasium in Gelnhausen (GGG) hat beim Landesentscheid von „Jugend debattiert“ in der Jahrgangsstufe 11 bis 13 den zweiten Platz
belegt und sich für den Bundesentscheid qualifiziert.
Marc-André Kiwitz vom GGG belegte Platz 4.

In zwei Debatten zu aktuellen gesellschaftlichen Fragen überzeugten die jugendlichen Redner Jury und Publikum im Sendesaal des Hessischen Rundfunks durch hohe Sachkenntnis, Ausdrucksvermögen, Gesprächsfähigkeit und Überzeugungskraft. Beim Finale des Bundeswettbewerbs wird Bundespräsident Horst Köhler, Schirmherr des Projekts, am 15. Juni den überzeugendsten Rednern die Siegerurkunden persönlich überreichen.

Rund 400 Gäste verfolgten im Großen Sendesaal des Hessischen Rundfunks faire und spannende Streitgespräche der acht jugendlichen Redner, die zum sechsten Landesfinale von Jugend debattiert angetreten waren. „Sollen Eltern die Schulbücher ihrer Kinder selbst bezahlen? lautete das Thema, über das die vier Finalisten der Klassen 8 bis 10 engagiert debattierten.

In der Jahrgangsstufe 11 bis 13 überzeugte Nikolas Jacobs vor Gunnar Buchhold vom
Grimmelshausen-Gymnasium in Gelnhausen (2. Platz), Carl-Friedrich Thoma vom
Heinrich-von-Gagern-Gymnasium in Frankfurt (3. Platz) und Marc-André Kiwitz
vom Grimmelshausen-Gymnasium in Gelnhausen (4. Platz). „Soll die NPD verboten werden?“ lautete das Thema, zu dem die Oberstufenschüler ihr Pro und Contra in einem spannenden aber fairen Wortgefecht einbrachten. Wulf-Michael Kuntze, Ministerialdirigent vom Hessischen Kultusministerium würdigte den Wettbewerb als wichtigen Beitrag zur Demokratieerziehung: „Die Kunst der öffentlichen Rede gehört zur Demokratie. Sie einzuüben und zu pflegen ist eine der wichtigsten Aufgaben der Schule. Nur wer sich an der
politischen Debatte beteiligt, kann zusammen mit anderen Einfluss auf die Entwicklung unserer Gesellschaft ausüben.

Der Landeswettbewerb „Jugend debattiert“ in Hessen ist ein Projekt der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung in Kooperation mit dem Hessischen Kultusministerium. Medienpartner ist der Hessische Rundfunk und sein Jugendsender YOU FM. 70 Schulen, etwa 430 Lehrkräfte und rund 11600 Schüler ab Klasse 8 an Haupt-, Real-, Gesamtschulen, Gymnasien sowie Berufsschulen haben sich daran beteiligt. Bundesweit sind mehr als 70000 Schüler und 543
Schulen bei „Jugend debattiert“ dabei.

„Von Jugend debattiert profitieren nicht nur die heutigen Sieger, sondern alle Schülerinnen und Schüler, die beim Wettbewerb mitmachen. Sie können viel aus den Unterrichtseinheiten zur Rhetorik mitnehmen und in allen Lebensbereichen anwenden“, so Dr. Antje Becker, Geschäftsführerin der Hertie-Stiftung. „Jugend debattiert“ wolle zum qualifizierten Mitreden und Mitgestalten in der Demokratie ausbilden. Das Projekt fördere die Auseinandersetzung mit aktuellen Fragen unserer Gesellschaft.

Der Schülerwettbewerb folgt klaren Regeln. Debattiert wird jeweils zu viert über praktische Fragen wie: „Sollen Läden auch an Sonntagen geöffnet sein? Jeder hat zu Beginn zwei Minuten ungestörte Redezeit. Anschließend folgen zwölf Minuten freie Aussprache. Für das Schlusswort steht jedem Teilnehmer eine Minute zur Verfügung. Dabei darf er seine Meinung auch ändern. Eine Jury bewertet Sachkenntnis, Ausdrucksvermögen, Gesprächsfähigkeit und Überzeugungskraft der Schüler.