Erfahrungsbericht von Sarah G. und Hanna C. aus der Klasse 10.1 zum Schüleraustausch in Santiago de Compostela


Wir beide bewarben uns im Frühjahr 2023 für den Schüleraustausch mit der Partnerschule IES Rosalia de castro. Schnell bekamen wir unsere Austauschpartner zugewiesen und bereits ab da begannen wir, Kontakt aufzubauen und schrieben fast täglich mit ihnen.
Während Sarahs Austauschpartnerin Isabel direkt nach den Sommerferien für 6 Wochen nach Deutschland kam, kam Hannas Partnerin Eva eine Woche später ebenfalls. Von Anfang an verstanden wir uns gut mit unseren Austauschpartnerinnen und an Wochenenden unternahmen wir viel mit ihnen. Beispielsweise gingen wir nach Frankfurt und zeigten ihnen die Stadt, gingen in Museen usw. In der Schule war es anfangs zwar schwer für sie, etwas zu verstehen, allerdings fanden sie sich schnell zurecht, da auch unsere Klasse großes Interesse zeigte und auf unsere Austauschschülerinnen zuging.
Als die 6 Wochen für sie in Deutschland zu einem Ende kamen, waren wir wirklich traurig, zugleich wussten wir aber, dass wir uns bald erneut sehen würden. Ein paar Monate später flog Sarah dann nach Santiago de Compostela. Bereits am Flughafen empfing die Familie ihrer Austauschpartnerin Isabel sie voller Freude. Zu Beginn war Sarah etwas nervös, dass sie sich vielleicht nicht gut mit der Familie verstehen würde und war daher etwas zurückhaltend, schnell verflog dieses Gefühl allerdings und sie fühlte sich wirklich wohl in der Familie. Die Familie machte ebenfalls oft Ausflüge und besuchte vor allem Verwandte. So konnte Sarah viel von Spanien sehen und war einmal sogar in Portugal. Am ersten Schultag (der eine Woche nach ihrer Anreise stattfand) war Sarah sehr aufgeregt, denn eine neue Schule in einer anderen Sprache zu besuchen, ist wirklich ein aufregendes Erlebnis.
Die Schule dort hat andere Unterrichts- und Pausenzeiten, man gewöhnte sich jedoch schnell daran. Einige Lehrer sprachen zudem noch einen spanischen Dialekt (Galizisch), was noch eine weitere Herausforderung darstellte. Aber auch diese Herausforderung konnte schnell gemeistert werden. So wie unsere Klasse zeigte sich auch die spanische Klasse sehr interessiert und fing Gespräche an. So fühlte man sich schnell selbst wie ein Teil der Klasse. Wieder war also der Tag der Abreise ein trauriger Tag, da man sich nun nicht nur von seiner Austauschschülerin, sondern auch von seinen Freunden und der Familie verabschieden musste.
Hanna ging einige Monate später als Sarah nach Spanien, nämlich direkt am Anfang unserer Osterferien. Genauso wie Sarah wurde Hanna von der Familie ihrer Austauschschülerin Eva sehr freundlich empfangen. Genau wie bei Sarah war der erste Schultag von Hanna auch sehr aufregend, aber die Aufregung legte sich dank der netten Leute dort schnell. Da Hanna bereits vor dem Austausch gute Spanischkenntnisse besaß, viel es ihr einfacher, den Dialekt dort zu verstehen. Das Einleben und Gewöhnen war natürlich nicht vom ersten Tag an einfach. Am Anfang ist man etwas angespannt und bedenkt vieles, wie z.B. ob man dies oder das machen kann, und man versucht sich von der besten Seite zu zeigen. Aber das ist natürlich normal. Bei dem Austausch lernt man sehr viel automatisch, wie man z.B. auf eigenen Beinen steht und mehr oder weniger allein zurechtkommt. Selbst wenn also beim Austausch nicht alles perfekt läuft, sollte man sich keinen Kopf machen und versuchen, diese einmalige Möglichkeit so gut zu nutzen, wie es geht.
