Wie schon die Jahre zuvor fand auch in diesem Jahr ein vom Abiturjahrgang organisierter ökumenischer Abschlussgottesdienst statt. In Anlehnung an das Abimotto ,,Ferrabi – Mit Vollgas durchs Ziel” wurde thematisiert, was denn eigentlich nach dem Ziel kommt. In Lied – sowie Wortbeiträgen versuchte man in der Gelnhäuser Peterskirche, Antworten darauf zu finden.
Trotz hochsommerlicher Temperaturen ließen es sich viele Eltern, Lehrkräfte sowie Schülerinnen und Schüler nicht nehmen, diesen besonderen Moment miteinander zu erleben. Eröffnet wurde der Gottesdienst durch Pfarrerin Anna Berting von der evangelischen und Vikar Phillip Betz von der katholischen Kirchengemeinde, die uns Schülerinnen und Schülern vom Planungsteam halfen, den eigenen Gottesdienst auf die Beine zu stellen. Das kurz darauf folgende Anspiel verdeutlichte dann das Thema des Abends: Was passiert nun, wenn wir alle im Ziel sind? Welche verschiedenen Wege tun sich nun auf? Was, wenn ich nicht mehr weiter weiß? Fünf motivierte Personen des Abiturjahrgangs schlüpften in verschiedene Rollen und zeigten so auf, wie unterschiedlich Wege durch ein Studium, ein FSJ oder Work&Travel aussehen können, dass es aber gleichzeitig auch in Ordnung ist, wenn man noch ,,keine Ahnung” hat – Familie, Freunde, die Gemeinde und Gott sind an jedermanns Seite. Neben jenen nachdenklich machenden Abschnitten bot der Gottesdienst auch viel Platz zum gemeinsamen Singen: Lieder wie ,,Meine Zeit steht in deinen Händen” oder ,,Die Zeit ist jetzt” sind nicht nur vielen aus den Schulgottesdiensten wohlbekannt, sondern sorgten ebenfalls für gute Laune und eine gemeinschaftliche Atmosphäre. Musikalisch unterstützt wurde der Abend durch den Chor und die Band unter Leitung von Thomas Reutzel und Sebastian Eichenauer, denen unser besonderer Dank gebührt.
,,Ich glaube nicht, dass Kriege unvermeidlich sind, dass Friede unerreichbar ist”: Diese Passage aus dem Glaubensbekenntnis nach der Weltversammlung der Christen in Seoul 1990, welche vorgetragen wurde, verdeutlicht auch unseren Willen, uns politisch einzumischen – mehr denn je in einer Welt, die von hart umkämpften Fronten im Krieg und in der Debatte gezeichnet ist. Daran anknüpfend konnten die Anwesenden ihre Bitten an Gott auf vorbereitete Zettel schreiben. Während Sofie Tkachova die Kirche mit den Klängen der Orgel füllte, wurden Fürbitten verfasst, die sowohl den Abiturientinnen und Abiturienten Glück, Erfolg und gute Freundschaften auf dem weiteren Weg wünschten als auch um ein Ende von Leid und Krieg, Hunger und Vertreibung baten. Im Anschluss wurden ausgewählte Fürbitten vorgetragen. Nach einem gemeinsamen Schlussgebet dankten wir insbesondere Anna Berting und Phillip Betz für die wertvolle Unterstützung und liebevolle Gestaltung der Wortbeiträge, allen Musikerinnen und Musikern für die instrumentale Begleitung sowie Daniel Stehling und Hartmut Winkler, die uns nicht nur jetzt tatkräftig bei der Vorbereitung unterstützt haben, sondern jahrelang Begleiter auf unserem schulischen Weg waren. Im Anschluss erfolgte ein gemeinsamer Ausklang mit Getränken und Laugengebäck im Pfarrgarten, um den Abend Revue passieren und gemeinsame Erinnerungen aufleben zu lassen.
Max Rümmele