Im Rahmen des „Politischen Herbstes“ bot sich zwei Geschichtskursen der Q3-Phase des Grimmelshausen-Gymnasiums sowie deren Kursleitungen, Tanja Fäth und Lukas Walz, am 29. Oktober die Möglichkeit, deutsche Zeitgeschichte anhand einer konkreten Begegnung mit Zeitzeugen zu erleben und begreifbarer zu machen. Zu Gast waren Dr. René Wiese vom Zentrum für Sportgeschichte in Berlin sowie die ehemaligen Weltklasse-Leichtathleten Jürgen May und Karl Eyerkaufer. Nach einer kurzen Begrüßung der Gäste durch Fachbereichsleiter Peter Malz und Stufenleiter Martin Dallmann hielt Dr. Wiese eine Präsentation, um anhand einiger Beispiele von prominenten Sportlerfluchten aus der ehemaligen DDR die komplizierte politische Situation im Leistungssport der damaligen Zeit deutlich zu machen. Dabei wurde besonders die Instrumentalisierung der Sportler durch den DDR-Staat hervorgehoben sowie die historische Auslöschung („Damnatio memoriae“) der Personen aus der Öffentlichkeit, wenn ihnen die Flucht gelungen war.

Die Erfahrungen von Karl Eyerkaufer und Jürgen May in den beiden unterschiedlichen Sportsystemen der DDR und der Bundesrepublik Deutschland sowie die gemeinsam geplante Flucht Jürgen Mays aus der DDR im Jahre 1967 wurden im anschließenden Gespräch mit Dr. René Wiese beleuchtet.

Im „Wettkampf der Systeme“ wurde auch über die Sportpolitik und die Erfolge bei internationalen Wettkämpfen versucht, die Überlegenheit des sozialistischen Systems der DDR herauszustellen. Hier war die historisch einmalige Situation der gemeinsamen Olympiamannschaft in den Jahren 1956 bis 1964 von besonderer Bedeutung, da für die Olympianominierung jedes Mal Ausscheidungswettkämpfe zwischen den besten Sportlern beider Staaten notwendig wurden. An diesen nahmen auch Jürgen May und Karl Eyerkaufer teil und so entwickelte sich eine Freundschaft zwischen ihnen.

Beide schilderten im Gespräch mit René Wiese die unterschiedlichen Ansätze der Sportsysteme und verdeutlichten den Schülerinnen und Schülern die angespannte politische Situation.  So veranschaulichten sie detailreich, wie sehr der DDR-Staat versuchte, freundschaftliche Sportkontakte zum „Klassenfeind“ zu unterbinden und welche Mittel er dafür einsetzte.

Die Instrumentalisierung der Sportler durch die politische Führung und die fehlenden Freiheiten in der DDR-Diktatur stießen jedoch zunehmend auf Widerstand und führten dazu, dass einige Sportler in den Westen flohen – nach dem Mauerbau war das häufig nur noch während der internationalen Wettkämpfe möglich. Auch wurden die Sportler, trotz ihrer privilegierten Stellung innerhalb der DDR, von der Stasi überwacht und unter Druck gesetzt. Dies erlebte auch Jürgen May persönlich immer häufiger, weshalb er zusammen mit seinem Sportkameraden Karl Eyerkaufer die Flucht plante und auf spektakuläre Weise floh. Zusammen mit seiner damaligen Freundin gelang ihm über Ungarn und Österreich die Flucht in den Westen – im Kotflügel eines amerikanischen Straßenkreuzers versteckt.

Im Anschluss an das Gespräch hatten die Schülerinnen und Schüler noch die Möglichkeit, Fragen an die Gäste zu stellen. Dabei waren besonders die persönliche Situation Jürgen Mays und der Ablauf der Flucht Themen, die die Schülerinnen und Schüler interessierten. So bot ihnen das Gespräch mit den Zeitzeugen die Möglichkeit, zu erfahren, wie Diktaturen mit ihren Bürgerinnen und Bürgern umgehen. Die Kontrolle aller Lebensbereiche und die willkürliche Vorgehensweise des Staates waren Aspekte, die ihnen so vorher nicht bewusst waren.

Das Grimmelshausen-Gymnasium dankt Jürgen May, Karl Eyerkaufer und Dr. René Wiese für einen spannenden und interessanten Vormittag.

Stefan Schildknecht

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Alle Mitglieder der Schulgemeinde waren sich einig – auch das Grimmels will helfen!

So entstand in kurzer Zeit eine Helfergruppe, die bereits am Mittwoch, den 09.03.2022 eine Sammelaktion ins Leben gerufen hat.

Schülerinnen und Schüler, das Kollegium und das Schulleitungsteam, sowie Eltern des Grimmels werden an diesem Tag Sachspenden annehmen, sortieren, verpacken und für verschiedene Hilfsorganisationen (Maintaler, DRK, etc.) bereitstellen.

Lassen auch Sie diese Aktion zu einem Erfolg werden und seien Sie ein Teil der Helfergruppe!

 Bringen Sie Ihre Sachspenden am Mittwoch, 09.03.2022 von 16-18h zum Mensaeingang (Gebäude D).

 

Wir haben das umfangreiche Programm „Jeder kann programmieren“
entwickelt, mit dem Lehrkräfte Programmieren unterrichten können
– vom Kindergarten bis zur Uni. Lehrerhandbücher und Lektionen
helfen erst dabei, Grundlagen auf dem iPad zu vermitteln, danach
können echte Apps am Mac erstellt werden.

  • Die Projekte sollen (Mo.-Mi) möglichst in der Kernzeit von 8-12 Uhr stattfinden. Davon abweichende Termine und Zeiten, sowie Ausflüge, müssen die Projektleiter mit ihren Gruppen vereinbaren und Ihnen als Eltern entsprechend mitteilen bzw. Ihr Einverständnis einholen.
  • Der Donnerstagvormittag ist frei, kann aber bei Bedarf von den Projektgruppen zur Vorbereitung genutzt werden.
  • Die Teilnahme am Schulfest von 14.30 bis 19.00 (14.30 Aufbau, 15.30 Beginn Schulfest) ist für alle Schülerinnen und Schüler verpflichtend.
  • Die Teilnahme an den Projekttagen ist verpflichtend und muss bei Fehlen wie üblich entschuldigt werden.
  • Für Eltern mit Kindern in den Klassenstufen 5-7 besteht bei Bedarf die Möglichkeit, ihr Kind im Rahmen „Verlässliche Schule" von 7.45-13.00 betreuen zu lassen. Dies kann an allen vier Vormittagen (Mo.-Do.) sein oder auch nur an einem. Dies wurde bereits auf einem Schreiben an alle Eltern abgefragt. Wer sein Kind noch anmelden möchte, sollte den Bedarf nun bis spätestens Freitag, 18.9. angeben.
  • Die gebuchte Nachmittagsbetreuung findet (Mo.-Mi.) wie gewohnt statt. Am Donnerstagnachmittag entfällt die Nachmittagsbetreuung wegen des Schulfestes.

Lions-Quest

 

Es war einmal ein buntes Ding
ein so genannter Schmetterling.
Der flog wie alle Falter
recht sorglos für sein Alter.
Er nippte hier – er nippte dort
und war er satt, so flog er fort.

Flog zu den Hyazinthen
und schaute nicht nach hinten.
So kam´s, dass dieser Schmetterling
verwundert war, als man ihn fing.

Was wär ein Apfel ohne -Sine,
Was wären Häute ohne Schleim?
Was wär'n die Vita ohne -Mine,
Was wär'n Gedichte ohne Reim?
Was wär das E ohne die -llipse,
Was wär veränder ohne -lich?
Was wär ein Kragen ohne Schlipse,
Und was wär ich bloß ohne Dich?