GT, „Pali“ und „Hessischer Kinosommer“ präsentieren im Schulhof „Slumdog Millionaire“
GELNHAUSEN (rdn). Im Rahmen der Feierlichkeiten zum 100. Geburtstag des Grimmelshausen-Gymnasiums in Gelnhausen stand am Samstagabend der mit zahlreichen Oscars prämierte Film „Slumdog Millionair“ auf dem Programm.
Rund 80 Zuschauer kamen zu dem Open-Air-Kino, das das GT, das Gelnhäuser Kino „Pali“ und der „Hessische Kinosommer“ präsentierten. Nach einer Tanzvorführung mit „indischem Touch“ und dem Einbruch der Dunkelheit begann die Vorführung. Vom Straßenkind zum (Slumdog-)Millionär: Das ist die Geschichte von Jamal Malik, der in der indischen Ausgabe von „Wer wird Millionär?“ vor dem Millionengewinn steht. In beeindruckender Weise gibt der Film einen Einblick in den harten Alltag eines indischen Slum-Kindes – mit Kinderarbeit, dem täglichen Kampf gegen Hunger und Armut, Krankheiten, körperlichen Verstümmlungen und ohne Chance auf Bildung. Die Zuschauer sahen bedrückende Szenen aus dem Leben dieser Kinder auf dem Subkontinent.
In faszinierenden Bildern erzählt der ausgezeichnete Film die außergewöhnlichen Lebensabenteuer eines dieser Jungen aus den Slums von Mumbai. Warum sollte ausgerechnet ein ehemaliger Straßenjunge aus Mumbai als erster die Millionenfrage richtig beantworten können? Ist er ein Betrüger?
In Rückblenden erfuhren die Zuschauer vom Leben Jamals und seines Bruders Salim im modernen Indien, vom Aufwachsen der Halbwaisen im Slum, dem gewaltsamen Tod der Mutter und dem Zusammentreffen mit der Waisen Latika. Jamal berichtet von der unfreiwilligen Zeit der drei Kinder in einer kriminellen Bettelorganisation, der Flucht der Brüder, der Gewalt, dem unsteten Leben als fliegende Händler in Zügen und als vermeintliche Fremdenführer am Taj Mahal.
Jede Quizfrage stand für einen bestimmten Lebensabschnitt, und so erklärte sich auch, dass es Jamal nicht um das zu gewinnende Geld ging, sondern darum, durch den Fernsehauftritt seine Liebe Latika wiederzufinden, die er zuvor bereits mehrfach getroffen und immer wieder verloren hatte.
Am Schluss wartet Latika, die mit der Hilfe des geläuterten Bruders Jamals aus den Händen einer Verbrecherorganisation fliehen konnte, auf den jungen Mann, der durch sein Leben beweisen konnte, warum er durch die Erfahrungen als Slumkind und durch viel Glück am Ende als Sieger feststand.
(„Gelnhäuser Tageblatt“ 7.9.2009)
