„Gemeinsam lernen, mit der fremden Kultur vertraut werden, Vorurteile abbauen.“ Unter diesem Motto fand vom 19. bis 28. September 2016 der nunmehr 11. Besuch einer Schülergruppe des Grimmelshausen-Gymnasiums in Gelnhausen an der Lermontow-Schule in Istra statt.

Es war 16:30 Uhr, als Flug LH 1448 am Montag, den 19. September, auf der Landebahn des Flughafens Moskau-Domodedovo aufsetzte. An Bord der Lufthansamaschine befanden sich 15 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 9 und 10 in Begleitung zweier Lehrkräfte, die ein aufregender Aufenthalt in einem für sie fremden Land erwartete. Viel hatten die Jugendlichen bisher von Russland nicht gewusst, sondern nur Kälte, Kreml und Putin mit dem Riesenreich im Osten in Verbindung gebracht – und den gegenwärtigen Konflikt zwischen dem Westen und Russland wegen der Ukraine. Nur Negatives war es, was sie über die täglichen Nachrichten über dieses Land gehört hatten, und dennoch hatten sie sich entschlossen, am Schüleraustausch teilzunehmen.
Bereits am Flughafen bekam ihr Bild von Russland erste Risse, denn die Beamten, die die Pässe mit den Visa kontrollierten, lächelten, machten sogar Scherze, und in der Ankunftshalle wurden sie von ihren Austauschpartnern und der Organisatorin der Begegnung, Larissa Lindina von der Lermontow-Schule, unterstützt von Olga Ionowa, herzlich empfangen. Endlich begegneten sich die Schüler persönlich, nachdem man teils schon Monate zuvor Kontakt miteinander aufgenommen hatte.
Während der Busfahrt nach Istra war der Umgang miteinander zwar noch etwas verhalten, doch änderte sich das in den folgenden Tagen zunehmend. Dafür sorgte schon allein das tolle Programm, welches Frau Lindina mit Unterstützung privater Sponsoren wie dem Vorsitzenden des Schulrates, Herrn Viktor Kusnezow, auf die Beine gestellt hatte.
Die offizielle Begrüßung der Gäste am nächsten Morgen durch die Schulleiterin Tamara Worobjowa und dem traditionellen Reichen von Brot und Salz in der Aula der Schule wurde durch ein buntes Unterhaltungsprogramm umrahmt, gestaltet von den russischen Schülerinnen und Schülern. Man sang, tanzte, musizierte und zeigte eine Präsentation über die Stadt Istra. Zuvor aber hatten die Teilnehmer mit einer Schweigeminute an den verstorbenen Günter Schweitzer, einem der Initiatoren des Schüleraustauschs zwischen dem Grimmelshausen-Gymnasium Gelnhausen und der Lermontow-Schule in Istra, erinnert.
Nachmittags führte Nastja Lindina die Grimmels in deutscher Sprache durch den Neubau des örtlichen Klostermuseums. Die Klosteranlage Neu-Jerusalem aus dem 17. Jh. spielte in der russischen Geschichte eine bedeutende Rolle, wurde aber im Herbst 1941 von deutschen Truppen gesprengt. Der Wiederaufbau ist nach Jahrzehnten nahezu abgeschlossen, so dass sich den staunenden Besuchern die ganze Pracht der Klosterkirche darbot.
An den folgenden Tagen besuchten die deutschen Schülerinnen und Schüler nicht nur den Unterricht an der Lermontow-Schule, sondern auch verschiedene Workshops, die von örtlichen Lehrkräften geleitet wurden.
Zu den Höhepunkten des Programms gehörten die Fahrten nach Moskau mit dem Besuch der Rüstkammer und der Kathedralen des Kreml, des Roten Platzes, der Tretjakow-Galerie sowie des Museums für Kosmonautik. Eine herausragende Erfahrung war der abendliche Besuch einer Ballettaufführung im Kremlpalast, wo „Schwanensee“ gezeigt wurde. „Es war ganz, ganz toll!, sagt Sophie Glessing über die professionelle Darbietung und die wunderbaren Kostüme der Tänzerinnen und Tänzer.
Die Metropole Moskau bietet derart viele Sehenswürdigkeiten, dass am Wochenende Zeit blieb, mit den Gasteltern wiederum einen Ausflug in die russische Hauptstadt zu unternehmen, wo am Sonntagabend eine Licht- und Lasershow die weltberühmten Bauwerke in bunte Lichter tauchte.
So boten sich zahlreiche Gelegenheiten, die Gastgeber und Russland kennenzulernen und fern der großen Politik die Herzlichkeit und Gastfreundschaft der Russen zu erfahren und manches Vorurteil abzubauen. Auch Franziska Wöll, Lehrerin am Grimmelshausen-Gymansium, die Studienrat Mark Adrian nach Istra begleitete, zeigte sich von der russischen Kultur begeistert: „Besonders gut haben mir die Ballettaufführung und die Sehenswürdigkeiten in Moskau gefallen, aber am wichtigsten war die persönliche Begegnung mit den Menschen, das Kennenlernen der russischen Kultur.“ Auch sie hebt die Gastfreundschaft und Großzügigkeit der russischen Gastgeber hervor.
Der letzte Abend stand ganz im Zeichen des traditionellen Abschiedsfestes. Nachdem die Abgeordnete der Moskauer Bezirksduma und Vorsitzende der Istra-Initiative in Istra, Dr. Galina Utkina, einige Worte an die Jugendlichen gerichtet und die Bedeutung des Schüleraustauschs herausgestellt hatte, stellten die Teilnehmer aus Gelnhausen und Istra die während der Begegnung mit ihrem jeweiligen Austauschpartner gemeinsam erarbeiteten Projekte vor, die aus Fotoalben, Plakaten, Filmen und Präsentationen bestanden. Anschließend nahm man gemeinsam das von den Gasteltern ausgerichtete Abendessen in der Aula ein, ehe zu dem gemütlichen Teil des Abends mit Musik und Tanz übergegangen wurde.
Am nächsten Morgen hieß es Koffer packen, und mit einem lachenden und einem weinenden Auge verabschiedete man sich, denn bis zum Gegenbesuch im März vergehen noch einige Monate. „Dann werden die Vorurteile der russischen Schülerinnen und Schüler über Deutschland abgebaut“, ist Studienrat Mark Adrian zuversichtlich.
Kalt war es in Russland übrigens tatsächlich. Zumindest ein Vorurteil, das Bestand hat.

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Alle Mitglieder der Schulgemeinde waren sich einig – auch das Grimmels will helfen!

So entstand in kurzer Zeit eine Helfergruppe, die bereits am Mittwoch, den 09.03.2022 eine Sammelaktion ins Leben gerufen hat.

Schülerinnen und Schüler, das Kollegium und das Schulleitungsteam, sowie Eltern des Grimmels werden an diesem Tag Sachspenden annehmen, sortieren, verpacken und für verschiedene Hilfsorganisationen (Maintaler, DRK, etc.) bereitstellen.

Lassen auch Sie diese Aktion zu einem Erfolg werden und seien Sie ein Teil der Helfergruppe!

 Bringen Sie Ihre Sachspenden am Mittwoch, 09.03.2022 von 16-18h zum Mensaeingang (Gebäude D).

 

Wir haben das umfangreiche Programm „Jeder kann programmieren“
entwickelt, mit dem Lehrkräfte Programmieren unterrichten können
– vom Kindergarten bis zur Uni. Lehrerhandbücher und Lektionen
helfen erst dabei, Grundlagen auf dem iPad zu vermitteln, danach
können echte Apps am Mac erstellt werden.

  • Die Projekte sollen (Mo.-Mi) möglichst in der Kernzeit von 8-12 Uhr stattfinden. Davon abweichende Termine und Zeiten, sowie Ausflüge, müssen die Projektleiter mit ihren Gruppen vereinbaren und Ihnen als Eltern entsprechend mitteilen bzw. Ihr Einverständnis einholen.
  • Der Donnerstagvormittag ist frei, kann aber bei Bedarf von den Projektgruppen zur Vorbereitung genutzt werden.
  • Die Teilnahme am Schulfest von 14.30 bis 19.00 (14.30 Aufbau, 15.30 Beginn Schulfest) ist für alle Schülerinnen und Schüler verpflichtend.
  • Die Teilnahme an den Projekttagen ist verpflichtend und muss bei Fehlen wie üblich entschuldigt werden.
  • Für Eltern mit Kindern in den Klassenstufen 5-7 besteht bei Bedarf die Möglichkeit, ihr Kind im Rahmen „Verlässliche Schule" von 7.45-13.00 betreuen zu lassen. Dies kann an allen vier Vormittagen (Mo.-Do.) sein oder auch nur an einem. Dies wurde bereits auf einem Schreiben an alle Eltern abgefragt. Wer sein Kind noch anmelden möchte, sollte den Bedarf nun bis spätestens Freitag, 18.9. angeben.
  • Die gebuchte Nachmittagsbetreuung findet (Mo.-Mi.) wie gewohnt statt. Am Donnerstagnachmittag entfällt die Nachmittagsbetreuung wegen des Schulfestes.

Lions-Quest

 

Es war einmal ein buntes Ding
ein so genannter Schmetterling.
Der flog wie alle Falter
recht sorglos für sein Alter.
Er nippte hier – er nippte dort
und war er satt, so flog er fort.

Flog zu den Hyazinthen
und schaute nicht nach hinten.
So kam´s, dass dieser Schmetterling
verwundert war, als man ihn fing.

Was wär ein Apfel ohne -Sine,
Was wären Häute ohne Schleim?
Was wär'n die Vita ohne -Mine,
Was wär'n Gedichte ohne Reim?
Was wär das E ohne die -llipse,
Was wär veränder ohne -lich?
Was wär ein Kragen ohne Schlipse,
Und was wär ich bloß ohne Dich?