Vom 16. bis 20. März 2026 reiste eine Gruppe von 17 Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufe 10 (WPU Italienisch) des Grimmels im Rahmen von Erasmus+ nach Florenz und war zu Gast am Liceo Statale „Giovanni Pascoli”. Begleitet wurde sie von den Lehrkräften Christine Heinrich und Maria Respondek. Fünf Tage voller echter Begegnungen, neuer Eindrücke und der Chance auf „echtes“ Sprachenlernen lagen vor ihnen.
Das Thema der Reise, „Tempo libero”, Freizeitverhalten von Jugendlichen“, klingt eigentlich sehr simpel, steckt aber voller interessanter Fragen: Was machen junge Menschen in Deutschland und Italien in ihrer Freizeit? Was konsumieren sie, welche Musik mögen sie, worüber reden sie, was ist ihnen wichtig? Diesen Fragen gingen die deutschen und italienischen Teilnehmenden gemeinsam in gemischt-nationalen Teams und in beiden Landessprachen auf den Grund.
Schon Wochen vor der Abreise hatten die Schülerinnen und Schüler im Rahmen des Italienischunterrichts des WPU verschiedene thematische Aspekte in Umfrageformaten erarbeitet und per Videokonferenz erste Kontakte zu ihren Gastschülerinnen und – schülern geknüpft. In Florenz angekommen, folgte das erste persönliche Treffen mit den Gastschülern bereits am Mittag des Ankunftstags: Man traf sich gemeinsam mitten im historischen Ortskern von Florenz in einer Pizzeria, die in einem historischen Gebäude mit originalen Fresken aus dem 18. Jahrhundert herrlich ausgestattet war.
In den darauffolgenden Tagen fanden gemeinsame Schulbesuche, ein Gelato-Workshop an der Gelateria Cavini, eine Besichtigung einer traditionellen florentinischen Goldschmiedewerkstatt, eine Stadterkundung im historischen Zentrum und ein gemeinsamer Rundgang durch den Giardino di Boboli statt. Überall wurde beobachtet, man befragte sich zu verschiedenen Themen, dokumentierte und diskutierte – ganz im Sinne von Erasmus!
Am letzten Vormittag bildeten die gemeinsamen Präsentationen der Umfrageergebnisse in der Schule den krönenden Abschluss der fruchtbaren Arbeit des Austauschs: Vor dem gesamten Plenum wurde auf Grundlage der durchgeführten Umfragen ein Vergleich von zwei Jugendkulturen in der jeweiligen Fremdsprache präsentiert.
Die Woche hat gezeigt: Sprache lernt man am besten dann, wenn man sie wirklich angewandt braucht. Und Europa erlebt man am lebendigsten, wenn man dies gemeinsam in unterschiedlichen Ländern erleben kann.
Christine Heinrich & Maria Respondek