« La France qui fait bouger. »

franAm 23.02.2012 wurde am Grimmelshausen Gymnasium mit verschiedenen Veranstaltungen der „Deutsch-Französische Tag“ gefeiert. Anlass für diesen besonderen Tag ist der Vertrag über die deutsch-französische Zusammenarbeit („Élysée-Vertrag“), der am 22. Januar 1963 von Bundeskanzler Adenauer und General de Gaulle unterzeichnet wurde.

Die Fachschaft Französisch des GGG plante mit ihren Klassen für diesen Tag neben Gaumenfreuden wie Crêpes-Ständen Ausstellungen mit Unterrichtsergebnissen, Informationen und Fotos zur Partnerstadt Clamecy, zu verschiedenen Régions und zu Paris.

Die Klasse 6.1 überraschte in Kleingruppen die Jahrgangsstufe 5 mit selbständig erarbeiteten Rollenspielen und Unterrichtsaktivitäten. Dabei wurde sie von Schülern und Schülerinnen der Klasse E01 begleitet, die zusätzliche Informationen zur historischen Bedeutung des Tages und Auskunft zum Fach geben konnten. Das France Mobil vom Institut Français brachte 4 Klassen der Jahrgangsstufe 6 und 7 Frankreich näher und verstärkte durch aktive Spielformen Spaß an der französischen Sprache.

In der Aula fand für die Oberstufe geplant und durchgeführt vom Französisch Leistungskurs 12 zum dritten Mal der Prix des Lycéens statt, ein Literaturprojekt des Institut Français. Die Schüler und Schülerinnen hatten in den letzten Monaten für den Prix des Lycéens vier ausgewählte Bücher gelesen und bearbeitet. In Rollenspielen, Fotoreihen, Filmsequenzen und der sich anschließenden Debatte konnte man feststellen wie gut sie die erworbenen Sprachkenntnisse bei der Lektüre und der Beurteilung der nominierten Bücher anwenden konnten.

Blieb noch die Nachbesinnung des Vormittags im Kulturkeller, wo das Kulturkeller-Team Variationen von Quiche und Baguette für jeden Frankophilen vorbereitet hatte.

Informationen zum Elysee-Vertrag:

Mit dem Élysée-Vertrag wurden drei Ziele verfolgt: deutsch-französische Aussöhnung (Deutschland und Frankreich waren erbitterte Kriegsgegner), Gründung einer echten Freundschaft zwischen den beiden Völkern und insbesondere der Jugend sowie Förderung des Aufbaus des „Vereinigten Europa …, welches Ziel beider Völker ist“. Ein Bestreben, das heute bei Beobachtung der zwei Regierenden Deutschlands und Frankreichs zu einer Selbstverständlichkeit geworden ist.

Die große Neuerung, die der Vertrag mit sich brachte, bestand jedoch auch und gerade in der starken Einbindung beider Zivilgesellschaften insbesondere in Bildung, Forschung, Kultur oder Jugendaustausch. Drei deutsch-französische Institutionen sind heute beispielhaft für den Reichtum und die Vielfalt der deutsch-französischen Kooperation:

• das Deutsch-Französische Jugendwerk (DFJW), das bislang 250.000 Begegnungen gefördert hat, die etwa 7,5 Millionen Jugendliche ermöglicht haben, den Nachbarn zu entdecken,

• der Fernsehsender ARTE, dessen Gründung 1990 beschlossen wurde und der einen der wichtigsten Sender im kulturellen Bereich darstellt, sogar außerhalb Europas,

• die Deutsch-Französische Hochschule.

Mit diesen Errungenschaften und dieser Kraft als Impulsgeber kann sich die deutsch-französische Zusammenarbeit erneuern, um die großen Herausforderungen in Europa z. B. die Finanzkrise und der Welt z. B. die Friedenssicherung bewältigen.

Alles gute Gründe, um diesen Tag gerade in der Schullandschaft nicht unbeachtet zu lassen.

„Si je devais recommencer, je commencerais par la culture.“

Allen Aktiven ein großes Dankeschön für die Unterstützung zum Gelingen dieses Tages.

(Ingrid Dehne-Richter, Fachvorstand Französisch)