Upcycling-ART-Projekt der TeilnehmerInnen des deutsch-russischen Schüleraustauschs

Im Rahmen des fächerübergreifenden Upcycling-Projekts (Biologie und Kunst) wurden aus scheinbar nutzlosen Gegenständen bzw. Verbrauchsgegenständen von den TeilnehmerInnen des Schüleraustauschs zwischen der Lermontow-Schule in Istra und dem Grimmelshausen-Gymnasium Kunstobjekte hergestellt. Alltagsgegenstände, die keine weitere Verwendung mehr haben, wie z.B. Verpackungen,  Stoff- und Papierreste, wurden von den TeilnehmerInnen mitgebracht. Diese bildeten das „Grundgerüst“ der jeweiligen Kunstobjekte.

Der Ideensammlung zum Begriff Upcycling und der Sichtung von mitgebrachten Verpackungen etc. folgte die Auseinandersetzung mit möglichen Formen der Aufwertung und Wiederverwendung von produziertem Müll.  Hierbei fielen zunächst die zum Teil sehr aufwendig gestalteten und  in Relation zum Inhalt sehr großen (Plastik-) Verpackungen auf. Unterschiedliche Formen des Recyclings wie Upcycling und Downcycling wurden im Gespräch und mit Rückgriff auf Youtube-Tutorials thematisiert. Hierbei stand auch der Vergleich von russischen und deutschen Modellen im Fokus. Die SchülerInnen stellten im Gespräch fest, dass in Russland ebenso wie in Deutschland Plastikmüll zu einem zunehmenden Problem wird und dass sich Mikroplastik bereits in zahlreichen Ökosystemen (z.B. Gewässer) sowie folglich in der Nahrungskette befindet. Auch die vermehrte To-Go-Mentalität beim Verzehr von Café oder Lebensmitteln ließ sich in beiden Ländern wiederfinden. Bevor es zum praktischen Teil überging, wurde diskutiert, wie die SchülerInnen strengere Vorgaben zum Ökodesign von Verpackungen beurteilen. Ideen, wie sich Plastikmüll im Alltag etwas reduzieren ließe, ergaben sich in diesem Kontext.  

Es folgte die nachhaltig-kreative „Zweckentfremdung“  der aus Russland und Deutschland mitgebrachten Verpackungen durch Upcycling. Die SchülerInnen werteten somit übliche Wegwerfgegenstände künstlerisch auf  und stellten ihre Werke am Abschiedsfest in einer kleinen Vernissage aus.

Herzlichen Dank an Frau Olga Ionova, die bei der Projektarbeit übersetzte, sowie an die Istra-Initiative, die die Umsetzung des Projekts finanziell unterstützte.

(StRn Franziska Wöll)