Die Schülerinnen und Schüler des Leistungskurses Politik und Wirtschaft (PoWi) besuchten in der letzten Woche des Schulhalbjahres den CDU-Generalsekretär Dr. Peter Tauber im Konrad-Adenauer-Haus in Berlin, der CDU-Bundesgeschäftsstelle.
Die sehr am Politikgeschehen interessierten Schülerinnen und Schüler des Abiturjahrgangs waren nach langer Planungsphase sehr erfreut, als es endlich hieß: „Wir fahren nach Berlin!“ Die Schüler sahen es als eine Notwendigkeit an, die im Unterricht theoretisch behandelten Inhalte auch in praktischer Anwendung beobachten zu können – und wo sollte dies besser gehen als in der Bundeshauptstadt.
Zwei Tage waren für den Kurztrip nach Berlin eingeplant. Montag ging es los und am Dienstag schlief jeder wieder in seinem eigenen Bett. Am Montagmorgen fuhren wir mit der Bahn erst nach Fulda, von dort dann weiter auf dem direkten Weg in die Bundeshauptstadt. In unserer Berliner Unterkunft angekommen, hieß es für uns zuerst Gepäck-Tasche oder Koffer abstellen, kurz frisch machen und nach etwas Essbarem suchen.
War der erste Hunger erstmal gestillt, machten wir uns sogleich mit dem Bus auf in Richtung Konrad-Adenauer-Haus. Dort wurden wir zunächst vom Sekretariat in Empfang genommen, von wo aus wir kurze Zeit später in einen Konferenzsaal geführt wurden. Einige Minuten später kam unser Gesprächspartner, der CDU-Generalsekretär Dr. Peter Tauber, lässig zur Tür hereingeschritten und erklärte uns zu Beginn wer auf den vordersten Sitzplätzen normalerweise Platz nimmt. Um erstmal zu wissen, wen wir da überhaupt vor uns haben, erzählte Peter Tauber am Anfang unserer Fragerunde über sein Alltagsleben, davon, welche Aufgaben ein Generalsekretär inne hat und wie es dazu kam, dass er das Politikgeschehen aktiv mitgestaltete.
Wir haben ihn überwiegend zu aktuellen Themen gefragt, zum Beispiel, was er von Edward Snowdens Whistleblowing halte. Da der CDU-Generalsekretär viel mit der Bundeskanzlerin interagiert, könne er von ihr behaupten, dass sie von Natur aus sehr neugierig und wissensdurstig ist. So habe sie vor nicht allzu langer Zeit das Thema Carsharing interessiert. Sie fand, dass es sehr nützlich sei und doch ausgebaut werden könne. Tauber habe ihr darauf geantwortet, dass Carsharing in Gelnhausen heiße, sich mit seiner Mutter das Auto zu teilen – und das sei schon schlimm genug. Nach dem mehrstündigen Gespräch lud uns Peter Tauber zum Abschluss noch in sein Büro ein.
Den Abend hatten wir zur freien Verfügung. Während die einen nahe Verwandte in Berlin besuchten, haben drei Schüler zum ersten Mal Bekanntschaft mit einem Poetry Slam machen dürfen. Dabei tragen Künstler ihre eigenen Texte innerhalb von maximal fünf Minuten vor. Am Dienstag, dem Tag unserer Abreise, durften wir mit dem Deutschen Bundestag Bekanntschaft machen. Nach einer aufschlussreichen Führung, konnten wir selbstständig die Kuppel des Bundestages besichtigen. Die restliche Zeit, die uns noch blieb, konnten wir frei nutzen. Am Nachmittag trafen wir uns am Berliner Hauptbahnhof, um unsere Rückreise anzutreten. Alles in allem war Berlin für uns eine weitere schöne Erfahrung, die wir während unserer noch verbleibenden Schulzeit erleben durften.
(verfasst von Vanessa Karwat)