Wenn es im Garten Eden kriselt…

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KABARETT Benefizveranstaltung mit Jörg Höller im Caféhaus des Grimmelshausen-Gymnasiums

Das Zusammenleben von Mann und Frau scheint schwierig. Es gibt kaum einen Philosophen, Psychoanalytiker oder Literaten, der sich nicht an diesem Thema versucht hätte. Schlüssige Antworten oder gar Lösungen zu finden, gleicht dennoch einer Sisyphusarbeit. Das liegt vermutlich auch daran,
dass jeder, der eine Antwort oder Lösung sucht, selbst ein Teil des Problems ist. Denn die meisten von uns sind entweder männlich oder weiblich dominiert und damit von Geburt an voreingenommen, was diese Thematik anbelangt. Ein Paradefeld also für einen wie Jörg Höller. Der Rezitator, Kabarettist, Komödiant, Alleinunterhalter und Lehrer hat zusammen mit Sonja Legrand, Eva Raddick und Dennis Fritz im Caféhaus des Grimmelshausen- Gymnasiums am Freitagabend ein Programm präsentiert, das den Titel trug „Männer und Frauen passen doch zusammen – oder?“. „Witzig, satirisch, humorvoll und rabenschwarz“, so die Ankündigung, sollte der Abend werden und viele waren dieser Verlockung gefolgt. „Ich bin geplättet und fasziniert, dass so viele gekommen sind“, freute sich daher der Vorsitzende des Caféhaus Vereins, Klemens Großberger, bei seiner Begrüßung, zumal die Einnahmen dieses Charity-Abends dem Caféhaus zugute kamen. Eine musikalische Einleitung mit Gitarre, Geige und Gesang eröffnete die Vorstellung. „Männer und Frauen sind das nackte Grauen“, war zu hören und wies die Richtung für das Kommende. „Ich bin Jörg Höller und seit einigen Jahren ein Mann“, stellte sich die Hauptfigur des Abends vor. Er bezeichnete sich sogar als einen „hervorragenden Ehemann“ und belegte diese Feststellung mit: „Wenn meine Frau von der Arbeit nach Hause kommt, lasse ich sie in Ruhe, bis sie die Hausarbeit erledigt hat“. Die bis in die heutigen Tage problematische Beziehung von Mann und Frau habe bereits im Garten Eden begonnen ging Höller auf die Ursprünge zurück und erzählte die Schöpfungsgeschichte von Adam und Eva – einmal aus männlicher und einmal aus weiblicher Sicht. „Er wird nicht viel Verstand haben und dümmliche Dinge tun, wie beispielsweise einem Ball hinterherjagen“, war in der weiblichen Form der Schöpfung über Adams Qualitäten zu hören. „Du Herr sag mal, was ist eigentlich Migräne?“, in der männlichen Form, als der erste Versuch einer sexuellen Annäherung Adams an Eva gescheitert war. So ging es weiter. Susanne und Gerhard wurden vorgestellt, wie sie gemeinsam in einem Auto sitzend, unterschiedlichen Gedanken nachhängen. Susanne dachte über die Beziehung zu Gerhard nach, dieser über die notwendige Reparatur des Autos. Für das Zustandekommen einer Ehe seien immer zwei Personen notwendig, so der Rezitator: „Die Braut und ihre Mutter.“ Das Publikum war fasziniert und amüsiert. Die Zeit verging wie im Flug. Höllers famose Art des Vortrages fesselte und begeisterte. Mit unterschiedlicher Gestik, Mimik und Stimmlage schlüpfte er in verschiedene Rollen und ließ so die einzelnen Figuren lebendig werden – dazu die herrliche Interaktion mit dem musikalischen Trio Legrand, Raddick und Fritz. Die erste Pause gab die Muße, um sich in diesem Feuerwerk aus Pointen etwas zu sammeln. Ein verführerisches Büfett half dabei und schon ging es weiter, unter anderem mit dem Lied von der „Tochter eines Schönheitschirurgen“. In einer düsteren Ballade bediente sich Höller gar einer Axt. Zum Äußersten kam es glücklicherweise nicht. Dafür war dieser Abend einfach zu fröhlich und die Hiebe, die Höller in Richtung Mann und Frau austeilte, waren einigermaßen ausgewogen. Aber eben nur einigermaßen. Denn schließlich ist Höller auch „nur“ ein Mann.

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„Männer und Frauen…“

Sein Programm unter dem Titel „Männer und Frauen passen doch zusammen – oder?“ präsentierte Jörg Höller mit seinem Team Sonja Legrand, Eva Radick und Dennis Fritz am Freitag, dem 29.Mai in  der ausverkauften Cafeteria des GGG. Die Einnahmen aus dieser Veranstaltung kommen dem Verein GGG-Cafehaus-Verein e.V. zugute. Hier einige Bilder von der Veranstaltung.

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Kunst am GGG

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Kunstausstellungen mit Schülerarbeiten haben am Grimmelshausen Gymnasium Tradition. Das Motto der Ausstellung in diesem Jahr lautet „ZIRKUS“. Im Rahmen einer Vernissage am 11.Juni wird die Ausstellung mit Werken aus allen Kunstklassen des GGG im Gebäude „C“ eröffnet. Beginn: 19.00Uhr. Alle Eltern, Schüler und Lehrer sind herzlich eingeladen, der Eintritt ist wie immer frei. Außer Bildwerken werden plastische Arbeiten zu sehen sein. Ein kleines Rahmenprogramm, das noch voller Überraschungen steckt, soll den Abend abrunden.

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Grimmels bei Bischof Algermissen

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Leistungskurs Religion zu Besuch beim Bischof von Fulda

Inmitten der Vorbereitungen auf ihre letzten schulischen Prüfungen machten sich die Schüler des Leistungskurses Religion gemeinsam mit ihrem Lehrer Daniel Stehling am Mittwoch, dem 27. Mai auf zu einer ihrer (vorerst) letzten gemeinsamen Exkursionen. Ziel war ein Besuch beim Fuldaer Bischof Heinz Josef Algermissen, der sich zu diesem Anlass extra Zeit genommen hatte und sich auch von einer 40 minütigen Verspätung der Bahn nicht aus der Ruhe bringen ließ.

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Von Rachmaninoff bis Red Hot Chili Peppers

Konzert der Musik-Leistungskurse

Einen abwechslungsreichen Einblick in die Arbeit der Musik-Leistungskurse am Grimmelshausen Gymnasium gab das traditionelle LK-Konzert, das am 20.Mai in der vollbesetzten GGG-Aula stattfand. Die Organisation lag in den Händen der Leiter der beiden Leistungskurse, Iris Schubert und Carsten Altvater.

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Teilnahme an einer Premierenklasse der Oper Frankfurt

Jedes Jahr bietet die Oper Frankfurt drei Schulklassen an, die Entstehung einer Premieren-Inszenierung begleitend zu beobachten. Auch der Leistungskurs Musik Q2 unter der Leitung von Iris Schubert hatte sich bereits im letzten Jahr mit Erfolg darum beworben, als Premierenklasse die Produktion der Oper „Julietta“ von Martinu verfolgen zu dürfen.

So durften die Schülerinnen und Schüler am 7. Mai nach einer Einführung der Theater- und Museumspädagogin Frau Seidel an dem „Konzeptionsgespräch“ teilnehmen, in dem Dramaturg, Regisseurin, Bühnenbildner und Kostümbildner in ihre Gedanken, Modelle und Entwürfe zur Inszenierung des Stückes vor den Mitarbeitern der Oper präsentierten, und erhielten so einen Eindruck davon, welche Planungen nötig sind, bevor eine Opernproduktion startet.

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People To People 2015

Noch Gastfamilien für US-Schüler gesucht!

Im Rahmen des People To People Austausches erhält das GGG vom 16. – 19.7.2015 Besuch aus den USA. Die 48 Jugendlichen und ihre fünf Begleitlehrkräfte kommen aus dem Bundesstaat New York und werden bei Gastfamilien untergebracht. Die Ankunft am 16.7. erfolgt gegen 16 Uhr, die Abreise am 19.7. gegen 9 Uhr.

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Sommernachtstraum im Frühling

Oberon (Patrick Krol) erlöst Titania (Clara vom Endt) von ihrer Liebe zum verzauberten Handwerker Niklaus Zettel (Jan Pospischil).  Foto: Uffelmann

Quelle: Gelnhäuser Tageblatt vom 11.5.2015

SCHULE  Theater-AG des Grimmelshausen-Gymnasiums inszeniert Shakespeare-Komödie / Musik-Referendar schreibt extra Arrangement

GELNHAUSEN (juu). Wer vergangenes Wochenende Elfen im Mondlicht durch die Zauberwälder streifen sah, der hat sich entweder in eine andere Welt verirrt oder saß in der Aula des Grimmelshausen- Gymnasiums in Gelnhausen (GGG). Dort gaben Freitag- und Samstagabend die Schüler der Theater-AG das Stück „Ein Sommernachtstraum“ von William Shakespeare zum Besten.
Es wird die Geschichte des Herzogs Theseus von Athen erzählt, der die Amazonenkönigin Hippolyta im Kampf besiegte und sie nun zur Frau nehmen will. Doch zuvor wird er vom Vater Hermias um ein Urteil gebeten, denn sie weigert sich, den für sie bestimmten Demetrius zu heiraten. Sie zieht ihren geliebten Lysander vor und beschließt, mit ihm ans Ende der Stadt zu fliehen. Sie treffen sich nachts im Wald vor der Stadt und ahnen nicht, dass sie von Demetrius verfolgt werden. Der erfuhr von Helena, einer Freundin Hermias, von der Flucht. Helena hatte gehofft, mit dieser Information endlich Demetrius‘ Herz für sie zu erweichen, doch er zeigt ihr weiterhin die kalte Schulter. Im Wald allerdings herrschen der Elfenkönig Oberon und seine Gattin Titania, die im Streit liegen, um einen indischen Knaben, den sie adoptierten. Oberon schickt seinen Kobold Puck los, ihm eine Blume zu besorgen, mit der er Titania verzaubern will, sodass sie sich in das nächstbeste Wesen verliebt, das sie erblickt. Ihre Wahl fällt hierbei auf einen Handwerker, der mit seinen Handwerksgesellen ein Theaterstück zu Theseus Ehren probt. Doch damit nicht genug, denn aus Spaß am Schabernack hat Puck dem Handwerker einen Eselskopf angehext. Auch die vier Liebenden aus Athen geraten zwischen die Fronten des Streites. So kommt es, dass Liebe zu Hass und Hass zur Liebe wird. Als die Verwirrung nicht größer sein könnte, beschließt Oberon, die Zauber zu lösen und die Athener ziehen zu lassen. Es folgt eine Dreifachhochzeit, auf der auch das Theaterstück der Handwerker aufgeführt wird.
Schlussendlich handelt „Ein Sommernachtstraum“ von zwischenmenschlichen Beziehungen und der Frage, was einen Menschen zum Objekt der Liebe macht und was ihn als solches ausschließt. Dabei fällt den Frauen eher eine Opferrolle zu, denn sie werden als Besitztum der Männer hin- und hergeschoben. Wahre Liebe kommt im Sommernachtstraum nur in dem Theaterstück der Handwerker vor. Durch die Art der Inszenierung wird die Liebe jedoch auch hier der Lächerlichkeit preisgegeben. Dabei sind Beziehungen durchaus ein Thema, das Jugendliche heute noch genauso interessiert wie vor 400 Jahren, wie auch in der Aufführung deutlich wurde. Neben dem spaßigen Aspekt war dies einer der Gründe, warum die Schüler gerade Shakespeares  Sommernachtstraum als ihr nächstes Projekt auserkoren hatten. Darin liegt auch die Besonderheit der Theater-AG: Sie wird von den Schülern selbst getragen, was der Motivation Flügel verleiht. Alle haben ein gleiches Ziel und jeder versucht, seine Stärken bestmöglich einzubringen. Dies veranlasste die Schüler sogar, als der Tag der Aufführung immer näher rückte, samstags in die Schule zu kommen, um zusätzliche Proben einzulegen. Ergänzt wurde damit die seit September 2014 wöchentlich stattfindende Probe. Schließlich gipfelten die Vorbereitungen in einer finalen Probewoche vor der Aufführung. „In dieser Woche entsteht aus Fragmenten das fertige Stück, und die Gruppe wächst endgültig zusammen“, so Paul Ciupka, der im Jahr 2000 die Leitung der Theater-AG übernahm. Auch für die Schüler ist es jedes Mal etwas Besonderes, „weil einfach alle da sind und man ganz viel zusammen erleben kann“.
Dabei besteht die Gruppe nicht nur aus den Schauspielern, die auf der Bühne zu sehen sind, denn für die Aufführung braucht es auch die Teams, die nicht im Rampenlicht agieren. Zum Beispiel die an die Theater-AG angegliederte Technik- AG, die sich um Licht- und Tontechnik kümmert. Auch die Abiband 2015 und ein eigens zusammengestelltes Blechbläserquartett halfen dieses Jahr mit musikalischer Unterstützung aus. Dabei kam der Band die Rolle zu, die Auftritte von Puck zu untermalen. Das Quartett wiederum übernahm das Motiv der Handwerker. Für diese Aufgabe wurde sogar ein eigenes Arrangement geschrieben: Thomas Reutzel, der momentan Referendar für Musik und Religion am GGG ist, trug damit zum Stück bei.
All diese Mühen wurden schlussendlich vom Publikum belohnt, das immer wieder Szenenapplaus gab und begeistert war von der Vorstellung der Schüler. Auch der Direktor des Gymnasiums, Friedrich Bell, bedankte sich in seiner Rede bei allen Mitwirkenden der Theater- AG für die außergewöhnliche Leistung und nannte das Theater „einen wichtigen Baustein gymnasialer Bildung“.

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