Poesie der Stille und Blumenpracht

Am 30.09.2026 eröffnete der Kunst-LK Q3 unter der künstlerischen Leitung von Ekaterina Leo die Ausstellung „Poesie der Stille und Blumenpracht“ im Amtsgericht Gelnhausen. Dies ist die dritte Ausstellung eines Kunst-Leistungskurses in Kooperation mit dem Amtsgericht Gelnhausen, begleitet von Agnes Günther. Begrüßt wurden die Besucherinnen und Besucher der Vernissage durch ein Grußwort von Andreas Weiß, Direktor des Amtsgerichts, und Tanja Engelhard, Studienleitung des Grimmelshausen-Gymnasiums. Außerdem erfolgte eine eindringliche und umfangreiche Einführung durch die Kursteilnehmerinnen Tabassum Ata und Elif Cevik. Der  Auftritt der AllStars-Schülerband unter der musikalischen Leitung von Sebastian Eichenauer rundete eine sehr gelungene Eröffnungsfeier ab.

Neben der herausragenden Möglichkeit, außerhalb der Schule ausstellen zu dürfen, befasste sich der Leistungskurs Kunst mit der Planung einer umfangreichen Präsentation von Werken, bestehend aus einer Werkgruppe von Pastellzeichnungen, Acrylmalereien und Digitaldrucken. Die aufwendige Hängung auf drei Stockwerken wurde selbstwirksam durch die Lernenden gestaltet und tatkräftig von einem Wachtmeister unterstützt. Abgerundet wurde diese sehr bemerkenswerte Leistung durch eine tiefgreifende und sinnreiche Rede, die im Folgenden zu lesen ist.

Die Ausstellung des LK Kunst unter der künstlerischen Leitung von Ekaterina Leo kann zu den Öffnungszeiten des Amtsgerichts Gelnhausen besucht werden und läuft bis zum 24.06.2027.

Ekaterina Leo

 

Rede zur Ausstellung Kunst, Ki und das Medienzeitalter

Begrüßung

Herzlich Willkommen zu unserer Ausstellung des Kunst-Leistungskurses unter der Leitung von Frau Leo vom Grimmelshausen-Gymnasium. Wir möchten euch heute durch unsere Arbeiten und vor allem durch die Themen führen, mit denen wir uns

während der Gestaltung beschäftigt haben. Dabei geht es um verschiedene Formen von Kunst, aber besonders um die Frage, wie sich Kunst durch neue Technologien verändert. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf künstlicher Intelligenz, aber auch auf unserer eigenen Wahrnehmung im heutigen Medienzeitalter.

Unsere Ausstellung verbindet deshalb mehrere Themen miteinander: die Malerei von Georgia O’Keeffe, unsereeigenen Erfahrungen mit Kl-generierter Kunst und schließlich die Frage, welchen Einfluss das heutige Medienzeitalter auf unsere Wahrnehmung und unsere Gesellschaft hat.

  1. Georgia O’Keeffe Kunst als Inspiration

Beginnen möchten wir mit Georgia O’Keeffe, einer Malerin des 20. Jh., deren Kunst uns bei unseren eigenen Arbeiten als Inspiration gedient hat. O’Keeffe ist besonders für ihre großformatigen und stark vergrößerten Darstellungen von Blumen bekannt. Dabei geht es ihr nicht darum, eine Blume einfach möglichst realistisch abzubilden. Durch die Vergrößerung und die Konzentration auf einzelne Formen und Farben entsteht etwas fast Abstraktes. Besonders auffällig sind dabei die großen, flächigen Formen und die intensiven Farben. Wir haben uns deshalb vor allem mit ihren Darstellungen von Lilien und Orchideen beschäftigt. Ihre Motive und ihre Malweise waren für uns der Ausgangspunkt, um selbst eine Malerei mit Acryl auf Leinwand

zu entwickeln. Dabei haben wir versucht, uns an ihrer Bildsprache zu orientieren, ohne ihre Werke einfach zukopieren.

  1. Unsere Erfahrung mit Kl-Kunst

An diesem Punkt kam dann die künstliche Intelligenz ins Spiel. Im Rahmen eines Workshops mit dem Kl-Experten Vladimir Alexev haben wir uns damit beschäftigt, wie Kl Bilder erzeugt und wie genau man seine Vorstellungen formulieren muss, damit ein bestimmtes Ergebnis entsteht. Dabei sollten wir, inspiriert von Georgia O‘ Keeffe, ohne ihren Namen zu nennen, der KI Beschreibungen geben von ihren Motiven für möglichst ähnliches Ergebnis. Unser Ziel war also herauszufinden: Kann eine Kl aus unserer Beschreibung verstehen, was wir als Menschen in einem Bild sehen und wahrnehmen? Dabei haben wir gemerkt, dass eine sehr genaue Beschreibung notwendig ist. Es reicht nicht zu sagen: „Erstelle ein Bild mit Blumen.“ Man muss beispielsweise erklären, wie die Blumen angeordnet sind, welche Formen und Farben vorkommen, wie das Bild aufgebaut ist und welche Wirkung es haben soll. Dadurch wurde für uns besonders deutlich, dass zwischen unserer eigenen Wahrnehmung eines Bildes und der Beschreibung durch Sprache ein großer Unterschied besteht. So entstand für uns ein interessanter Vergleich zwischen analoger und digitaler Kunst.

  1. Kann Kl analoge Kunst ersetzen?

Durch diese Erfahrung stellte sich für uns weniger die Frage, ob Kl überhaupt Kunst erzeugen kann. Das kann sieoffensichtlich. Viel interessanter ist für uns die Frage: Ist das Erzeugen eines Bildes dasselbe wie das künstlerische Gestalten eines Bildes? Bei analoger Kunst geht es nämlich nicht nur um das fertige Bild, sondern auch um den Entstehungsprozess. Wenn wir selbst malen, treffen wir ständig Entscheidungen: Welche Farbe verwenden wir? Wie setzen wir den Pinsel an? Was verändern wir? Was funktioniert vielleicht nicht so, wie wir es uns vorgestellt haben?Auch Fehler und Veränderungen gehören zu diesem Prozess. Bei einer Kl entsteht das Bild dagegen aus Daten, Berechnungen und einer Eingabe des Menschen. Deshalb stellt sich für uns die Frage, ob das Ergebnis allein entscheidend ist oder ob auch der Weg dorthin eine Rolle spielt. Denn zwei Bilder können am Ende vielleicht ähnlich aussehen, obwohl ihre Entstehungsprozesse völlig unterschiedlich sind.

(…)

  1. Kunst durch Kl für jeden zugänglich?

Gleichzeitig hat Kl aber auch eine andere Seite. Sie kann Kunst für Menschen zugänglicher machen. Man muss beispielsweise nicht jahrelang zeichnen oder malen gelernt haben, um eine eigene Bildidee sichtbar zu machen. Mit einer Beschreibung kann heute fast jeder Mensch ein Bild erzeugen. Das kann eine große Chance sein. Gleichzeitig entsteht dadurch aber auch eine Problematik für die analoge Kunst. Wenn Bilder immer schneller und einfacher digital erzeugt werden können, könnte sich unser Verständnis davon verändern, was wir überhaupt noch als künstlerische Leistung wahrnehmen. Es stellt sich also die Frage, welchen Wert der menschliche Aufwand und der handwerkliche Prozess in Zukunft noch haben werden.

  1. „Poesie der Stille“, das Medienzeitalter

Diese Gedanken führen uns zu unserem nächsten Werk: „Poesie der Stille – Medienzeitalter“. Für diese Arbeit haben wir mit Pastellkreide auf Papier gearbeitet. Zu sehen sind Menschen, die jeweils ein Handy in der Hand halten. Das Licht ihrer Bildschirme fällt dabei auf ihre Gesichter. Das Motiv wirkt zunächst ziemlich alltäglich, weil Smartphones heute für uns selbstverständlich geworden sind, Gleichzeitig wollten wir damit eine bestimmte Situation sichtbar machen: Menschen befinden sich am selben Ort, sind aber trotzdem nicht wirklich miteinander verbunden. Alle schauen auf ihre eigenen Bildschirme und richten ihre Aufmerksamkeit auf die digitale Welt. Und genau dadurch entsteht die Stille, auf die sich der Titel bezieht. Wir wollten zeigen, dass durch die starke Konzentration auf Smartphones immer mehr direkte Interaktion wegfallen kann. Ein Beispiel dafür ist die Schule: Kinder treffen sich eigentlich gemeinsam auf dem Schulhof, aber anstatt miteinander zu spielen oder zu reden, beschäftigen sie sich mit ihren Handys. Dadurch wird es tatsächlich stiller, nicht unbedingt, weil niemand da ist, sondern weil weniger miteinander gesprochen, gespielt und interagiert wird.

  1. Abhängigkeit und Geschwindigkeit

Die Arbeit beschäftigt sich deshalb auch mit der Frage, ob wir inzwischen eine gewisse Abhängigkeit von unserenSmartphones und sozialen Medien entwickelt haben. Wir bekommen ständig neue Informationen, Nachrichten, Bilder und Videos. Dadurch richtet sich unsere Aufmerksamkeit immer wieder auf den Bildschirm. Das Problem ist dabei nicht nur das Handy selbst. Vielmehr geht es auch um die Geschwindigkeit, mit der sich unsere gesamte Umwelt verändert. Technologie und Medien entwickeln sich so schnell, dass wir manchmal kaum Zeit haben, die Veränderungen wirklich zu verstehen oder zu verarbeiten. Unsere Arbeit soll deshalb nicht einfach sagen, dass Smartphones schlecht sind. Vielmehr möchten wir zeigen, wie selbstverständlich sie inzwischen unseren Alltag bestimmen und wie sie unser Verhalten verändern können.

  1. KI und unsere Wahrnehmung, recherchierter Teil

Das führt uns wieder zurück zur künstlichen Intelligenz. Unser Gehirn verarbeitet jeden Tag eine enorme Menge an Informationen. Um diese Menge überhaupt bewältigen zu können, greifen wir, vereinfacht gesagt, auf sogenannte Heuristiken zurück. Das sind mentale Abkürzungen, mit denen wir Situationen schnell einschätzen können. Ein Beispiel dafür ist unsere visuelle Wahrnehmung. Wenn wir ein Bild sehen, das wie eine Fotografie aussieht, gehen wir zunächst davon aus, dass es auch eine Fotografie ist. Unser Gehirn hat gelernt, bestimmte Merkmale schnell zu erkennen und einzuordnen. Genau das wird durch Kl zunehmend komplizierter.Denn heute können Bilder erzeugt werden, die so realistisch aussehen, dass wir teilweise nicht mehr sofort erkennen können, ob etwas tatsächlich passiert ist oder künstlich erzeugt wurde.

  1. Die Gefahr von KI-generierten Inhalten

Damit entsteht eine neue Herausforderung für unsere Gesellschaft. KI kann nicht nur schöne oder kreative Bilder erzeugen. Inhalte können auch gezielt so gestaltet werden, dass sie unsere Emotionen, Ängste, Wünsche oder Vorurteile ansprechen. Und gerade, weil wir auf Bilder oft sehr schnell und emotional reagieren, kann das problematisch werden. Wir sehen etwas, reagieren darauf und bilden uns möglicherweise sofort eine Meinung, bevor wir überhaupt darüber nachdenken, ob das Gesehene wirklich echt ist. Dadurch wird es immer wichtiger, unsere eigene Wahrnehmung zu hinterfragen und nicht alles, was wir sehen, sofort für wahr zu halten.

Schluss

Wenn man unsere verschiedenen Arbeiten miteinander betrachtet, geht es deshalb eigentlich immer wieder um eine gemeinsame Frage: Wie verändert Technologie unsere Vorstellung von Wirklichkeit und von Kunst? Bei Georgia O’Keeffe steht zunächst die menschliche Beobachtung und persönliche Interpretation eines Motivs im Mittelpunkt. Bei unserer Kl-Arbeit haben wir selbst erlebt, wie eine Maschine versucht, eine menschliche Bildidee anhand unserer Beschreibung umzusetzen. Und mit unserer Arbeit zum Medienzeitalter beschäftigen wir uns schließlich damit, wie Technologie unseren Alltag, unsere Kommunikation und unsere Wahrnehmung verändert. Für uns bedeutet KI deshalb nicht einfach nur Fortschritt oder Gefahr. Sie ist vor allem eine neue Möglichkeit, mit der wir uns als Künstlerinnen auseinandersetzen müssen und bei der wir gleichzeitig kritisch hinterfragen müssen, welchen Stellenwert menschliches Gestalten noch hat.

Und vielleicht ist genau das die wichtigste Frage, die wir euch aus unserer Ausstellung mitgeben möchten: Wenn Technologie irgendwann jedes Bild erzeugen kann, was macht dann ein Bild noch zu Kunst?

 

Tabassum Ata und Elif Cefic, Q3 LK Kunst

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Alle Mitglieder der Schulgemeinde waren sich einig – auch das Grimmels will helfen!

So entstand in kurzer Zeit eine Helfergruppe, die bereits am Mittwoch, den 09.03.2022 eine Sammelaktion ins Leben gerufen hat.

Schülerinnen und Schüler, das Kollegium und das Schulleitungsteam, sowie Eltern des Grimmels werden an diesem Tag Sachspenden annehmen, sortieren, verpacken und für verschiedene Hilfsorganisationen (Maintaler, DRK, etc.) bereitstellen.

Lassen auch Sie diese Aktion zu einem Erfolg werden und seien Sie ein Teil der Helfergruppe!

 Bringen Sie Ihre Sachspenden am Mittwoch, 09.03.2022 von 16-18h zum Mensaeingang (Gebäude D).

 

Wir haben das umfangreiche Programm „Jeder kann programmieren“
entwickelt, mit dem Lehrkräfte Programmieren unterrichten können
– vom Kindergarten bis zur Uni. Lehrerhandbücher und Lektionen
helfen erst dabei, Grundlagen auf dem iPad zu vermitteln, danach
können echte Apps am Mac erstellt werden.

  • Die Projekte sollen (Mo.-Mi) möglichst in der Kernzeit von 8-12 Uhr stattfinden. Davon abweichende Termine und Zeiten, sowie Ausflüge, müssen die Projektleiter mit ihren Gruppen vereinbaren und Ihnen als Eltern entsprechend mitteilen bzw. Ihr Einverständnis einholen.
  • Der Donnerstagvormittag ist frei, kann aber bei Bedarf von den Projektgruppen zur Vorbereitung genutzt werden.
  • Die Teilnahme am Schulfest von 14.30 bis 19.00 (14.30 Aufbau, 15.30 Beginn Schulfest) ist für alle Schülerinnen und Schüler verpflichtend.
  • Die Teilnahme an den Projekttagen ist verpflichtend und muss bei Fehlen wie üblich entschuldigt werden.
  • Für Eltern mit Kindern in den Klassenstufen 5-7 besteht bei Bedarf die Möglichkeit, ihr Kind im Rahmen „Verlässliche Schule" von 7.45-13.00 betreuen zu lassen. Dies kann an allen vier Vormittagen (Mo.-Do.) sein oder auch nur an einem. Dies wurde bereits auf einem Schreiben an alle Eltern abgefragt. Wer sein Kind noch anmelden möchte, sollte den Bedarf nun bis spätestens Freitag, 18.9. angeben.
  • Die gebuchte Nachmittagsbetreuung findet (Mo.-Mi.) wie gewohnt statt. Am Donnerstagnachmittag entfällt die Nachmittagsbetreuung wegen des Schulfestes.

Lions-Quest

 

Es war einmal ein buntes Ding
ein so genannter Schmetterling.
Der flog wie alle Falter
recht sorglos für sein Alter.
Er nippte hier – er nippte dort
und war er satt, so flog er fort.

Flog zu den Hyazinthen
und schaute nicht nach hinten.
So kam´s, dass dieser Schmetterling
verwundert war, als man ihn fing.

Was wär ein Apfel ohne -Sine,
Was wären Häute ohne Schleim?
Was wär'n die Vita ohne -Mine,
Was wär'n Gedichte ohne Reim?
Was wär das E ohne die -llipse,
Was wär veränder ohne -lich?
Was wär ein Kragen ohne Schlipse,
Und was wär ich bloß ohne Dich?