Hallo allerseits,
hier ist Ronja Wachsmuth. Dank Erasmus+ hatte ich im März 2026 die Möglichkeit, mein Berufspraktikum der Einführungsphase am Lycée Saint-François-Xavier in Vannes zu absolvieren.
Schon als ich erfuhr, dass das Praktikum europaweit möglich ist, stand für mich fest: Ich wollte es unbedingt in Frankreich durchführen. Da ich das Lycée bereits im Jahr 2024 im Rahmen eines sechswöchigen Schüleraustauschs kennenlernen durfte, fiel mir der Entschluss nicht schwer, das französische Schulsystem aus einer anderen Perspektive kennenlernen zu wollen. Insbesondere die regelmäßigen Besuche und der angeregte Kontakt, welchen ich über die vergangenen zwei Jahre mit meiner Gastfamilie pflegte, ermöglichten eine unkomplizierte Organisation des Auslandsaufenthalts.
Als ich aus dem Zug stieg, hatte ich nicht den Eindruck, in eine mir nur vage bekannte Stadt zu kommen. Es fühlte sich an, als würde ich nach Hause kommen. Nicht nur die französische Sprache, die mich umgab, und die salzige Meeresluft, die mir um die Nase wehte, sorgten für dieses besondere Gefühl. Vielmehr waren es die Menschen, die mich springend und lachend voller Herzlichkeit in Empfang nahmen. Mir wurde rasch bewusst: Ich war immer noch ein festes Mitglied meiner Gastfamilie und ein Teil meiner Freundesgruppe. Insider-Witze flogen hin und her, und schon bald fühlte es sich an, als wäre ich nie weggewesen.
Ohne mich zu sehr in Details zu verlieren, kann ich sagen, dass mich das Praktikum als solches ausgesprochen bereichert hat — sowohl fachlich und sprachlich als auch menschlich. Ich konnte andere Menschen inspirieren, während ich selbst enorm viel mitnehmen konnte. Das Praktikum stellte eine angenehme Balance zwischen Produktivität und dem Leben im Moment dar. Meine Freizeit verbrachte ich meist am Strand oder in der charmanten Altstadt von Vannes.
Wenn ich auf meine mehrfachen Aufenthalte in Frankreich zurückblicke, bleibt mir stets eines im Gedächtnis: Wie sehr ich in jeder neuen Situation wachse und verändert nach Deutschland zurückkehre. Selbst wenn man glaubt, alle unbekannten Situationen und Missverständnisse schon einmal durchlebt zu haben, wird der eigene Humor auf die Probe gestellt. Wichtig ist, offen für Anmerkungen zu sein und auch mal über sich selbst lachen zu können — denn wie ich gelernt habe: Man lernt nie aus. Wovon ich dennoch überzeugt bin? Die Antwort ist einfach: Vannes ist ein Teil von mir — und ich bin ein Teil von Vannes.