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Schulfinale von „Jugend debattiert“ am Grimmels

Am 12.1. 2023 überzeugten Jan Zachert (10.2) und Luna Blum (Q1) die Jury beim Schulfinale. Deutschlandweit ist es Tradition, in Schulen das neue Jahr mit dem Debattierwettbewerb zu starten, bei dem sich Jugendliche ab Jahrgangsstufe 8 aktiv einbringen können, indem sie sich kritisch und reflektiert – im Idealfall auch wortgewandt – mit aktuellen politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Kontroversen beschäftigen.

In der Debatte der SEK 2 setzten sich Luna Blum, Kim Röder, Lara Hergenröther und Isabell Prasch engagiert und leidenschaftlich, aber auch fundiert und reflektiert mit der Frage auseinander, ob Angriffe auf Kunstwerke härter bestraft werden sollten. Einig waren sich die Jugendlichen darin, dass wir uns globalgesellschaftlich in einer gefährlichen Extremsituation befinden und in Bezug auf das Klima dringender Handlungsbedarf besteht. Doch inwieweit Tomatensuppenattacken auf Monet dabei der richtige Weg sind, wurde vielseitig beleuchtet. Dabei wurde die problematische Polarisierung zwischen Klima und Kultur angedeutet.

Die Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe 1 durchliefen zunächst die Qualifikationsphase mit der Fragestellung, ob private Silvester-Feuerwerke in Zukunft verboten werden sollte. Dieses Thema ist momentan durch die Angriffe auf Polizei und Rettungskräfte an Silvester in zahlreichen Großstädten besonders aktuell.

In der ersten Runde qualifizierten sich Sebastian Rost, Stella Maldfeld, Jan Zachert und Lara Barak für die Finalrunde, die sie unter der Fragestellung „Soll ein Schulfach Praktische Lebensführung eingeführt werden?“ bestritten. Inwiefern können und wollen Eltern heute ihren Kindern praktische Lebensführung beibringen? Wie präsent sind Eltern heute ihren Kindern in ganz gewöhnlichen Alltagssituationen? Wie sieht die Verantwortung von Schule in diesem Bereich aus?

Dass Schule ein Lern- und Übungsraum für demokratisches Handeln sein sollte, betonte die Schulkoordinatorin Christine Bischoff in ihrer Anmoderation. „Mir ist es wichtig, dass ihr mit kritischem und wachem Blick aktuelle politische, gesellschaftliche und kulturelle Debatten und Entwicklungen zu verfolgt, genau hinschaut und euch eure Meinung bildet – durch Sensibilität, durch Abwägen, kritisches Hinterfragen, durch Dialogfähigkeit und Ausloten von Positionen.“

Besonders positiv aufgefallen ist der sehr respektvolle und faire Umgang der Debattierenden miteinander.

Für Luna, Kim, Jan und Stella geht der Wettbewerb am 10.2. im Regionalentscheid weiter, der am Grimmels stattfinden wird.